Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Moderna, US60770K1079

PORTO - Die Europäische Union sieht im US-Vorstoß zur Freigabe von Patenten für Corona-Impfstoffe keine "Wunderlösung" für ärmere Länder.

09.05.2021 - 10:04:29

EU sieht keine «Wunderlösung» in Patentfreigabe. Vielmehr wirbt sie vor allem um die rasche Aufhebung von Exportbeschränkungen, die die Ausfuhr solcher Präparate verhindern. Dies erklärte EU-Ratschef Charles Michel am Samstag beim EU-Gipfel im portugiesischen Porto. Papst Franziskus sprach sich hingegen für die Aussetzung von Impfstoffpatenten aus und stellte sich damit hinter die Position von US-Präsident Joe Biden.

einen der wichtigsten Impfstoffe.

Die 27 EU-Staaten hatten am Freitagabend über Bidens Vorstoß beraten. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wandte sich dabei nach Angaben aus EU-Kreisen klar gegen eine Freigabe - unter anderem, weil Fachwissen über neuartige mRNA-Impfstoffe, wie zum Beispiel von Biontech/Pfizer, an China abfließen könnte.

Die EU ist nach eigenen Angaben derzeit die einzige demokratische Region, die in großem Maßstab Corona-Impfstoff exportiert. Mehr als 200 Millionen Dosen seien aus der EU ausgeführt worden - in etwa dieselbe Liefermenge wie innerhalb der Union. Die USA behalten dort produzierten Impfstoff hingegen vorrangig selbst. Biden hatte Ende April bekräftigt, dass zunächst jeder Amerikaner Zugang haben solle.

Der französische Präsident Emmanuel Macron sagte, Problem seien nicht fehlende Patente, sondern Produktion und Exportschranken. Patentrechte sollten nur dann ausgesetzt werden, wenn diese die Versorgung der ärmsten Länder einschränken.

Im Zentrum des EU-Gipfels, an dem Merkel per Videoschalte teilnahm, standen eigentlich die Stärkung sozialer Rechte und das Bekenntnis zu einem gerechten Aufschwung mit guten Jobs nach der Corona-Krise. Dazu hatten die EU-Staaten am Freitag mit Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden eine feierliche Verpflichtungserklärung unterzeichnet.

Darin bekennen sich die Beteiligten zu konkreten Zielen, um die soziale Lage bis 2030 spürbar zu verbessern. Die Beschäftigungsquote soll steigen, mehr Arbeitnehmer sollen fortgebildet und Armut soll reduziert werden. Am Samstag stellten sich die Staats- und Regierungschefs in einer eigenen "Erklärung von Porto" ebenfalls grundsätzlich hinter diese Ziele.

Am Nachmittag schalteten sich die Staats- und Regierungschefs dann in einem Videogipfel mit dem indischen Ministerpräsidenten Narendra Modi zusammen. Dabei wurde der Neustart von Verhandlungen über ein Handels- und Investitionsabkommen vereinbart. Zudem sagte die EU den Schulterschluss mit Indien im Kampf gegen Covid-19 zu. "Wir liefern Ausrüstung an das indische Volk und arbeiten daran, die Impfstoffproduktion zu steigern", schrieb Michel auf Twitter.

Die Corona-Lage in Indien ist dramatisch. Am Samstag meldeten die Behörden erstmals mehr als 4000 Corona-Tote binnen 24 Stunden und wieder mehr als 400 000 Neuinfektionen.

In Porto ging es auch erneut um die EU-Beziehungen zu Russland. Tschechiens Ministerpräsident Andrej Babis forderte nach eigenen Angaben die übrigen EU-Staaten auf, dass sie alle "die Ausweisung von zumindest einem russischen Diplomaten" erwägen sollten. Nach tschechischen Geheimdienstermittlungen sollen russische Agenten in die Explosion eines Munitionslagers mit zwei Todesopfern 2014 im tschechischen Vrbetice verwickelt gewesen sein. Moskau bestreitet dies. Tschechien und Russland haben gegenseitig schon Dutzende Diplomaten ausgewiesen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Noch ungenügend Daten zu dritter Dosis gegen Corona. Es sei aber eines der Themen, mit denen sich das Gremium weiter intensiv beschäftige, sagte Stiko-Chef Thomas Mertens am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. BERLIN - Nach der Entscheidung Israels zu Auffrischimpfungen gegen Corona für ältere Menschen sieht die Ständige Impfkommission (Stiko) noch nicht die nötigen Daten für eine solche Empfehlung in Deutschland. (Boerse, 30.07.2021 - 16:58) weiterlesen...

Impfkommission sieht ungenügende Datenlage für Auffrischimpfungen. Die Stiko brauche für eine Empfehlung aber eine Datengrundlage, sagte Stiko-Chef Thomas Mertens am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Diese gebe es noch nicht. BERLIN - Nach der Entscheidung zu einer dritten Corona-Impfdosis für ältere Menschen in Israel hat der Leiter der Ständigen Impfkommission (Stiko) bekräftigt, dass Auffrischimpfungen das Gremium weiter intensiv beschäftigen. (Wirtschaft, 30.07.2021 - 15:33) weiterlesen...

Corona-Impfungen legen weiter zu. Vollständig mit der meist nötigen zweiten Spritze geschützt sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums von Freitag 42,8 Millionen Menschen oder 51,5 Prozent aller Einwohner. Die Marke von 50 Prozent haben inzwischen 11 der 16 Bundesländer geschafft - darunter lagen noch Sachsen-Anhalt, Bayern, Hamburg, Brandenburg und Sachsen. An der Spitze steht weiter Bremen mit 59,9 Prozent voll geimpften Bürgern. BERLIN - Die Corona-Impfungen in Deutschland legen weiter zu. (Wirtschaft, 30.07.2021 - 11:13) weiterlesen...

Schäuble drängt auf Impfempfehlung für Kinder ab zwölf Jahren. "Wenn die europäische Zulassungsbehörde zwei Corona-Impfstoffe für sicher und wirksam auch für Kinder ab 12 Jahren erklärt, spricht aus meiner Sicht sehr viel dafür, die Vakzine auch für diese Gruppe breit zu nutzen", sagte der CDU-Politiker im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). "Es steht dem Bundestagspräsidenten nicht an, die Ständige Impfkommission zu kritisieren. Allerdings darf ich sie an ihre Verantwortung erinnern." Die Corona-Risiken seien auch für Kinder um ein Vielfaches höher als die einer Impfung. Er wünsche sich persönlich als Großvater, dass seine Enkel möglichst bald geimpft werden könnten. BERLIN - Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble drängt die Ständige Impfkommission zu einer Corona-Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren. (Wirtschaft, 30.07.2021 - 05:58) weiterlesen...

Bei der WHO gemeldete Corona-Todeszahlen stark gestiegen. GENF - Die Zahl der gemeldeten Covid-19-Toten weltweit ist innerhalb einer Woche stark angestiegen: um 21 Prozent auf 69 000 in sieben Tagen, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Mittwoch in Genf berichtete. Die WHO bezieht sich auf Regierungsangaben für die Woche vom 19. bis 25. Juli. Insgesamt seien bislang mehr als vier Millionen Menschen weltweit nach einer Infektion gestorben. Experten verweisen darauf, dass nicht alle Menschen, die nach einer Infektion mit dem Coronavirus an Covid-19 sterben, gemeldet werden. Andererseits hatten einige Gestorbene schwere Vorerkrankungen. Bei der WHO gemeldete Corona-Todeszahlen stark gestiegen (Boerse, 28.07.2021 - 13:45) weiterlesen...

Italiens Arzneimittelbehörde gibt Moderna-Vakzin für Jugendliche frei. Die technisch-wissenschaftliche Kommission habe die Auffassung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA vollständig akzeptiert, teilte die Aifa am Mittwoch in Rom mit. Die verfügbaren Daten hätten die Wirksamkeit und Sicherheit des Impfstoffs für diese Altersgruppe gezeigt. ROM - Die italienische Arzneimittelagentur Aifa hat den Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna für die Altersgruppen zwischen 12 und 17 Jahren freigegeben. (Wirtschaft, 28.07.2021 - 12:04) weiterlesen...