PSA, FR0000121501

RÜSSELSHEIM - Beim Autohersteller Opel spitzt sich der Streit um Lohnkürzungen für die rund 19 000 Beschäftigten in den deutschen Werken zu.

13.04.2018 - 13:00:25

IG Metall nicht zu Lohnzugeständnissen bei PSA-Tochter Opel bereit. Vor der für diesen Freitag angesetzten Verhandlungsrunde mit dem Management zeigten sich Betriebsrat und IG Metall nicht bereit, die im April anstehende Tariferhöhung um 4,3 Prozent zu stunden. Dies hatte Opel-Chef Michael Lohscheller am Vortag erneut gefordert und mit der ungenügenden Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Standorte begründet.

Opel war im August vom französischen PSA-Konzern übernommen worden und steckt in einer harten Sanierung, die Ankündigungen zufolge ohne betriebsbedingte Kündigungen und Werkschließungen auskommen soll. Bereits 2020 soll das Unternehmen operativ wieder Geld verdienen.

IG Metall und Betriebsrat verlangten in einem Rundschreiben an die Belegschaft erneut einen "langfristig angelegten Opel-Zukunftsplan mit einem entsprechenden Kündigungsschutz sowie zukunftsträchtigen Produkt- und Projektbelegungen" für die einzelnen Werke. Auf dieser Grundlage könne man über neue Tarifverträge für die Zeit nach 2020 verhandeln. Das Management sei in der Bringschuld und habe nach monatelangen Verhandlungen "bis heute" keine zufriedenstellenden Vorschläge auf den Tisch gelegt. Am Beispiel Eisenach habe man zudem gezeigt, dass die von PSA formulierten Kostenziele auch ohne weitere Lohnzugeständnisse sogar übertroffen werden könnten.

Die PSA-Tochter hatte in den vergangenen Wochen mehrfach Investitionsentscheidungen für Opel-Werke außerhalb Deutschlands bekanntgegeben, die mit Zugeständnissen der nationalen Gewerkschaften verbunden waren. Für die deutschen Standorte Rüsselsheim, Eisenach und Kaiserslautern steht eine grundsätzliche Vereinbarung mit den Arbeitnehmern noch aus.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Scheuer: Fehler im Dieselskandal 'schnellstens abstellen'. "Wir haben eine schweren Imageschaden durch die Fehler, die hier passiert sind", sagte Scheuer am Freitag bei der Verkehrsministerkonferenz in Nürnberg. "Ich bin sehr, sehr unzufrieden darüber. Jetzt muss ordentlich gearbeitet werden. Ich werde mir wöchentlich Ergebnisse vorlegen lassen, was jetzt erfolgt ist von den Zusagen und Versprechen." Die begangenen Fehler müssten "schnellstens abgestellt werden". NÜRNBERG - Im Dieselskandal erhöht Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) den Druck auf die Hersteller bei freiwilligen Software-Updates für Millionen Autos. (Boerse, 20.04.2018 - 14:13) weiterlesen...

Bundesregierung: Opel-Mutter PSA muss Arbeitsplatzzusagen einhalten. Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) seien in dieser Angelegenheit mit der Konzernführung im Kontakt, sagte eine Sprecherin des Arbeitsministeriums am Freitag in Berlin. BERLIN - Die Bundesregierung hat den französischen Opel-Mutterkonzern PSA aufgefordert, bei der geplanten Umstrukturierung die Arbeitsplatzzusagen einzuhalten. (Boerse, 20.04.2018 - 14:07) weiterlesen...

Betriebsrat: Bei Opel gehen über 4000 Mitarbeiter. Nach Berechnungen des Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Wolfgang Schäfer-Klug werden mehr als 4000 Beschäftigte das Unternehmen bis zum Jahr 2020 verlassen. RÜSSELSHEIM - Der Autobauer Opel kommt beim geplanten Personalabbau schneller voran, als es den Arbeitnehmervertretern lieb ist. (Boerse, 20.04.2018 - 14:04) weiterlesen...

Betriebsrat: Opel laufen die Leute weg. "Opel laufen wirklich die Leute weg", erklärte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Wolfgang Schäfer-Klug am Freitag in Frankfurt. Nach seinen Angaben haben bereits mehr als 2500 Beschäftigte die Abfindungen zum Vorruhestand angenommen. Dazu kämen noch mindestens 500 Mitarbeiter in Altersteilzeit und eine unbekannte Zahl von Beschäftigten, die weitere Abfindungsangebote annähmen. FRANKFURT - Beim Sanierungsfall Opel verlassen Tausende Beschäftigte das Unternehmen. (Boerse, 20.04.2018 - 12:08) weiterlesen...

Keine Mehrheit im Bundestag für Pflicht zur Diesel-Nachrüstung. Selbst die SPD, die wiederholt auf technische Nachrüstungen gepocht hatte, signalisierte am Donnerstagabend Widerstand gegen einen entsprechenden Antrag der Linksfraktion. Eine solche Nachrüstpflicht sei "rechtlich nicht durchsetzbar", erklärte der SPD-Abgeordnete Arno Klare. BERLIN - Die Linke will die Autoindustrie zu Hardware-Nachrüstungen bei Dieselfahrzeugen verpflichten, aber im Bundestag zeichnet sich für diese Forderung keine Mehrheit ab. (Boerse, 19.04.2018 - 22:45) weiterlesen...

Opel-Betriebsrat fordert Zukunftskonzept - Streit gewinnt an Schärfe. Betriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug warf der Geschäftsleitung am Donnerstag "Desinformation" vor. Die Vorschläge der Geschäftsleitung zur Erfüllung der Tarifverträge wies er im Anschluss an eine Betriebsversammlung im Stammwerk Rüsselsheim zurück. Die IG Metall und der Betriebsrat werfen der eigenen Geschäftsführung und PSA offenen Tarifbruch vor. RÜSSELSHEIM/BERLIN - Der Ton im Streit um den richtigen Weg der Opel-Sanierung verschärft sich. (Boerse, 19.04.2018 - 17:52) weiterlesen...