Regierungen, Medizintechnik

ROM - Außenministerin Annalena Baerbock hat den Einsatz Italiens gegen die Corona-Pandemie gewürdigt.

10.01.2022 - 16:22:25

Baerbock würdigt Einsatz Italiens gegen Corona-Pandemie. Beim Besuch eines Impfzentrums in Rom sagte die Grünen-Politikerin am Montag, die Einrichtung mache deutlich, wie wichtig es sei, auch vor Ort in die Quartiere zu gehen und niedrigschwellige Anlaufstellen zu haben. Terminvereinbarung, das Impfen, das Impf-Zertifikat und danach die Folgetermine funktionierten digital via Handy. Ihr sei es wichtig gewesen, "hierher zu kommen, um zu lernen, wie Italien eine so hohe Impfquote geschafft hat".

In Italien waren Stand Montagmorgen nach Angaben des Gesundheitsministeriums rund 89,4 Prozent der Menschen über zwölf Jahren mindestens einmal gegen Covid-19 immunisiert. In dem von Baerbock besuchten Impfzentrum behandelt seit Januar 2021 ein rotierendes Team aus einem halben Dutzend Ärzten und Pflegern sieben Tage in der Woche im Schnitt rund 250 Patienten am Tag.

Freiwillige sowie Menschen aus der Verwaltung und Gesundheitseinrichtungen sorgten weit über ihre normalen Arbeitszeiten hinaus dafür, "dass wir uns gegenseitig schützen, dass Menschen geschützt sind und sicherstellen, dass wir diese Pandemie gemeinsam in den Griff bekommen", lobte Baerbock. Dies seien die Orte, an denen Menschen direkt mit staatlichen Institutionen in Kontakt kommen. Deswegen seien Investitionen in Gesundheitseinrichtungen "auch eine Investition in das Vertrauen in staatliche Institutionen und damit in Investitionen in unser gemeinsames europäisches Haus".

In Italien gilt seit dem 8. Januar eine Impfpflicht für Menschen älter als 50 Jahre. Die Regierung will damit den Druck von den Kliniken nehmen. Menschen über 50 Jahre haben noch bis Anfang Februar Zeit, sich erstmalig impfen zu lassen oder ihre jeweiligen Folgeimpfungen zu machen. Ab dann droht ansonsten eine Geldstrafe.

@ dpa.de

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