Uniper, DE000UNSE018

PETERSHAGEN - Um Erdgas einzusparen, steht ein weiteres Steinkohlekraftwerk aus der Reserve in Deutschland vor dem Neustart.

23.08.2022 - 08:54:26

Weiteres Steinkohlekraftwerk aus Reserve soll wieder an den Markt. Es handelt sich um das Kraftwerk Heyden im nordrhein-westfälischen Petershagen an der Grenze zu Niedersachsen. Es soll vom kommenden Montag an bis Ende April 2023 an den Markt zurückkehren, wie der Betreiber Uniper am Montagabend erklärte.

Seit dem 14. Juli erlaubt eine Verordnung, dass Steinkohlekraftwerke aus der sogenannten Netzreserve wieder in Betrieb gehen können, um Gas einzsparen. Im Juli lag der Gasanteil an der Stromerzeugung laut Bundesnetzagentur bei 9,8 Prozent.

Aus der Reserve bereits zurückgekehrt ist das Kraftwerk Mehrum im niedersächsischen Hohenhameln, das dem tschechischen Energiekonzern EPH gehört. Es war Anfang August das erste Steinkohlekraftwerk in Deutschland, das aus der Reserve wieder ans Netz ging. Das Uniper-Kraftwerk ist nach Angaben der Netzagentur das zweite Kraftwerk, das der Behörde zur befristeten Rückkehr angezeigt wurde. Auch das Essener Unternehmen Steag hatte angekündigt, Reserve-Steinkohlekraftwerke wieder an den Markt bringen zu wollen.

Mit einer Leistung von 875 Megawatt ist Heyden laut Uniper eines der leistungsstärksten Kohlekraftwerke Deutschlands. Es war seit 1987 in Betrieb und befand sich zuletzt in der Netzreserve. Das bedeutet, dass es nur noch zeitweise Strom für die Netzstabilität produzierte.

Wie Uniper weiter mitteilte, könnte die Stromproduktion im gesamten Zeitraum unregelmäßig sein. Grund seien verringerte Steinkohlemengen, verursacht durch beschränkte Bahnkapazitäten. Uniper kündigte für das Kraftwerk außerdem eine planmäßige Unterbrechung der Stromerzeugung zwischen dem 23. Oktober und dem 23. November an.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Bas: Versorgung mit Wasser, Strom und Gas gehört in staatliche Hand. "Bei Wasser, Strom oder Gas muss man sich schon fragen, ob die Versorgung nicht in staatliche Hand gehört. Ich bin dafür", sagte Bas der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montag). Auf die Frage, ob der Gasimporteur Uniper auch nach der gegenwärtigen Energiekrise in Staatshand bleiben solle, antwortete sie: "Warum soll der Staat nicht auch mal Gewinne machen? Schulden werden verstaatlicht, Gewinne privatisiert. BERLIN - Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) wirbt dafür, die Grundversorgung mit Energie umfassend in staatliche Hand zu legen. (Boerse, 25.09.2022 - 15:23) weiterlesen...

Linke fordert Wegfall von Gasumlage und Schuldenbremse. Der Bundestagsabgeordnete Sören Pellmann sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Es darf nicht sein, dass Bürger und Betriebe Habecks Verstaatlichungspläne zahlen sollen. BERLIN - Die Linke hat scharfe Kritik an Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) geäußert und ihm eine Abzocke der Gaskunden vorgeworfen. (Wirtschaft, 25.09.2022 - 14:43) weiterlesen...

Monopolkommission: Uniper-Verstaatlichung keine langfristige Lösung. Angesichts der allgemeinen Lage sei die Verstaatlichung zwar "politisch nachvollziehbar", sagte der Vorsitzende der Monopolkommission, Jürgen Kühling, der "Süddeutschen Zeitung" (Wochenendausgabe). Doch er warnte davor, dass der Schritt keine langfristige Lösung sein dürfe. "Wir müssen dann wieder zurück zum Wettbewerb kommen. BERLIN - Ein Beratergremium der Bundesregierung sieht in der geplanten Verstaatlichung des Gasimporteurs Uniper auf Dauer eine Gefahr für den Wettbewerb. (Boerse, 23.09.2022 - 20:20) weiterlesen...

SPD-Chef Klingbeil stellt Gasumlage infrage. "Ich unterstütze den Weg, den Robert Habeck hier vorgeschlagen hat", sagte Klingbeil dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag) mit Blick auf die geplante Verstaatlichung des Gasimporteurs Uniper . BERLIN - In der Diskussion um die Gasumlage hat sich der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil für eine Überprüfung des umstrittenen Instruments ausgesprochen. (Wirtschaft, 23.09.2022 - 06:17) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: JPMorgan senkt Ziel für Uniper auf 2,20 Euro - 'Underweight'. Hoffnungen auf einen gegenüber den Uniper-Aktionären generösen Bund müsse man sich nicht machen, schrieb Analyst Vincent Ayral in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Hierzu gäben die Erfahrungen aus der Vergangenheit keinen Anlass. NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für Uniper mit Blick auf eine Verstaatlichung des Energiekonzerns von 4,10 auf 2,20 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Underweight" belassen. (Boerse, 22.09.2022 - 21:48) weiterlesen...

Nach Schritt bei Uniper: Bund berät über Zukunft von Gazprom-Tochter. Dabei handelt es sich um die Securing Energy for Europe (Sefe), die bereits unter Treuhänderschaft der Bundesnetzagentur steht. Nach einem "Spiegel"-Bericht soll Sefe in den Besitz des Staates übergehen. Das Unternehmen ist eine Tochtergesellschaft des russischen Staatskonzerns Gazprom . BERLIN - Nach der angekündigten Verstaatlichung des Energiekonzerns Uniper könnte der Staat bei einem weiteren Energieunternehmen eingreifen. (Boerse, 22.09.2022 - 14:03) weiterlesen...