Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Tourismus, GetrÀnke

SCHWERIN - Mecklenburg-Vorpommern gibt seinen harten Kurs beim Beherbergungsverbot zumindest fĂŒr GĂ€ste aus inlĂ€ndischen Corona-Risikogebieten auf.

17.10.2020 - 15:23:26

MV hebt QuarantĂ€nepflicht fĂŒr GĂ€ste aus Corona-Risikogebieten auf. Nach wochenlangem Streit und wenige Tage vor einem erwarteten Gerichtsurteil dazu einigten sich Landesregierung und Tourismusbranche am Samstag darauf, dass fĂŒr Touristen aus deutschen Risikogebieten von Mittwoch an ein aktueller negativer Corona-Test ausreicht, um im Nordosten Urlaub zu machen. Die bislang zusĂ€tzlich geforderte QuarantĂ€ne von mindestens fĂŒnf Tagen und ein folgender zweiter Test entfallen. Diese Regelung galt bislang nur in Mecklenburg-Vorpommern, war die bundesweit schĂ€rfste und hatte fĂŒr massive Kritik gesorgt.

Tagestouristen aus Risikogebieten dĂŒrfen Mecklenburg-Vorpommern jedoch weiterhin nicht besuchen. Und auch fĂŒr Reisende aus auslĂ€ndischen Risikogebieten bleiben die bisherigen Regeln in Kraft. "FĂŒr das Inland sehen wir, dass in den Risikogebieten jetzt EinschrĂ€nkungen herrschen", sagte MinisterprĂ€sidentin Manuela Schwesig (SPD). Deshalb seien QuarantĂ€ne und zweiter Test verzichtbar, nicht aber - anders als in vielen anderen BundeslĂ€ndern

- der erste Test. "Wir sind Tourismusland (...) und wir mĂŒssen weiter

(...) fĂŒr Sicherheit sorgen."

Schwesig sagte, Tagestouren aus Risikogebieten ohne Übernachtung "sind weiterhin nicht möglich". Und fĂŒr Reisen aus Risikogebieten des Auslands bleibe es dabei, "dass es einen ersten Test geben muss, fĂŒnf Tage QuarantĂ€ne und dann einen zweiten Test zum Frei-Testen". Schwesig sagte, Mecklenburg-Vorpommern habe bislang die bundesweit niedrigsten Corona-Zahlen. Mit Blick auf den Herbst und Winter sowie die steigende Zahl an Risikogebieten werde aber auch die Gefahr im Nordosten grĂ¶ĂŸer. Schwesig sagte, das Kabinett werde die neuen Regeln am Dienstag beschließen, damit sie am Mittwoch in Kraft treten können.

Die MinisterprĂ€sidentin hatte angesichts der steigenden Zahl an Neuinfektionen lange Zeit auf den Sonderweg bestanden, lenkte nun aber angesichts einiger Gerichtsurteile, die ein Beherbergungsverbot in einer Reihe anderer BundeslĂ€nder gekippt hatten, ein. Schon nach dem Treffen der MinisterprĂ€sidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch hatte Schwesig Lockerungen in Aussicht gestellt, aber Bedingungen daran geknĂŒpft.

Die nun vereinbarte Regelung mit einem negativen Test, der nicht Àlter als 48 Stunden sein darf, gilt als Kompromiss. Gerichte in Schleswig-Holstein und Hamburg hatten dieses Verfahren bestÀtigt, so dass die Landesregierung auf eine Àhnliche Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts in Greifswald hoffen kann. Andere BundeslÀnder verzichten inzwischen auf Gesundheitsnachweise.

Das Gericht in Greifswald hatte angekĂŒndigt, Anfang der Woche ĂŒber drei vorliegende EilantrĂ€ge gegen die QuarantĂ€neregeln in Mecklenburg-Vorpommern zu entscheiden. Ob die AntrĂ€ge möglicherweise zurĂŒckgezogen werden, war zunĂ€chst unklar.

Nach EinschĂ€tzung der Tourismuswirtschaft kamen die bislang in Mecklenburg-Vorpommern geltenden Einreisebestimmungen fĂŒr Besucher aus Corona-Hotspots einem Beherbergungsverbot gleich. Die Branche, die nach dem coronabedingten vollstĂ€ndigen Reisestopp im FrĂŒhjahr im Nordosten in der Sommersaison wieder im Aufwind war, musste deshalb im Herbst einen RĂŒckschlag hinnehmen. Der PrĂ€sident des Tourismusverbands Mecklenburg-Vorpommern, Tobias Woitendorf, bezifferte die Verluste nach ersten EinschĂ€tzungen auf 30 Prozent des Umsatzes beziehungsweise 60 bis 80 Millionen Euro.

Der Tourismusverband und der Deutsche Hotel- und GaststĂ€ttenverband (Dehoga) zeigten sich grundsĂ€tzlich zufrieden mit den neuen Regeln. "Wir sind mit den Ergebnissen (...) erstmal zufrieden", sagte Mecklenburg-Vorpommerns Dehoga-PrĂ€sident Lars Schwarz. Der Verband werde nun die Entscheidungen des Gerichts abwarten. Sven MĂŒller, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Vereinigung der UnternehmensverbĂ€nde MV, sprach von einem notwendigen Schritt hin zu mehr Klarheit und Wettbewerbsgerechtigkeit.

Die Vorsitzende der Linksfraktion im Schweriner Landtag, Simone Oldenburg, betonte: "Der Sonderweg der Landesregierung hat fĂŒr viel Verunsicherung und UnverstĂ€ndnis gesorgt und wurde zu Recht kritisiert." Jetzt gelte es, die Tourismusbranche wieder in ruhigeres Fahrwasser zu bringen.

Zuvor hatte auch schon Rostocks OberbĂŒrgermeister Claus Madsen die EinreisebeschrĂ€nkungen und das Beherbergungsverbot fĂŒr ĂŒbertrieben eingestuft. "Wenn sich alle vernĂŒnftig verhalten, sind die Menschen aus den Corona-Risikogebieten nicht gefĂ€hrlicher als andere", sagte der parteilose Verwaltungschef von Mecklenburg-Vorpommerns grĂ¶ĂŸter Stadt in einem Interview im Berliner "Tagesspiegel" (Samstag). Wer Fieber habe oder sich schlecht fĂŒhle, sollte nicht arbeiten oder im Restaurant essen gehen. "Aber wer am Strand entlang spaziert, ist doch nicht gefĂ€hrlich", sagte Madsen. Hinzu komme, dass Hotels strikte Hygienevorgaben hĂ€tten.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Auch Tunesiens Behörden ermitteln gegen TatverdĂ€chtigen von Nizza. Dabei soll es sich um einen 21 Jahren alten Tunesier handeln. GemĂ€ĂŸ dem Recht des Landes werde jeder Tunesier strafrechtlich verfolgt, der in Terrorakte verstrickt sei, egal ob im Inland oder Ausland, sagte ein tunesischer Justizsprecher. So solle ermittelt werden, ob der TĂ€ter in Tunesien möglicherweise Komplizen hatte. TUNIS - Nach dem tödlichen Messerangriff in Nizza ermitteln auch die tunesischen Behörden gegen den TatverdĂ€chtigen. (Wirtschaft, 30.10.2020 - 16:44) weiterlesen...

Gedenkwand fĂŒr Willy Brandt am BER enthĂŒllt. Der Ort mit einem PortrĂ€t und einem Zitat des frĂŒheren Bundeskanzlers und Berliner Regierenden BĂŒrgermeisters wurde am Freitag im Hauptterminal enthĂŒllt, einen Tag vor der geplanten Eröffnung des Flughafens. "Ein Flughafen steht symbolisch fĂŒr die Freiheit", sagte der heutige Regierende BĂŒrgermeister Michael MĂŒller (SPD). Das gelte auch fĂŒr die Stadt Berlin. SCHÖNEFELD - Am neuen Hauptstadtflughafen BER erinnert eine Gedenkwand an den Namensgeber Willy Brandt und seinen Einsatz fĂŒr die Freiheit. (Boerse, 30.10.2020 - 16:40) weiterlesen...

Touristen in Niedersachsen mĂŒssen Urlaub nicht abbrechen. HANNOVER - Touristen mĂŒssen ihren Urlaub in Niedersachsen anders als in Schleswig-Holstein nicht abbrechen, wenn sie vor Beginn des neuen Teil-Lockdowns anreisen. Das geht aus der am Freitag veröffentlichten neuen Verordnung des Landes hervor. Aufenthalte mit Übernachtung, die bereits vor dem 2. November angetreten worden seien, mĂŒssten nicht abgebrochen werden, heißt es in der Regelung des Landes. Touristen in Niedersachsen mĂŒssen Urlaub nicht abbrechen (Wirtschaft, 30.10.2020 - 16:31) weiterlesen...

Corona-Hotspot Bergamo steht besser da als im FrĂŒhjahr. Die Bilder der MilitĂ€rlastwagen mit SĂ€rgen gingen um die Welt. Aktuell scheinen die Menschen dort besser durch die zweite Corona-Welle zu kommen als in vielen anderen Teilen Italiens. Obwohl die Region Lombardei, zu der Bergamo gehört, erneut an der Spitze bei den Zahlen der Neuinfektionen mit Sars-CoV-2 in Italien steht, ist die Lage in Bergamos KrankenhĂ€usern eher entspannt. ROM - Bergamo bleibt auch in der zweiten Corona-Welle etwas Besonderes: Im FrĂŒhjahr war das Gebiet um die norditalienische Stadt eine der am schlimmsten von dem Virus betroffenen Zonen. (Wirtschaft, 30.10.2020 - 16:25) weiterlesen...

Litauen: Regierung rĂ€t von Familienbesuchen zu Allerheiligen ab. VILNIUS - In Litauen haben StaatsprĂ€sident Gitanas Nauseda und Gesundheitsminister Aurelijus Veryga die Bevölkerung dazu aufgerufen, von grĂ¶ĂŸeren Familientreffen am anstehenden Wochenende abzusehen. In dem katholisch geprĂ€gten Baltenstaat besuchen viele Menschen an den Feiertagen Allerheiligen (1. November) und Allerseelen (2. November) traditionell ihre FamiliengrĂ€ber und Angehörigen - auch wenn das mit Reisen quer durch das Land verbunden ist. Angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen sollten die Litauer nach Möglichkeit in diesem Jahr auf die Besuche verzichten, appellierten Nauseda und Veryga am Freitag in Vilnius an ihre Landsleute. Litauen: Regierung rĂ€t von Familienbesuchen zu Allerheiligen ab (Wirtschaft, 30.10.2020 - 16:24) weiterlesen...

Strengere Corona-Maßnahmen auf Island. Die maximale Teilnehmerzahl fĂŒr Versammlungen wird im gesamten Land von 20 auf 10 herabgesetzt. Bis zu 30 Menschen dĂŒrfen eine Beerdigung besuchen; in Apotheken und LebensmittelgeschĂ€ften sind nun maximal 50 Kunden erlaubt. Sportveranstaltungen und BĂŒhnenauftritte werden allesamt untersagt, SchwimmbĂ€der, Bars und Nachtclubs geschlossen. Restaurants mit Alkoholausschank mĂŒssen um 21.00 Uhr schließen. Das gaben MinisterprĂ€sidentin KatrĂ­n JakobsdĂłttir und ihre Regierung am Freitag auf einer Pressekonferenz bekannt. REYKJAVIK - Auf der Nordatlantik-Insel Island gelten ab Samstag wegen steigender Infektionszahlen strengere Corona-Maßnahmen. (Wirtschaft, 30.10.2020 - 16:21) weiterlesen...