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SAARBRÜCKEN - Nach Beginn eines unbefristeten Streiks in den Werken des Autozulieferers Neue Halberg Guss (NHG) in Saarbrücken und Leipzig machen sich Gewerkschafter und Arbeitgeber wechselseitig für den Arbeitskampf verantwortlich.

14.06.2018 - 13:00:25

Streik bei Halberg Guss: Wechselseitige Schuldzuweisungen. "Das Angebot der Geschäftsleitung war in den essenziellen Teilen zu dürftig", sagte IG-Metall-Sprecher Patrick Selzer in Saarbrücken. Von einem "eklatanten Vertrauensbruch" sprach hingegen die Geschäftsleitung der NHG in einer Erklärung.

offensichtlich so schnell nicht anderswo herbekommen kann. Das nutzt Prevent, wie schon zuvor im Falle anderer Prevent-Töchter, für hohe Preisforderungen.

Durch die Forderungen der IG Metall sieht Prevent nun die strategisch wichtige Neue Halberg Guss in ihrer Gesamtheit gefährdet. Die Forderungen der Gewerkschaft bedeuteten Kosten von "mehr als 700 Millionen Euro", sagte die Unternehmensleitung. "Dies entspricht einem Vielfachen des Jahresumsatzes und würde unweigerlich das Ende der Geschäftstätigkeit des gesamten Unternehmens nach sich ziehen", hieß es in der aktuellen Erklärung. Die Arbeitgeber sprachen von einer "absurd hohen Forderung" der IG Metall. Diese habe "offenbar nur als Vorwand" gedient, "um Verhandlungen zu inszenieren, obwohl der Entschluss zu streiken längst feststand".

Bei den für gescheitert erklärten Verhandlungen über einen Sozialtarifvertrag hatte die Gewerkschaft vor allem die Übernahme entlassener Beschäftigter in einer Transfergesellschaft zur weiteren Qualifizierung sowie Abfindungen für alle Entlassenen gefordert. IG Metall-Sprecher Selzer signalisierte weiter Verhandlungsbereitschaft. "Wir werden alles daran setzen, dass wir Arbeitsplätze erhalten können."

@ dpa.de

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