PSA, FR0000121501

RÜSSELSHEIM - An den deutschen Standorten des Autoherstellers Opel sind die Sanierungsverhandlungen zwischen Management und Arbeitnehmern ins Stocken geraten.

13.04.2018 - 17:27:24

Kahlschlag bei Opel? - IG Metall macht keine Lohnzugeständnisse. IG Metall und Gesamtbetriebsrat warfen dem neuen Mutterkonzern PSA am Freitag vor, mit seinen bislang vorliegenden Projekt- und Produktzusagen einen weitreichenden Personalabbau in den deutschen Werken zu planen. Die Planungen seien "nach wie vor unzureichend", hieß es in einem Flugblatt an die Mitarbeiter.

Erneut lehnten die Arbeitnehmervertreter auch den von Opel-Chef Michael Lohscheller geforderten Verzicht auf eine im April anstehende Tariferhöhung um 4,3 Prozent ab. Für die in Tarifverträgen festgehaltenen Produktionszusagen habe die Belegschaft bereits in der Vergangenheit ausreichende Zugeständnisse gemacht, argumentiert der Betriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug seit Wochen.

Opel war im August 2017 vom französischen PSA-Konzern übernommen worden und steckt in einer harten Sanierung, die Ankündigungen zufolge ohne betriebsbedingte Kündigungen und Werkschließungen auskommen soll. An den deutschen Standorten mit knapp 19 000 Beschäftigten wird derzeit massiv kurzgearbeitet. Bereits 2020 soll das Unternehmen operativ wieder Geld verdienen, hat PSA-Chef Carlos Tavares angekündigt.

Zugeständnisse der Belegschaft scheinen erst ab 2020 denkbar, wenn damit verbunden ein langfristig angelegter Opel-Zukunftsplan verabredet werden könnte. Die IG Metall verlangt einen entsprechenden Kündigungsschutz sowie zukunftsträchtige Produkt- und Projektbelegungen für die einzelnen Werke.

Am Beispiel Eisenach habe man zudem gezeigt, dass die von PSA formulierten Kostenziele auch ohne weitere Lohnzugeständnisse sogar übertroffen werden könnten, erklärte die IG Metall ihren Mitgliedern. Man sei daher zuversichtlich, dass die für Eisenach anstehenden Investitionsentscheidungen unmittelbar getroffen würden. In dem Thüringer Werk soll künftig ein Geländewagen montiert werden.

Die PSA-Tochter hatte in den vergangenen Wochen mehrfach Investitionsentscheidungen für Opel-Werke außerhalb Deutschlands bekanntgegeben, die mit Zugeständnissen der nationalen Gewerkschaften in Spanien, Polen und Großbritannien verbunden waren. Für die deutschen Standorte Rüsselsheim, Eisenach und Kaiserslautern steht eine grundsätzliche Vereinbarung mit den Arbeitnehmern noch aus.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Opel beteuert Investitionsbereitschaft für deutsche Werke. Das Beispiel Eisenach zeige, dass die Pläne bereits auf dem Tisch lägen, erklärte der Manager am Montag in einer internen Botschaft an die mehr als 18 000 Mitarbeiter in den Werken Eisenach, Rüsselsheim und Kaiserslautern. Die Pläne könnten aber noch nicht umgesetzt werden, weil das notwendige Niveau der Wettbewerbsfähigkeit noch nicht erreicht sei. RÜSSELSHEIM - Der Autobauer Opel ist nach Angaben seines Vorstandschefs Michael Lohscheller unverändert zu Investitionen in seine Werke in Deutschland bereit. (Boerse, 23.04.2018 - 15:43) weiterlesen...

Ramelow: Thüringen zur Unterstützung von Opel bereit. Dabei gehe es unter anderem um eine mögliche Nutzung von Grundstücken, die Opel im Zuge der Sanierung nicht mehr benötigte oder um Energiekostenoptimierung, sagte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. "Das funktioniert aber nur, wenn der französische Mutterkonzern PSA den Tarifvertrag umsetzt und durch Investitionen für eine volle Auslastung des Eisenacher Werks sorgt", so Ramelow. EISENACH/RÜSSELSHEIM - Im Kampf um das Opel-Werk in Eisenach ist Thüringen zu Zugeständnissen an den Autobauer bereit. (Boerse, 23.04.2018 - 14:49) weiterlesen...

Opel-Chef beteuert Investitionsbereitschaft für deutsche Werke. Das Beispiel Eisenach zeige, dass die Pläne bereits auf dem Tisch lägen, erklärte der Manager am Montag in einer Botschaft an die mehr als 18 000 Mitarbeiter in den deutschen Werken. Die Pläne könnten aber noch nicht umgesetzt werden, weil das notwendige Niveau der Wettbewerbsfähigkeit noch nicht erreicht sei. RÜSSELSHEIM - Im Streit um die Opel-Sanierung hat Vorstandschef Michael Lohscheller die Investitionsbereitschaft des Unternehmens für die deutschen Werke beteuert. (Boerse, 23.04.2018 - 13:32) weiterlesen...

PSA: Tarifverträge werden eingehalten. Der Autobauer halte derzeit mit Unterstützung von PSA alle bestehenden Tarifverträge in der Produktion ein, teilte der Konzern am Freitag mit. PARIS - Im Streit um die Sanierung von Opel ist der französische Mutterkonzern PSA Kritik der IG Metall entgegengetreten. (Boerse, 20.04.2018 - 18:11) weiterlesen...

Deutsche Werke sollen Opel-Sanierung alleine tragen. Tausende Arbeitsplätze stehen in Rüsselsheim, Eisenach und Kaiserslautern auf der Kippe, weil ein halbes Jahr nach Vorstellung des Sanierungsplans "Pace" immer noch unklar geblieben ist, wo und mit wie vielen Leuten Opel künftig welche Autos bauen will. FRANKFURT/RÜSSELSHEIM - Der frühere IG-Metall-Chef Berthold Huber ist erbost über den französischen PSA -Konzern: "Das ist eine Erpressung, die hier läuft", sagt der Gewerkschafter, der bei den bislang ergebnislosen Sanierungsverhandlungen für die deutschen Opel-Werke auf der Arbeitnehmerseite die Fäden führt. (Boerse, 20.04.2018 - 16:05) weiterlesen...

Scheuer: Fehler im Dieselskandal 'schnellstens abstellen'. "Wir haben eine schweren Imageschaden durch die Fehler, die hier passiert sind", sagte Scheuer am Freitag bei der Verkehrsministerkonferenz in Nürnberg. "Ich bin sehr, sehr unzufrieden darüber. Jetzt muss ordentlich gearbeitet werden. Ich werde mir wöchentlich Ergebnisse vorlegen lassen, was jetzt erfolgt ist von den Zusagen und Versprechen." Die begangenen Fehler müssten "schnellstens abgestellt werden". NÜRNBERG - Im Dieselskandal erhöht Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) den Druck auf die Hersteller bei freiwilligen Software-Updates für Millionen Autos. (Boerse, 20.04.2018 - 15:37) weiterlesen...