MORPHOSYS, DE0006632003

(Satzzeichen in Überschrift ergänzt)

04.05.2022 - 23:09:27

WDH/ROUNDUP: Morphosys intensiviert Forschung - Verluste steigen

in den SDax abgestiegene Aktie hat allein seit Jahresbeginn fast 40 Prozent eingebüßt.

Der Firmenchef ist mit Blick auf die Erfolgschancen von Morphosys' Forschung jedoch unverändert optimistisch: "Wir bleiben zuversichtlich, das Potenzial unserer fortgeschrittenen Pipeline heben und unsere Wachstumsstrategie verwirklichen zu können", sagte Kress.

Im ersten Quartal stiegen die Investitionen in die Forschung und Entwicklung mit 65 Millionen auf fast das Doppelte des Vorjahreswertes. Der Umsatz schrumpfte gleichzeitig um zwölf Prozent auf 41,5 Millionen Euro. Morphosys begründete den Rückgang der Erlöse im Wesentlichen mit einer hohen Meilensteinzahlung von GlaxoSmithKline im Vorjahresquartal.

Die Prognosen für das Jahr bestätigte der Vorstand. Demnach soll Monjuvi in diesem Jahr 110 bis 135 Millionen Dollar Erlös bringen. Dafür wird das Unternehmen aber einen Zahn zulegen müssen, denn im ersten Quartal spülte das Medikament in den USA knapp 19 Millionen Dollar - umgerechnet 16,6 Millionen Euro - in die Kassen. Damit lag der Wert zwar um rund ein Fünftel über dem Vorjahr, fiel aber fast fünf Millionen Dollar niedriger aus als im Schlussquartal 2021.

Der US-Vermarktungspartner Incyte hatte die Monjuvi-Zahlen bereits am Vortag veröffentlicht, laut der US-Bank JPMorgan wurden damit die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten klar verfehlt. Morphosys selbst hatte bereits darauf hingewiesen, dass das Schlussquartal 2021 durch Sondereffekte wie Lageraufstockungen bei den Kunden und Monjuvi-Verkäufe für klinische Studien positiv beeinflusst gewesen sei, zudem habe sich zu Jahresbeginn bei der Vermarktung des Mittels die Omikron-Welle bemerkbar gemacht. Der Vorstand rechnet aber mit steigenden Verkaufszahlen in den folgenden Quartalen dieses Jahres.

Die auf einem Antikörper basierende Blutkrebstherapie Monjuvi ist bislang für die Behandlung des sogenannten rezidivierten oder refraktären diffusen großzelligen B-Zell-Lymphoms zugelassen. Morphosys hofft mit seinen aktuellen Studien auf grünes Licht für weitere Indikationen. Das Mittel Pelabresib wird aktuell im Kampf gegen Myelofibrose getestet, einem seltenen Knochenmarkkrebs.

@ dpa.de