Produktion, Absatz

RATINGEN / FRANKFURT - Der deutsch-spanische Industrierecycling-Konzern Befesa nutzt den Rekordlauf am deutschen Aktienmarkt für seine eigene Rückkehr an die Börse.

06.10.2017 - 11:37:25

IPO/ROUNDUP: Stahlstaub-Recycler Befesa will noch in diesem Jahr an die Börse. Die Notierung in Frankfurt erfolge voraussichtlich noch in diesem Jahr, erklärte das Unternehmen am Freitag am Firmensitz in Ratingen. Befesa zieht es dabei in den sogenannten Prime Standard, was einen raschen Aufstieg in einen Index der Dax-Familie ermöglichen würde. Auch eine Dividende soll schnell fließen und zwar 40 bis 50 Prozent des Nettogewinns.

Befesa hat seine Wurzeln in den 1990er Jahren in der Berzelius Umwelt Service (BUS), war um die Jahrtausendwende in Madrid börsennotiert, wurde kurz danach mit einem Wettbewerber fusioniert und schließlich 2013 vom Finanzinvestor Triton übernommen. Dieser trennt sich nun von einem nicht näher bezifferten Teil seiner Anteile.

Befesa selbst fließt aus dem Börsengang kein Geld zu. Die Bilanz und der Barmittelzufluss seien solide, begründete das Unternehmen diese Entscheidung. Befesa war zur Jahresmitte mit netto 456 Millionen Euro verschuldet.

Zwischenzeitlich war auch über einen Verkauf des Unternehmens als Ganzem nachgedacht worden. Ein Börsengang ist aber nicht zuletzt dank der rekordhohen Börsen attraktiv. Der deutsche Leitindex Dax lief zuletzt auf die Marke von 13 000 Punkten zu, die er niemals zuvor erreicht hatte. Viele Analysten sagen weiter steigende Kurse voraus.

Befesa macht den einen Teil seines Geschäfts mit der Aufbereitung von Stahlstäuben, die als Abfallprodukt bei der Stahlherstellung entstehen. Zweites Standbein ist die Aufbereitung von Salzschlacken aus der Aluminiumproduktion. In den zwölf Monaten bis Mitte 2017 lag der Umsatz bei 685 Millionen Euro und das operative Ergebnis (bereinigtes Ebit) bei 133 Millionen Euro. Gegenüber dem Geschäftsjahr 2016 konnte Befesa dabei prozentual zweistellig zulegen.

Dieses Wachstumstempo soll beibehalten werden, wie Konzernchef Javier Molina in einer Telefonkonferenz nach Bekanntgabe der Börsenpläne sagte. "Befesa ist in den letzten Jahren äußerst erfolgreich als privates Unternehmen gewachsen", erklärte der Spanier, der seit 20 Jahren an der Konzernspitze steht. "Der Börsengang verschafft uns besseren Zugang zum Kapitalmarkt und damit die Flexibilität, unseren Wachstumskurs fortzusetzen und unsere ehrgeizigen Pläne für die nächsten Jahre umzusetzen."

Das gut 1250 Mitarbeiter starke Unternehmen bezeichnet sich selbst als Marktführer in seinem Bereich in Europa und Asien. Befesa betreibt Anlagen in Deutschland, Spanien, Schweden, Frankreich, Großbritannien sowie in der Türkei und seit einigen Jahren auch in Südkorea.

Als nächstes sollen die Länder Südostasiens wie Malaysia und Thailand in Angriff genommen werden. Auch China und Indien hat das Management im Blick angesichts steigender Umweltauflagen, die eine Aufbereitung der Abfälle aus Stahl- und Aluwerken nötig machen. "Das passiert eher früher als später", sagte Molina. Lateinamerikanische Länder wie Brasilien und Argentinien sind ebenfalls auf dem Radar. "Auf mittlere Sicht sehen wir hier Möglichkeiten."

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Gebührendebatte in der Schweiz verläuft extrem. BERLIN - Die Auseinandersetzung um die Rundfunkgebühr in der Schweiz ist nach Ansicht der Zeitungsverleger in Deutschland kein Vorbild. "Die Diskussion in der Schweiz verläuft nach unserem Eindruck sehr extrem - bis hin zu einer faktischen Abschaffung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks", erklärte eine Sprecherin des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV). Der Verband rechnet damit, dass der Volksentscheid am 4. März Auswirkungen auf Deutschland haben wird - egal wie er ausgeht. "Es wird ja schon jetzt auch in Deutschland eine Diskussion über die Fragen der Struktur, der Kosten und des Auftrags der Rundfunkanstalten geführt." Gebührendebatte in der Schweiz verläuft extrem (Boerse, 24.02.2018 - 14:02) weiterlesen...

Verlegerverband: Diskussion in der Schweiz verläuft sehr extrem. BERLIN - Der Streit um die Rundfunkgebühr in der Schweiz ist nach Ansicht der Zeitungsverleger in Deutschland kein Vorbild. "Die Diskussion in der Schweiz verläuft nach unserem Eindruck sehr extrem - bis hin zu einer faktischen Abschaffung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks", erklärte eine Sprecherin des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV). Es sei allerdings damit zu rechnen, dass der Volksentscheid am 4. März Auswirkungen auf Deutschland haben werde. "Es wird ja schon jetzt auch in Deutschland eine Diskussion über die Fragen der Struktur, der Kosten und des Auftrags der Rundfunkanstalten geführt." Verlegerverband: Diskussion in der Schweiz verläuft sehr extrem (Boerse, 24.02.2018 - 13:37) weiterlesen...

Online-Bank N26 auf Wachstumskurs und mit schwarzen Zahlen. "Inzwischen legen wir mit rund 2000 Kunden pro Tag zu. Damit sind wir eine der am stärksten wachsenden Banken in Europa", sagte N26-Mitbegründer Valentin Stalf der Deutschen Presse-Agentur. Nach zwei Jahren Anlauf verfüge N26 über ein "profitables Kundenportfolio". "Heute verdienen wir mit jedem Kunden Geld", sagte Stalf. BERLIN - Die Berliner Smartphone-Bank N26 sieht sich auf Wachstumskurs und in den schwarzen Zahlen. (Boerse, 24.02.2018 - 13:32) weiterlesen...

Einigung mit Klägeranwalt - VW wendet Abgas-Prozess in USA ab. Der Rechtsstreit mit einem Jetta-Besitzer, der wegen manipulierter Abgastechnik auf 725 000 Dollar geklagt hatte, wurde am Freitag mit Zustimmung des zuständigen Richters beigelegt. Das geht aus Gerichtsunterlagen vor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. FAIRFAX - Volkswagen hat auf den letzten Drücker den ersten US-Gerichtsprozess im "Dieselgate"-Skandal verhindert. (Boerse, 24.02.2018 - 13:15) weiterlesen...

Presse: Regierung will Rechtsgrundlage für Fahrverbote schaffen. Das kündigte das Bundesverkehrsministerium in der Antwort auf eine schriftliche Frage des Grünen-Abgeordneten Matthias Gastel an, die der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Samstag) vorliegt. BERLIN - Die Bundesregierung will nach einem Medienbericht in Kürze eine Rechtsgrundlage für streckenbezogene Fahrverbote bei einer zu hohen Abgasbelastung in den Städten schaffen. (Boerse, 24.02.2018 - 13:15) weiterlesen...

Neuer Daimler-Großaktionär Geely verspricht langfristiges Engagement. Er freue sich, "Daimler auf dem Weg zu einem der weltweit führenden Anbieter von Elektromobilität zu begleiten", erklärte Geely-Chef Li Shufu am Samstag in einer Mitteilung. Der chinesische Milliardär hatte zuvor knapp 9,7 Prozent der Daimler-Anteile erworben und war damit auf einen Schlag zum größten Einzelaktionär geworden. Eine weitere Aufstockung sei bis auf weiteres nicht geplant, hieß es. STUTTGART - Der neue chinesische Großaktionär Geely hat dem Stuttgarter Autobauer Daimler ein langfristiges Engagement zugesagt. (Boerse, 24.02.2018 - 13:14) weiterlesen...