Transport, Verkehr

RIAD / BRUCHSAL - Der baden-württembergische Flugtaxi-Hersteller Volocopter soll für die neue Stadt Neom in Saudi-Arabien Fluggeräte liefern.

01.12.2021 - 14:46:27

Volocopter soll Passagier- und Lastdrohnen für Saudi-Arabien liefern. Neom habe zehn Passagier- und fünf Schwerlastdrohnen bestellt, die in der Stadt am Roten Meer in den nächsten zwei bis drei Jahren Menschen und Güter befördern sollen. Das teilten beide Seiten am Mittwoch mit. Ein Gemeinschaftsunternehmen solle in Neom "das erste maßgeschneiderte System für öffentliche vertikale Mobilität" entstehen lassen, also für den Verkehr durch die Luft.

Saudi-Arabien hatte 2017 den Bau der Megastadt Neom angekündigt, die mit 26 500 Quadratkilometern Fläche größer werden soll als Mecklenburg-Vorpommern. Die Stadt entsteht im äußersten Nordwesten des Landes an den Grenzen zu Ägypten und Israel. Die erste Bauphase soll 2025 abgeschlossen sein. Bei Fragen zu Mobilität aber etwa auch bei der Versorgung mit Energie, Wasser und Lebensmitteln will Neom auf modernste und nachhaltige Technologien setzen.

Ziel sei, in Neom mit Hilfe von Volocopter neben der Logistik etwa auch Notfalleinsätze und Tourismus mit vertikalen Starts und Landungen möglich zu machen. Dort solle ein "Reallabor für Mobilität der Zukunft" entstehen, sagte Neom-Geschäftsführer Nadhmi al-Nasr. Es sei die einmalige Chance, ein System für urbanen Lufttransport ohne "Einschränkungen herkömmlicher Infrastruktur oder Regulierung" zu schaffen, sagte Volocopter-Vertriebsleiter Christian Bauer.

Volocopter gilt als einer der führenden Hersteller in dem Bereich. Die Bruchsaler Entwickler hatten im Oktober in Hamburg erstmals eine selbst entwickelte Schwerlastdrohne öffentlich fliegen lassen. Volocopter will solche Drohnen gemeinsam mit dem Logistikriesen DB Schenker als Teil der Logistikkette etablieren.

Innerhalb der Megacity Neom ist auch eine komplett autofreie Stadt namens "The Line" geplant. In dem Ort, der sich über eine Länge von 170 Kilometern erstrecken soll, sind nach Ankündigung der Entwickler keine Autos, Straßen und kein CO2-Ausstoß vorgesehen. Orte des täglichen Lebens - etwa Schulen, Gesundheitszentren, Freizeit-Anlagen und Grünflächen - sollen in höchsten fünf Minuten zu Fuß erreichbar sein. Für längere Strecken soll ein komplett automatisiertes Verkehrsnetz entstehen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Bahn will 2022 mindestens 21 000 Mitarbeiter einstellen. Ein Unternehmenssprecher bestätigte am Sonntag einen entsprechenden "Bild"-Bericht. So sucht der Staatskonzern bei den Ausbildungsberufen demnach rund 770 Fahrdienstleiter und jeweils etwa 740 Elektroniker und Lokführer. Unter den 21 000 neuen Mitarbeitern seien insgesamt 5200 Azubis. "Wir spüren, dass der Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt weiter anzieht und werden auch deshalb noch mehr ausbilden und qualifizieren", sagte Bahn-Vorstand Martin Seiler dem Blatt. BERLIN - Die Deutsche Bahn will in diesem Jahr mindestens 21 000 Mitarbeiter einstellen. (Boerse, 16.01.2022 - 14:30) weiterlesen...

5G-Einführung in USA erfordert Sicherheitsvorkehrungen für Boeing 787. Bei nasser oder verschneiter Landebahn an Flughäfen mit 5G-Service müssten zusätzliche Vorkehrungen getroffen werden, da die Maschinen einen längeren Bremsweg benötigen könnten, teilte die FAA am Freitag mit. WASHINGTON - Die US-Luftfahrtaufsicht FAA hat wegen Sicherheitsbedenken aufgrund der Einführung des neuen Mobilfunkstandards 5G spezielle Maßnahmen für Landungen des Boeing -Langstreckenjets 787 "Dreamliner" angeordnet. (Boerse, 16.01.2022 - 14:26) weiterlesen...

Bahn fährt wieder direkt von Berlin nach Sylt. BERLIN - Wenige Wochen nach der Streichung nimmt die Bahn eine Direktverbindung Berlin-Sylt wieder ins Programm. Der Intercity fährt vom 31. Januar bis 6. April aus der Hauptstadt über Hamburg nach Westerland, wie die Bahn am Freitag ankündigte. In der Gegenrichtung fahre ein zusätzlicher ICE von Hamburg nach Berlin. Die Züge fahren jeweils montags bis donnerstags, zunächst bis Anfang April. Die Bahn hatte die Sylt-Direktverbindung im Dezember aus dem Programm genommen. Hintergrund des neuen Angebots ist laut Bahn, dass der Konkurrent Flixtrain die Trassen vorübergehend nicht nutze. Bahn fährt wieder direkt von Berlin nach Sylt (Boerse, 14.01.2022 - 16:10) weiterlesen...

Insolvenzverwalter der MV Werften sucht Abnehmer für Schiffsneubau. "Wir haben in guter, konstruktiver Atmosphäre ein erstes Gespräch geführt und werden nach Lösungen für die Finanzierung suchen", teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Christoph Morgen am Freitag mit, ohne nähere Einzelheiten zu nennen. Weitere Gespräche seien geplant. WISMAR - Im Ringen um eine Zukunft für die insolvente MV Werften bleibt der bisherige Eigner Genting Hongkong trotz seiner Finanzprobleme wichtiger Verhandlungspartner. (Boerse, 14.01.2022 - 12:54) weiterlesen...

WDH: Reederei Maersk erwartet 2021 noch mehr Gewinn (Im 1. (Boerse, 14.01.2022 - 12:23) weiterlesen...

KORREKTUR/ROUNDUP 2: Chinas Exporte steigen 2021 auf neuen Rekordwert (Im letzten Satz des 1. (Wirtschaft, 14.01.2022 - 12:05) weiterlesen...