Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Moderna, US60770K1079

PORTO - Die Europäische Union sieht im US-Vorstoß zur Freigabe von Patenten keine "Wunderlösung" zur Versorgung der Welt mit Corona-Impfstoff.

08.05.2021 - 15:34:29

EU sieht keine 'Wunderlösung' in Patentfreigabe. Dies erklärte EU-Ratschef Charles Michel am Samstag beim EU-Gipfel im portugiesischen Porto. Zugleich warb er für die rasche Aufhebung von Exportschranken. Dennoch sei die EU gesprächsbereit, sobald ein konkreter Vorschlag aus den USA vorliege.

Die 27 EU-Staaten hatten am Freitagabend über den überraschenden Vorstoß von US-Präsident Joe Biden beraten. Würden Patente aufgehoben, könnten Hersteller weltweit ohne Lizenzgebühren die Corona-Impfstoffe produzieren. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich nach Angaben aus EU-Kreisen klar gegen die Patentfreigabe gewandt - unter anderem, weil Fachwissen über neuartige mRNA-Impfstoffe - wie zum Beispiel von Biontech /Pfizer - an China abfließen könnte.

Ratschef Michel sagte zur Patentfreigabe: "Wir denken nicht, dass das kurzfristig eine Wunderlösung ist." Man sei gesprächsbereit. Gleichzeitig sollte man die internationalen Partner dazu ermuntern, den Export von Corona-Impfstoffen zu erleichtern.

Die EU ist nach eigenen Angaben derzeit die einzige demokratische Region, die in großem Maßstab Corona-Impfstoff exportiert. Mehr als 200 Millionen Dosen seien aus der EU ausgeführt worden - in etwa die Liefermenge innerhalb der Union. Die USA behalten dort produzierten Impfstoff hingegen vorrangig selbst. Biden hatte Ende April bekräftigt, dass zunächst jeder Amerikaner Zugang haben solle.

Der französische Präsident Emmanuel Macron sagte, es gebe derzeit keine einzige Fabrik auf der Welt, die wegen fehlender Patente keine Dosen für arme Länder produzieren könnte. Problem seien die Produktion und die Exportbeschränkungen. Diese sollten aufgehoben und Fabriken ausgebaut werden. Patentrechte sollten nur dann ausgesetzt werden, wenn diese die Versorgung der ärmsten Länder einschränken.

Dutzende Länder fordern seit Monaten die Freigabe von Patentrechten. Bidens Unterstützung dafür gilt als Überraschung. Kritiker wenden ein, die neuartigen Impfstoffe seien so komplex, dass Dritte sie nicht ohne Unterstützung der Entwickler herstellen könnten. Haupthemmnis seien fehlende Produktionsstätten, Kenntnisse und Rohstoffnachschub.

Im Zentrum des EU-Gipfels in Porto standen eigentlich die Stärkung sozialer Rechte in der Staatengemeinschaft und das Bekenntnis zu einem gerechten Aufschwung mit guten Jobs nach der Corona-Krise. Dazu hatten die EU-Staaten am Freitag mit Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden eine feierliche Verpflichtungserklärung unterzeichnet. Kanzlerin Merkel nimmt per Video-Schalte an dem Gipfel teil.

Darin bekennen sich die Beteiligten zu konkreten Zielen, um die soziale Lage bis 2030 spürbar zu verbessern. Die Beschäftigungsquote soll steigen, mehr Arbeitnehmer sollen fortgebildet und Armut soll reduziert werden. Am Samstag stellten sich die Staats- und Regierungschefs in einer eigenen "Erklärung von Porto" ebenfalls grundsätzlich hinter diese Ziele. Sie sollen dazu dienen, die 2017 vereinbarte Säule sozialer Rechte Wirklichkeit werden zu lassen.

Am Samstagnachmittag wollen sich die Staats- und Regierungschefs in einem Videogipfel mit dem indischen Ministerpräsidenten Narendra Modi zusammenschalten. Dabei soll der Neustart von Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen vereinbart werden, wie EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen sagte. "Zwischen der EU und Indien gibt es enge Beziehungen, aber auch viel unausgeschöpftes Potenzial."

Doch dürfte die dramatische Corona-Lage die EU-Indien-Gespräche überschatten. Am Samstag meldete Indien erstmals mehr als 4000 Corona-Tote binnen 24 Stunden und wieder mehr als 400 000 Neuinfektionen. Nach indischen Angaben haben mehr als 40 Länder Hilfslieferungen gebracht. Auch die EU hat ihre Katastrophenhilfe aktiviert.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

USA kaufen weitere 200 Millionen Impfdosen von Biontech und Pfizer. Damit treffe die Regierung Vorbereitungen für die Impfung jüngerer Kinder und möglicherweise nötige Auffrischungsimpfungen für Erwachsene, erklärte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, am Freitag in Washington. WASHINGTON - Die USA kaufen weitere 200 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs der Hersteller Biontech und Pfizer . (Boerse, 23.07.2021 - 21:18) weiterlesen...

WDH/ROUNDUP: EU-Behörde empfiehlt zweiten Impfstoff für Kinder und Jugendliche (Quelle des Zitats im vorletzten Absatz ergänzt) (Boerse, 23.07.2021 - 16:49) weiterlesen...

EU-Behörde empfiehlt zweiten Impfstoff für Kinder und Jugendliche. Der Präparat des US-Herstellers Moderna kann nach der EMA-Empfehlung auch 12- bis 17-Jährigen gespritzt werden. Studien belegten, dass der Impfstoff ebenso sicher und verträglich sei wie bei Erwachsenen, teilte die EMA am Freitag in Amsterdam mit. Der Schutz vor einer Covid-Erkrankung lag in den Studien demnach bei 100 Prozent. Die EMA-Experten hatten die Daten geprüft und nun positiv bewertet. Die EU-Kommission muss der Zulassung noch zustimmen, was als Formsache gilt. AMSTERDAM - Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat sich für die Zulassung eines zweiten Corona-Impfstoffes für Kinder und Jugendliche ausgesprochen. (Boerse, 23.07.2021 - 16:34) weiterlesen...

Delta-Variante dominiert in großen Teilen Europas. STOCKHOLM/KOPENHAGEN - Die ansteckendere Delta-Variante dominiert mittlerweile die Corona-Pandemie in großen Teilen Europas. Das teilten die EU-Gesundheitsbehörde ECDC und das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation WHO am Freitag mit. Zwischen dem 28. Juni und 11. Juli erfasste Daten zeigten, dass Delta in 19 von 28 Ländern mit ausreichenden Informationen die dominierende Variante gewesen sei. Der durchschnittliche Anteil an den analysierten Corona-Fällen lag demnach in diesen 19 Staaten bei 68,3 Prozent. Die zuvor dominierende Alpha-Variante kam auf einen Anteil von 22,3 Prozent. Delta-Variante dominiert in großen Teilen Europas (Wirtschaft, 23.07.2021 - 15:28) weiterlesen...

EU-Behörde empfiehlt Impfstoff von Moderna für Kinder und Jugendliche. Die Experten der EMA bewerteten am Freitag in Amsterdam die entsprechenden Daten von Studien positiv und machten den Weg frei für die Zulassung des Impfstoffes für 12- bis 17-Jährige. Die EU-Kommission muss dem noch zustimmen, das aber gilt als Formsache. AMSTERDAM - Der Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna kann nach einer Empfehlung der EU-Arzneimittelbehörde EMA auch Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren gespritzt werden. (Boerse, 23.07.2021 - 15:22) weiterlesen...

Söder fordert Impfprogramm für Schüler und neue Einreiseverordnung. GMUND/BERLIN - Bayerns Ministerpräsident Markus Söder knüpft seine Bereitschaft für eine vorgezogene Bund-Länder-Konferenz an Bedingungen wie den Beschluss eines Corona-Schülerimpfprogramms. "Ich bin da offen, drüber zu reden. Allerdings müssen vorher Bedingungen geschaffen werden. Es reicht nicht, sich zum Kaffee-Plausch zu treffen, sondern wir müssen dann schon Maßnahmen treffen", sagte der CSU-Chef am Freitag nach einer Klausur des Parteivorstands in Gmund am Tegernsee. Dazu gehöre eine Einreiseverordnung ab dem 1. August und eine spezielles Impfprogramm für Schüler und Schülerinnen. Söder fordert Impfprogramm für Schüler und neue Einreiseverordnung (Wirtschaft, 23.07.2021 - 15:09) weiterlesen...