Stellantis, NL00150001Q9

RÜSSELSHEIM / EISENACH - Im europäischen Autokonzern Stellantis geht die Demontage der deutschen Tochter Opel offenbar weiter.

13.10.2021 - 14:57:30

Betriebsrat: Opel droht Entwicklern mit Jobverlagerung nach Marokko. Laut einer Mitarbeiter-Info des Betriebsrats sei Beschäftigten des Entwicklungszentrums in Rüsselsheim in Personalgesprächen gedroht worden, ihre Aufgaben aus Kostengründen nach Marokko zu verlagern. Sie sollten sich nach einer neuen Tätigkeit umsehen. Zuvor hatten die Zeitungen der VRM-Gruppe und die "Wirtschaftswoche" berichtet. Das Unternehmen äußerte sich am Mittwoch zunächst nicht zu den Informationen.

Die Mitarbeitervertretung sieht sich in ihren Mitbestimmungsrechten verletzt, zumal auch im Einkauf umfassende und nicht abgestimmte Präsentationen über eine neue Organisationsstruktur vorgestellt worden seien. "Es verdichten sich die Hinweise, dass die nächste Stellantis-Reorganisation nicht nur bevorsteht, sondern teilweise in Bereichen schon rechtswidrig ohne vorherige Information, Beratung und Verhandlung mit der Arbeitnehmervertretung umgesetzt werden soll", heißt es in dem Info-Schreiben. Rechtliche Schritte seien eingeleitet.

In der vergangenen Woche waren Stellantis-Pläne bekannt geworden, die beiden Produktionswerke Rüsselsheim und Eisenach aus der Opel Automobile GmbH herauszulösen. Für den 29. Oktober hat die IG Metall Protestaktionen angekündigt. Die drohende Zerschlagung diene einzig und allein dem Ziel, die erfolgreiche Mitbestimmung in Deutschland zu schwächen, hatte Opel-Betriebsratschef Uwe Baum am vergangenen Freitag erklärt.

Die frühere General-Motors-Tochter Opel war 2017 von der Peugeot-Mutter PSA übernommen worden. Diese wiederum ist in diesem Jahr mit Fiat-Chrysler zum Stellantis-Konzern mit Sitz in Amsterdam fusioniert. Das Unternehmen ist der viertgrößte Autohersteller der Welt und wird vom früheren PSA-Chef Carlos Tavares geführt. Bei dem harten Sanierungskurs für Opel hat die IG Metall einen Kündigungsschutz bis Juli 2025 für die Beschäftigten vereinbart.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

WDH/Chipmangel belastet Autobranche weiter - Rückgang bei Neuzulassungen (Wiederholung aus technischen Gründen) (Boerse, 04.12.2021 - 12:11) weiterlesen...

Angebot an neuen Autos bleibt knapp. In der Folge steigen die Preise, branchenübliche Rabattaktionen werden weiter zurückgefahren, prognostiziert Ferdinand Dudenhöffer vom Duisburger Center Automotive Research (CAR). DUISBURG/FRANKFURT - Neue Autos bleiben nach Einschätzung eines Experten noch über längere Zeit Mangelware. (Boerse, 04.12.2021 - 11:20) weiterlesen...

Chipmangel belastet Autobranche weiter - Rückgang bei Neuzulassungen. Demnach kamen im vergangenen Monat 198 258 Pkw neu auf die Straßen und damit rund ein Drittel weniger als im November des Vorjahres. BERLIN - Die Lieferengpässe bei Halbleitern machen der Autoindustrie weiter zu schaffen: Im November sind erneut deutlich weniger Autos neu zugelassen worden als im Jahr davor, wie aus den aktuellen Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) in Flensburg hervorgeht. (Wirtschaft, 03.12.2021 - 14:05) weiterlesen...

Streit um Opel-Betriebsrenten beigelegt. Laut einer gemeinsamen Mitteilung an die Belegschaft verpflichtet sich der Opel-Mutterkonzern Stellantis , die künftigen Einlagen mit mindestens 3,25 Prozent zu verzinsen. Dieser Satz kann bei einer Erholung des verbundenen Euribor-Zinssatzes noch steigen. RÜSSELSHEIM - Beim Autobauer Opel haben Geschäftsführung und Betriebsrat ihren Streit um die Betriebsrenten für rund 15 000 Beschäftigte beigelegt. (Boerse, 02.12.2021 - 15:46) weiterlesen...

VDIK: Chipmangel lässt Automarkt einbrechen - Erholung 2022 erwartet. Gebremst vom Mangel an Chips und weiteren Teilen dürften nur noch 2,6 Millionen Pkw neu zugelassen werden, teilte der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) am Donnerstag in Bad Homburg mit. Das sei ein Rückgang von elf Prozent zum Corona-Krisenjahr 2020. Gemessen am starken Vorkrisenjahr 2019, als gut 3,6 Millionen Pkw neu zugelassen wurden, hat der Markt damit sogar rund eine Million Autos eingebüßt. BAD HOMBURG - Der deutsche Automarkt wird nach Einschätzung des Autoverbands VDIK in diesem Jahr kräftig einbrechen. (Wirtschaft, 02.12.2021 - 12:15) weiterlesen...

Diesel-Ermittlungen auch gegen PSA-Mitarbeiter. Eine entsprechende Information der "Wirtschaftswoche" bestätigte am Mittwoch eine Sprecherin der Anklagebehörde, ohne nähere Einzelheiten mitzuteilen. Dem Bericht zufolge geht es um Motoren, die in SUV-Fahrzeuge der Marken Mitsubishi, Peugeot und Citroen eingebaut wurden. Die Steuerungsgeräte sollen vom Zulieferer Continental stammen, bei dem zwei vormalige Mitarbeiter unter dem Verdacht der Beihilfe zum Betrug stehen. Ein Sprecher des Stellantis -Konzerns, zu dem PSA seit Jahresbeginn gehört, lehnte eine Stellungnahme ab. FRANKFURT - Im Verfahren um möglicherweise manipulierte Dieselmotoren ermittelt die Frankfurter Staatsanwaltschaft nun auch gegen unbekannte Mitarbeiter des früheren PSA-Konzerns. (Boerse, 01.12.2021 - 14:21) weiterlesen...