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LINDE plc, IE00BZ12WP82

SALZGITTER - Deutschlands zweitgrößter Stahlkonzern Salzgitter nutzt nun auch Ökostrom aus Windkraft, um so "grünen" Wasserstoff für eine CO2-arme Produktion zu gewinnen.

11.03.2021 - 13:30:26

Erster Windstrom für Wasserstoff zur CO2-armen Stahlproduktion. Zusammen mit Eon /Avacon, Linde und Siemens setzte Vorstandschef Heinz Jörg Fuhrmann am Donnerstag die sogenannte Sektorkopplung in Betrieb. Nach Angaben der Partner ist es das erste konkrete industrielle Vorhaben dieser Art im Land.

vollständig deckt. 50 Millionen Euro wurden investiert.

Das verwandte Projekt "Salcos", bei dem eine mit Wasserstoff und Erdgas betriebene Eisenerz-Direktreduktionsanlage entsteht, war Ende 2020 vorgestellt worden. Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) übergab einen Förderbescheid über fünf Millionen Euro. An den Kosten der Elektrolyse-Anlage beteiligt sich die staatliche Förderbank KfW.

Bis 2050 will sich Salzgitter komplett von konventioneller auf wasserstoffbasierte Stahlerzeugung umgestellt haben. Damit soll der CO2-Ausstoß in der Produktion um bis zu 95 Prozent gesenkt werden. Fuhrmann sagte: "Direktreduktion ist zumindest hier in Europa die ökologisch sinnvollste und effizienteste CO2-Vermeidungs-Route."

Der Konzern ist auch Teil eines Konsortiums, das in den kommenden Jahren eine Wasserstoff-Infrastruktur in Nordwestdeutschland aufbauen will. Eon-Chef Johannes Teyssen erklärte, so könnten Schwierigkeiten bei der Energiewende und Ablösung von Kohle- und Kernkraft abgefedert werden. "Rein elektrisch" funktioniere einiges noch nicht, meinte er

- "ohne grüne Gase werden wir nicht auskommen". Wasserstoff gilt als

guter Energie-Zwischenspeicher. Jedoch ist seine chemische Gewinnung aus Wasser energieintensiv - diese muss bei einer möglichst günstigen CO2-Bilanz daher mit einem möglichst hohen Ökostrom-Anteil ablaufen.

@ dpa.de