Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Regierungen, Finanzdienstleister

Renten sollen erneut um mehr als drei Prozent steigen

11.11.2019 - 14:37:24

Renten sollen erneut um mehr als drei Prozent steigen. BERLIN - Die rund 21 Millionen Rentner können sich auch im kommenden Jahr auf deutlich steigende Bezüge freuen. Zum 1. Juli 2020 dürften die Renten in Westdeutschland um 3,15 Prozent und in Ostdeutschland um 3,92 Prozent steigen. Das geht aus einem Entwurf für den Rentenversicherungsbericht 2019 hervor, der der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Dienstag) berichtete zuerst darüber.

Eine monatliche Rente von 1000 Euro, die nur auf West-Beiträgen beruht, dürfte sich dadurch um 31,50 Euro erhöhen, eine gleich hohe Rente mit Ost-Beiträgen um 39,20 Euro. Es handelt sich bei den Angaben um Schätzungen zum jetzigen Zeitpunkt. Die exakten nötigen Werte für die Berechnung der Rentenerhöhung liegen erst im Frühjahr 2020 vor. Dass die Annahmen zur Rentensteigerung am Tag nach der Einigung der Koalition zur Grundrente bekannt wurden, ist Zufall. Die Vorausberechnungen werden jedes Jahr um diese Zeit fertiggestellt.

Demnach dürfte sich die Erhöhung aber auf dem Niveau diesen Jahres bewegen. Im Juli hatten die Renten im Westen um 3,18 Prozent, im Osten um 3,91 Prozent zugelegt. Die Rentenerhöhung folgt vor allem der Lohnentwicklung, die ihre Basis in der konjunkturellen Lage hat. Auch die Beitragsentwicklung und das Verhältnis von Beitragszahlern und Rentnern spielen eine Rolle.

Die Beitragseinnahmen der Rentenversicherung sind bis September gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum laut dem Rentenversicherungsbericht um rund 5,1 Prozent gestiegen. 2018 hatte die Rentenversicherung Einnahmen von fast 312,3 Milliarden Euro, deutlich mehr als die 299,5 Milliarden des Vorjahrs. Die Ausgaben stiegen um 8,9 Milliarden auf 307,9 Milliarden Euro.

Insgesamt sollen die Renten laut dem Bericht ab dem kommenden Jahr bis 2033 um insgesamt rund 36,4 Prozent steigen. "Dies entspricht einer durchschnittlichen Steigerungsrate von rund 2,2 Prozent pro Jahr."

Das Sicherungsniveau, das das Verhältnis von Renten zu Löhnen zeigt, beträgt derzeit 48,2 Prozent. Gesetzlich ist ein Absinken des Rentenniveaus unter 48 Prozent bis 2025 ausgeschlossen. Längerfristig sinkt das Rentenniveau laut dem Bericht aber voraussichtlich über 45,7 Prozent im Jahr 2030 bis auf 44,5 Prozent 2033.

Zentral für die Altersversorgung werde zwar die gesetzliche Rente bleiben. Doch reiche sie künftig alleine nicht aus, um den Lebensstandard des Erwerbslebens im Alter fortzuführen. Dazu sei zusätzliche Vorsorge nötig.

Mit dem Übertritt der geburtenstarken Jahrgänge in die Rente kommen in den nächsten Jahren weniger Beitragszahler auf zahlreichere Rentner. Der Beitragssatz von 18,6 Prozent dürfte bis 2024 stabil bleiben. Bis 2025 darf er laut Gesetz auch nicht über 20 Prozent steigen. Der Beitragssatz soll im Jahr 2025 auf 19,8 Prozent steigen

- im Jahr 2030 dann aber auf 21,3 Prozent. 2033 soll er bei

voraussichtlich 21,9 Prozent liegen.

Nach der im Grundsatz von der Koalition am Sonntag beschlossenen Grundrente sind weitere Rentenreformen der Regierung angekündigt. So soll eine Rentenkommission im kommenden Jahr ihre Überlegungen drüber vorlegen, was für die Rente längerfristig getan werden kann. Absehbar sind Debatten, ob neue Steuermilliarden ins System gepumpt werden sollen, das Sicherungsniveau der Rente sinkt oder die Menschen etwa tendenziell länger arbeiten müssen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

UN-Klimakonferenz in Madrid geht in die Verlängerung. Zuletzt waren noch zentrale Streitpunkte der Verhandlungen der 196 Staaten und der EU ungelöst. Gerungen wurde noch über alle wichtigen Punkte: Die Abschlusserklärung, Geld für Klimaschäden in ärmeren Ländern und Regeln für den Handel mit Klimaschutz-Gutschriften. Am Nachmittag war in einer Plenarsitzung deutlich geworden, dass die Forderungen der Staaten noch weit auseinander lagen. MADRID - Der UN-Klimagipfel in Madrid wird über das für Freitagabend vorgesehene reguläre Ende hinaus bis in die Nacht fortgesetzt. (Wirtschaft, 13.12.2019 - 19:43) weiterlesen...

Streiks in Frankreich dauern auch am Wochenende an. Für Samstag werde mit starken Störungen im Nahverkehr in der Hauptstadt gerechnet, teilte der Pariser Verkehrsbetrieb RATP mit. Neun Metro-Linien sollten demnach am Samstag komplett geschlossen bleiben. Der Verkehr mit Bussen sei zu 60 Prozent gesichert, Trams sollten laut RATP-Angaben in normaler Taktung fahren. PARIS - Am zweiten Wochenende in Folge sollen in Frankreich die Streiks gegen die geplante Rentenreform fortgesetzt werden. (Wirtschaft, 13.12.2019 - 19:04) weiterlesen...

GB-WAHL: Trump gratuliert seinem Freund Johnson zum Wahlsieg. "Großbritannien und die Vereinigten Staaten werden nun nach dem Brexit frei sein, ein riesiges Handelsabkommen zu schließen", schrieb Trump am Freitag auf Twitter. "Dieser Deal hat das Potenzial, weitaus größer und lukrativer zu sein, als jeder Deal, der mit der EU geschlossen werden kann", schrieb Trump weiter. WASHINGTON - US-Präsident Donald Trump hat dem britischen Premierminister Boris Johnson zu dessen "großartigem Sieg" bei der Parlamentswahl gratuliert. (Wirtschaft, 13.12.2019 - 19:03) weiterlesen...

Trump will China-Zölle zum Großteil als Hebel für Gespräche erhalten. Die Zölle blieben zunächst überwiegend bestehen, sagte Trump am Freitag in Washington mit Blick auf die Teil-Einigung im Handelskrieg. An den Zusatzabgaben von 25 Prozent auf Einfuhren von China in die USA im Wert von 250 Milliarden US-Dollar (aktuell 224,93 Mrd Euro) ändere sich vorerst nichts. "Wir werden sie für die weiteren Verhandlungen zu einem Phase-Zwei-Abkommen nutzen." Peking habe sich zwar die Abschaffung dieser Strafzölle gewünscht, aber sie blieben vorerst als Hebel für die weiteren Gespräche in Kraft. WASHINGTON - US-Präsident Donald Trump will den Großteil der bisherigen Strafzölle auf chinesische Waren aufrechterhalten, um ein Druckmittel für die weiteren Handelsgespräche mit Peking zu haben. (Wirtschaft, 13.12.2019 - 18:59) weiterlesen...

Bouffier: Klima-Aktivistin Thunberg liegt teilweise 'grob falsch'. Er erwarte von ihr einen "respektvollen Umgang mit gewählten Politikern, die sich auf allen Ebenen sehr viel Mühe geben", sagte Hessens Ministerpräsident dem "Spiegel". Dass sie vor den Vereinten Nationen gesagt habe, ihre Generation habe eine vernichtende Zukunftsperspektive und nichts sei für sie getan worden, das sei "grob falsch". WIESBADEN - CDU-Bundesvize Volker Bouffier hat das Auftreten der schwedischen Klima-Aktivistin Greta Thunberg auf der politischen Bühne gerügt. (Wirtschaft, 13.12.2019 - 18:08) weiterlesen...

Schulze will Kontrollen zur Wirksamkeit des Klimapakets vorziehen. "Wir wollen den im Klimaschutzgesetz vorgesehenen Überprüfungsprozess um ein Jahr vorziehen", sagt die SPD-Politikerin dem "Spiegel". Sie will damit den Druck auf die Koalitionspartner CDU und CSU erhöhen, in denen von ihnen verantworteten Ressorts mehr für den Klimaschutz zu tun. BERLIN - Bundesumweltministerin Svenja Schulze will schon im kommenden Jahr kontrollieren lassen, ob das Klimapaket der Bundesregierung wirkt - früher als bisher geplant. (Boerse, 13.12.2019 - 18:02) weiterlesen...