Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Alphabet C-Aktie, US02079K1079

PEKING - Huawei wäre nach eigenen Angaben schon jetzt in der Lage, in seinen Smartphones das Google -System Android durch seine eigene Software zu ersetzen.

09.08.2019 - 11:05:44

Huawei: Können Android in Smartphones schon jetzt ersetzen. Der chinesische Smartphone-Anbieter und Netzwerk-Ausrüster stellte am Freitag sein Betriebssystem mit dem Namen Harmony OS vor, dass auch in Computern, Tablets und anderen Geräten laufen soll. Huawei könnte den Zugang zu Android verlieren, weil der Konzern von US-Präsident Donald Trump unter Hinweis auf Sicherheitsbedenken auf eine schwarze Liste gesetzt wurde.

im Smartphone-Markt aufbrechen. Huawei machte deutlich, dass Harmony OS eine vollwertige Alternative zu Android werden soll. "Wir wollen ein globales Betriebssystem etablieren, das nicht nur von Huawei genutzt wird", sagte Huawei-Manager Richard Yu.

Die Software wird deshalb genauso wie das Google-System quelloffen für alle zugänglich sein. Das hatte seinerzeit den Aufstieg von Android zum meistbenutzten Smartphone-System mit mehr als 80 Prozent Marktanteil beflügelt. Auch in China laufen die meisten Smartphones mit Android - wenn auch im Gegensatz zum Westen ohne Google-Dienste.

Vorerst sei die Priorität von Huawei aber, Android zu nutzen, um das Ökosystem aus Apps und anderen Diensten nicht aufzuspalten, versicherte Yu auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz des Konzerns. "Aber wenn wir in der Zukunft keinen Zugang mehr dazu haben sollten, können wir sofort auf Harmony OS umsteigen", sagte Yu. Und Huawei könne das in wenigen Tagen bewältigen. "Von Android auf Huawei OS umzusteigen, ist nicht so schwierig. Eigentlich ist es sogar sehr einfach."

China ist der größte Smartphone-Markt der Welt - und das US-Vorgehen gegen Huawei hatte dort vor dem Hintergrund des Handelskonflikts zwischen den beiden Ländern auch eine Patriotismus-Welle bei der Technik-Auswahl ausgelöst. So wäre es denkbar, dass auch andere chinesische Smartphone-Anbieter auf ein einheimisches Betriebssystem umsteigen. Huawei ist beim Smartphone-Absatz die weltweite Nummer zwei nach Samsung , unter anderem auch dank der starken Position im Heimatmarkt.

Ein neues Betriebssystem zu etablieren, ist aber eine extreme Herausforderung. Die Schwierigkeit besteht vor allem darin, genügend App-Entwickler für die neue Plattform zu gewinnen. So ist selbst der Software-Gigant Microsoft in der Vergangenheit daran gescheitert, sein Windows-Betriebssystem für Smartphones erfolgreich zu machen. Die App-Entwickler fokussierten sich auf iOS und Android. Andere Alternativen wie Firefox OS, webOS von Palm/HP oder das Blackberry -System wurden aus dem Markt gedrängt.

Ein zusätzliches Problem für Huawei im Westen wäre auch der Verlust des Zugangs zu vorinstallierten Google-Diensten auf den Smartphones, die in den USA und Europa populär sind. Denn hierzulande werden die Android-Geräte nahezu immer mit Apps wie Google Maps oder Gmail verkauft.

Harmony OS ist auch insofern ein Neuanfang, dass es im Gegensatz zu den meisten heutigen Plattformen nicht auf Betriebssystemen wie Unix oder Linux basiere, betonte Huawei. Der Konzern entwickelte es mit der Vision, dass die Software auf dem Geräte selbst relativ schmal sein kann, während ein großer Teil der Arbeit über schnelle Netze an Rechenzentren abgegeben wird. Harmony OS repräsentiere damit wahrhaft die nächste Generation von Betriebssystemen "für alle Szenarien", schwärmte Yu.

Huawei will die App-Entwickler aber unter anderem damit locken, dass das Harmony-Betriebssystem übergreifend auf verschiedensten Geräten laufen kann und diverse Programmiersprachen unterstützt. Laut Yu begann die Entwicklung von Harmony bereits vor zwei Jahren. Medienberichten zufolge war das System zunächst für vernetzte Technik im sogenannten Internet der Dinge gedacht.

Huawei war von Trump Mitte Mai unter Hinweis auf Sicherheitsbedenken auf eine schwarze Liste gesetzt worden. Damit wurde dem Unternehmen der Zugang zu Technologie von US-Konzernen und dem amerikanischen Markt weitgehen versperrt. Die Aussicht, dass Huawei-Smartphones keine Updates des Android-Betriebssystems von Google mehr bekommen, erschwerte zeitweise auch die Verkäufe in Europa - auch wenn sich das Absatz inzwischen nach Angaben des Konzerns weitgehend erholt hat.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Deutschland und Frankreich wollen Schutz von geistigem Eigentum. Die im Frühjahr auf EU-Ebene verabschiedete Reform sei eine gute Sache, aber es müsse künftig schnellere Sanktionsmechanismen geben, falls sich jemand nicht daran halte, forderte Frankreich Präsident Emmanuel Macron am Mittwoch in Toulouse nach Abschluss des Deutsch-Französischen Ministerrates. Einige Akteure wie Google würden sich nicht an die geschaffenen Regeln halten. Frankreich und Deutschland seien entschlossen, die neue Regelung umzusetzen. TOULOUSE - Deutschland und Frankreich wollen geistiges Eigentum in Europa schützen und Internetgiganten wie Google die Stirn bieten. (Boerse, 16.10.2019 - 19:24) weiterlesen...

Huawei begrüßt Zulassung zum 5G-Mobilfunkausbau in Deutschland. Die Regierung von US-Präsident Doland Trump versucht systematisch, Huawei aus westlichen 5G-Netzen herauszuhalten. Um so wichtiger für das Unternehmen ist das Signal aus Deutschland, es den USA nicht gleichzutun. Es wunderte daher niemanden, dass Konzernvertreter die neuen deutschen Sicherheitsregeln für den Ausbau des schnellen 5G-Mobilfunknetzes begrüßten. PEKING - Der chinesische Telekomriese Huawei steht im Handelskrieg zwischen den USA und China mit dem Rücken zur Wand. (Boerse, 16.10.2019 - 15:47) weiterlesen...

Google stellt neue 'Pixel'-Smartphones vor. Der Internet-Konzern setzt bei seinem Flaggschiff-Smartphone erstmals auf eine Doppelkamera, nachdem die Vorgängermodelle stets nur mit einer Hauptkamera ausgekommen waren. Zu den Innovationen, die Google auf einem Event in New York präsentierte, gehört auch eine Gestensteuerung, für die ein Radarsensor verwendet wird. NEW YORK - Google hat am Dienstag die vierte Generation seiner "Pixel"-Smartphones vorgestellt. (Boerse, 15.10.2019 - 17:41) weiterlesen...

Google stellt neue 'Pixel'-Smartphones vor. Der Internet-Konzern setzt bei seinem Flaggschiff-Smartphone erstmals auf eine Doppelkamera, nachdem die Vorgängermodelle stets nur mit einer Hauptkamera ausgekommen waren. Zu den Innovationen, die Google auf einem Event in New York präsentierte, gehört auch eine Gestensteuerung, für die ein Radarsensor verwendet wird. Das Pixel 4 wird in zwei unterschiedlich großen Varianten (5,7 und 6,3 Zoll) ab 749 Euro angeboten. NEW YORK - Google hat am Dienstag die vierte Generation seiner "Pixel"-Smartphones vorgestellt. (Boerse, 15.10.2019 - 17:11) weiterlesen...

Neues 'Pixel'-Smartphone von Google erwartet. Von dem Event in New York wird vor allem ein neues Smartphone der Google-Marke "Pixel" erwartet. Laut zahlreichen Leaks in den vergangenen Wochen verbesserte Google unter anderem die Kamera weiter. NEW YORK - Nach Rivalen wie Apple neue Geräte vorstellen. (Boerse, 15.10.2019 - 05:47) weiterlesen...

WDH/VDA: Entscheidung zu IAA-Standort 2020 - Frankfurt weiter im Rennen (Im letzten Satz des ersten Absatzes muss es Geschäftsführer rpt. (Boerse, 14.10.2019 - 13:38) weiterlesen...