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Zoom Video Communications, US98980L1017

SAN JOSE - Die Videokonferenz-Firma Zoom , die zu einem großen Gewinner der Corona-Krise geworden ist, sieht vorerst kein Ende der Nachfrage nach ihren Diensten.

31.08.2020 - 23:04:30

Videokonferenz-Firma Zoom in der Corona-Krise weiter stark. Nach dem explosiven Umsatzwachstum im vergangenen Quartal rechnet Zoom auch für den Rest des Jahres mit Geschäft auf ähnlichem Niveau.

Im zweiten Quartal schoss der Umsatz im Jahresvergleich von knapp 146 Millionen Dollar auf 663,5 Millionen Dollar in die Höhe - ein sagenhaftes Plus von 355 Prozent. Wie sich zudem zeigt, waren die anfänglichen Sorgen von Zoom, dass das rasante Wachstum unter anderem wegen höherer Infrastruktur-Kosten ein Loch in die Kassen brennen könnte, unbegründet. Der Quartalsgewinn sprang von 5,5 Millionen Dollar vor einem Jahr auf knapp 186 Millionen Dollar.

Für das laufende Quartal rechnet Zoom nun mit einem Umsatz zwischen 685 und 690 Millionen Dollar. Das würde bedeuten, dass die Zeit großer Neuzugänge zwar vorbei ist, Zoom sein dazugewonnenes Geschäft bisher aber halten kann. Für das gesamte Jahr prognostizierte die Firma einen Umsatz von knapp 2,4 Milliarden Dollar. Darin sei bereits eingerechnet, dass man einige Kunden verliere, die im ersten Quartal monatliche Abos gekauft hätten, hieß es.

Zoom kann in einer Basis-Version kostenlos genutzt werden - für Unternehmen oder bei Bedarf an zusätzlichen Funktionen gibt es Abo-Modelle. Die Basis für das finanzielle Wachstum bei Zoom bilden inzwischen 370 200 zahlende Kunden - 458 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Zoom war ursprünglich als Anwendung für Unternehmen gedacht. In der Corona-Krise stieg aber nicht nur der Einsatz im Homeoffice, sondern auch die Nutzung durch Privatleute sowie für Sportkurse, Gottesdienste oder Bildungsangebote. Im April gab es in der Spitze bis zu 300 Millionen Teilnahmen an Videokonferenzen täglich - im Vergleich zu 10 Millionen im Dezember.

Die Zoom-Aktie legte im nachbörslichen US-Handel am Montag zeitweise um mehr als neun Prozent zu.

@ dpa.de