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Didi, US23292E1082

PEKING - Chinas Regierung hat eine deutlich schärfere Kontrolle von im Ausland an der Börse gehandelten chinesischen Unternehmen angekündigt.

07.07.2021 - 12:11:27

Neue Regeln für im Ausland gelistete Firmen. Die neuen Vorschriften dürften die Kapitalbeschaffung aufstrebender Firmen aus China an ausländischen Aktienmärkten wie in New York oder Hongkong deutlich erschweren. Die neuen Regeln zielen besonders auf "Datensicherheit, grenzüberschreitenden Datenfluss und die Verwaltung vertraulicher Informationen", wie am Mittwoch aus einem Dokument des Staatsrates in Peking hervorging. Auch sollen künftige Börsengänge eigens genehmigt werden müssen.

Chuxing. Der Uber -Rivale, der auch in 16 anderen Ländern wie Australien, Brasilien, Mexiko und Russland operiert, war vergangene Woche in New York an die Börse gegangen, obwohl ihm die Cyber-Aufsicht nach Presseberichten eine Verschiebung nahegelegt hatte. Kurz nach dem Börsengang starteten die chinesischen Behörden Ermittlungen wegen Verstößen beim Umgang mit gesammelten Daten, woraufhin der Aktienkurs von Didi massiv einbrach. Auch gegen drei andere jüngst in den USA gelistete Unternehmen wurden ähnliche Untersuchungen aufgenommen.

Die Zahl der in den USA notierten Unternehmen ist - ungeachtet der politischen Spannungen zwischen Washington und Peking - in den vergangenen sieben Monaten um 14 Prozent gestiegen, berichtete die Hongkonger Zeitung "South China Morning Post". China habe in der ersten Jahreshälfte einen Anteil von einem Drittel aller Erlöse von Börsengängen weltweit - mehr als jedes andere Land. Rund 250 Unternehmen sind in den USA gelistet.

@ dpa.de