Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Ernährung, Produktion

ROM - Der Hunger in der Welt hat einem UN-Bericht zufolge im Jahr der Corona-Pandemie 2020 deutlich zugenommen.

12.07.2021 - 17:45:29

Hunger in Corona-Krise deutlich gestiegen. Zwischen 720 und 811 Millionen Menschen - knapp ein Zehntel der Weltbevölkerung - waren Schätzungen zufolge im vergangenen Jahr unterernährt, wie aus dem Report zur Lage der weltweiten Nahrungsmittelsicherheit hervorgeht. Dies seien 70 bis 161 Millionen mehr als 2019, rechneten Fachleute der Welternährungsorganisation FAO in dem am Montag in Rom veröffentlichten Bericht vor.

Es handelte sich um einen Anstieg um etwa 1,5 Prozentpunkte binnen eines Jahres. Dieser fiel im Vergleich zu den Vorjahreswerten, die zwischen 0,1 und 0,2 Prozentpunkten lagen, deutlich höher aus. Die Zunahme führten die Experten zum Großteil auf die Folgen der Corona-Krise zurück, deren Auswirkungen weiter untersucht werden müssten, wie sie hervorhoben.

Den Angaben nach löste die Pandemie in vielen Teilen der Welt "brutale Rezessionen" aus und erschwerte den Zugang zu Nahrungsmitteln - vor allem Länder, in denen es Konflikte und Klimaextreme gibt, waren betroffen. Mehr als die Hälfte aller unterernährten Menschen lebt demnach in Asien (418 Millionen), mehr als ein Drittel in Afrika (282 Millionen). In Lateinamerika und der Karibik leiden den Angaben zufolge rund 60 Millionen Menschen an Hunger. Den schärfsten Anstieg bei der Zahl hungriger Menschen gab es 2020 in Afrika. Es seien rund 46 Millionen mehr als 2019.

"Leider legt die Pandemie weiterhin Schwächen in unseren Ernährungssystemen offen, die das Leben und die Existenzgrundlage von Menschen auf der ganzen Welt bedrohen", hieß es in dem Bericht, in dem die Experten die Lage der Nahrungsmittelsicherheit in der Welt im vergangenen Jahr als "düster" bezeichneten. So habe 2020 zeitweise knapp einer von drei Menschen weltweit keinen sicheren Zugang zu ausreichenden Nahrungsmitteln gehabt. Darunter seien Millionen Kinder, die nicht genug zu essen bekommen, um gesund aufzuwachsen. Die meisten mangelernährten Kinder leben demnach in Asien und Afrika.

Das Ziel der Staatengemeinschaft, den Hunger bis zum Jahr 2030 zu stoppen, kann den aktuellen Prognosen zufolge nur unter "enormen Anstrengungen" erreicht werden. Dazu müssten insbesondere drastische Maßnahmen getroffen werden, durch die Ungleichheiten beim Zugang zu Nahrungsmitteln beseitigt werden. Als Beispiele nannten die Experten etwa humanitäre Hilfe in Konfliktgebiete oder Unterstützungsprogramme in Form von Sach- oder Geldleistungen, um Nahrungsmittel-Preisschwankungen abzumildern. Auch ein breiterer Zugang zu Klimarisikoversicherungen für Kleinbauern wurde genannt.

Wenn sich allerdings nichts ändert, könnten 2030 laut Prognosen der UN-Experten - unter anderem bedingt durch die Langzeitfolgen der Pandemie - noch immer rund 660 Millionen Menschen von Hunger betroffen sein. Dies wären nach aktueller Schätzung etwa 30 Millionen Menschen mehr als in einem Szenario, in dem es die Corona-Krise nicht gegeben hätte. "Wir bewegen uns in die falsche Richtung", warnen die Autoren des Berichts, für den neben der FAO das Kinderhilfswerk Unicef, die Weltgesundheitsorganisation WHO, der Hilfsfonds Ifad und das Welternährungsprogramm WFP Daten zusammengetragen haben.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Gremium zur Kapitol-Attacke nimmt Arbeit auf - erste Anhörung geplant. WASHINGTON - Der Untersuchungsausschuss zur Aufarbeitung der Attacke auf das US-Kapitol am 6. Januar nimmt am Dienstag (15.30 Uhr MESZ) seine Arbeit auf. Bei der ersten Anhörung sollen nun unter anderem Mitglieder der Polizei, des Kapitols und Beamte der Polizei der Hauptstadt Washington angehört werden. Um das Gremium im Repräsentantenhaus hatte es zuvor heftigen Streit zwischen Demokraten und Republikanern gegeben. Gremium zur Kapitol-Attacke nimmt Arbeit auf - erste Anhörung geplant (Wirtschaft, 27.07.2021 - 05:48) weiterlesen...

Bahn stellt Pläne für neues Bahnwerk in Cottbus vor. Das Werk ist das erste große Vorhaben, das auf Basis des Strukturstärkungsgesetzes des Bundes finanziert wird. DB-Vorstandschef Richard Lutz und Ronald Pofalla, DB-Vorstand Infrastruktur, präsentieren die nächsten Schritte des Bauprojekts. Auch Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sind bei dem Termin vor Ort. COTTBUS - An diesem Dienstag stellt die Deutsche Bahn ihre Pläne für ein neues ICE-Instandhaltungswerk in Cottbus vor. (Boerse, 27.07.2021 - 05:48) weiterlesen...

Lauterbach warnt vor Unterricht ohne Einschränkungen. "Ich habe schon aus den Ländern von der Idee gehört, nach dem Sommer den Unterricht ohne jede Einschränkung auch bei hohen Inzidenzen wieder durchzuführen. Wir hätten bis Ende des Schuljahres eine komplette Durchseuchung aller Schüler", sagte er der "Rheinischen Post" (Dienstag). Fahre man die Schutzmaßnahmen in Schulen zu früh herunter, würden sich sehr viele Kinder mit Covid-19 infizieren. Es sei unklar, wie viele von ihnen nach einer Erkrankung mit Long-Covid-Spätfolgen oder gar einem schwächeren Immunsystem zu kämpfen hätten. Alternativ könnten Schulen an Wechselunterricht, Masken, Test und Quarantäne für erkrankte Schüler festhalten. "Auch die Impfung von über zwölfjährigen Jugendlichen kann aus meiner Sicht sehr dabei helfen, die Pandemie zu überwinden", sagte Lauterbach. BERLIN - Der SPD-Politiker Karl Lauterbach hat vor einem Schulstart nach den Sommerferien ohne jegliche Corona-Beschränkungen gewarnt. (Wirtschaft, 27.07.2021 - 05:43) weiterlesen...

Deutlich mehr neue Windräder an Land in Deutschland. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden 240 neue Windenergieanlagen mit einer Leistung von zusammen 971 Megawatt installiert - im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist dies eine Steigerung von 62 Prozent. Das geht aus Zahlen der Branchenverbände Bundesverband Windenergie sowie VDMA Power Systems hervor, die dem ARD-Hauptstadtstudio sowie der Deutschen Presse-Agentur vorlagen. Die Verbände informieren am Dienstagvormittag über den Ausbau. BERLIN - In Deutschland sind im ersten Halbjahr 2021 deutlich mehr neue Windräder an Land hinzugekommen - das Niveau reicht aber aus Sicht der Branche nicht aus, um Klimaziele erreichen zu können. (Boerse, 27.07.2021 - 05:42) weiterlesen...

Scholz: SPD garantiert stabiles Rentenniveau. "Die SPD garantiert ein stabiles Rentenniveau", sagte der Vizekanzler der Deutschen Presse-Agentur. CDU und CSU dagegen sprächen in ihrem Wahlprogramm genau davon nicht. "Das sollte sich jede Rentnerin und jeder Rentner, aber auch jeder junge Mann und jede junge Frau genau anschauen", riet Scholz. Wenn die Union ein stabiles Rentenniveau bewusst nicht garantiere, "kann man sich ausrechnen, was passierte mit einer CDU-geführten Regierung: Dann wird das Rentenniveau sinken", warnte Scholz. BERLIN - SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat für den Fall eines Wahlsiegs stabile Renten versprochen. (Boerse, 27.07.2021 - 05:35) weiterlesen...

Kaseya: Kein Lösegeld an Hacker für Generalschlüssel bezahlt. Weder direkt, noch über andere sei Geld an die Angreifer gegangen, betonte Kaseya in der Nacht zum Dienstag. BERLIN - Der jüngst von einem Hackerangriff betroffene IT-Dienstleister Kaseya hat Spekulationen zurückgewiesen, er könnte Lösegeld für den Generalschlüssel zur Freischaltung der betroffenen Computer seiner Kunden gezahlt haben. (Boerse, 27.07.2021 - 05:34) weiterlesen...