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Uber, US90353T1007

SAN FRANCISCO - Die Start-up-Praxis, Mitarbeiter mit Aktien zu bezahlen, hat Uber im ersten Quartal an der Börse tief ins Minus gedrückt.

08.08.2019 - 23:12:37

Aktienvergütung drückt Uber ins Minus: 5,2 Milliarden Dollar Verlust. Der Fahrdienst-Vermittler meldete für das vergangene Vierteljahr einen Verlust von gut 5,2 Milliarden Dollar. Auf die mit dem Börsengang verbuchte Aktienvergütung entfielen 3,9 Milliarden Dollar davon, wie das Unternehmen aus San Francisco am Donnerstag mitteilte.

sie mit besser als erwartet ausgefallenen Zahlen überrascht hatte.

Im zweiten Quartal steigerte Lyft den Umsatz im Jahresvergleich um 72 Prozent auf 876 Millionen Dollar (774 Mio Euro). Ein kräftiger Kostenanstieg - ebenfalls zum Teil wegen der Vergütung mit Aktien im Zuge des Börsengangs im März - ließ den Quartalsverlust allerdings von 178,9 Millionen auf 644,2 Millionen Dollar ansteigen.

Zugleich sah Lyft aber eine deutliche Verbesserung des Geschäfts, unter anderem weil der Preiskampf mit Uber nachlasse. Deswegen rechnet Lyft nun mit einem Jahresumsatz von bis zu 3,5 Milliarden Dollar - 200 Millionen mehr als zuvor maximal anvisiert. Auch der Verlust soll geringer ausfallen als zuvor in Aussicht gestellt.

Bei Uber stieg die Zahl der Nutzer binnen drei Monaten von 93 auf 99 Millionen. Bei Lyft legte sie von 20,5 auf 21,8 Millionen zu. Lyft ist bisher nur in den USA und Kanada aktiv, während Uber frühzeitig auf eine weltweite Expansion setzte. Beide Unternehmen waren im Frühjahr an die Börse gegangen. Ihre Aktien notieren aber unter den Ausgabepreis, weil Anleger Zweifel haben, ob das bisher mit hohen Verlusten verbundene Geschäftsmodell der Fahrdienst-Vermittler am Ende aufgehen wird. Die Lyft-Aktie legte nach dem Quartalsbericht im regulären Handel am Donnerstag zeitweise um drei Prozent zu.

@ dpa.de