Produktion, Absatz

PEKING / BODENHEIM - Ob Riesling oder Spätburgunder: Das Interesse von Chinesen an deutschem Wein steigt.

08.04.2018 - 13:31:24

Chinesen kaufen mehr deutschen Wein. Im vergangenen Jahr seien 4 Millionen Liter (40 000 Hektoliter) Rebensaft aus heimischem Anbau nach Fernost verkauft worden und damit ein Viertel mehr als 2016, teilte das Deutsche Weininstitut im rheinland-pfälzischen Bodenheim mit. Zehn Jahre zuvor, 2007, waren es nur 1 Million Liter. Die Aussichten sind gut: Der Anstieg wird sich nach Schätzung des Instituts fortsetzen.

Die Asiaten legten ihren Fokus bei europäischem Wein nicht mehr nur auf Frankreich, sondern kauften inzwischen auch auf anderen Märkten ein, sagte der Sprecher des Weininstituts, Ernst Büscher. "Das Image des deutschen Weins im Ausland wird besser."

Die Exportzahlen sind ohne Hongkong. Rechnet man die chinesische Sonderverwaltungszone dazu, kämen rund 5000 Hektoliter hinzu. Auch dort gab es einen deutlichen Anstieg: 2007 waren dorthin nur 1000 Hektoliter verkauft worden.

Wichtig ist zudem ein genereller Trend: Während noch vor Jahrzehnten kaum ein Chinese regelmäßig Wein getrunken habe, sei das Getränk inzwischen etwas weiter verbreitet in der asiatischen Gesellschaft, erklärte Büscher. Von der steigenden Nachfrage habe lange Zeit vor allem Frankreich profitiert mit seinen Bordeaux-Rotweinen. "Rot gilt in China als Farbe des Glücks, zudem war den chinesischen Käufern der Name des Weins und die Reputation des Anbaugebiets wichtig", sagt der Institutssprecher. Inzwischen werde aber auch mehr Weißwein nachgefragt, was den deutschen Winzern mit ihrem Exportschlager Riesling zugutekomme.

Die Kunden aus Fernost sind Winzern aus der Pfalz, von der Mosel oder vom Neckar willkommen, da sie tief in die Tasche greifen. Pro Liter gaben sie den Angaben zufolge 4,59 Euro für deutschen Wein aus und damit 37 Cent mehr als ein Jahr zuvor (plus 9 Prozent). Konsumenten in Deutschland haben 2017 im Schnitt dagegen nur 3,15 Euro pro Liter Wein im Lebensmittel-Einzelhandel ausgegeben.

"Chinesen kaufen auch über den Preis und geben entsprechend etwas mehr aus für Wein", sagte der Institutssprecher. Hongkong ist besonders lukrativ: Pro Liter deutschen Weins zahlten Konsumenten dort zuletzt umgerechnet 7,73 Euro.

Dennoch bleibt die Menge vergleichsweise bescheiden. Etwa ein Achtel des Weins aus deutschem Anbau geht in den Export, dies waren im vergangenen Jahr 110 Millionen Liter. Der Anteil von China und Hongkong an den Ausfuhren liegt also bei circa vier Prozent. Immerhin kommen China und Hongkong mit circa 23 Millionen Euro auf Rang 4 im Ranking nach Exportwert, hinter Spitzenreiter USA (79 Millionen Euro), den Niederlanden (30), Norwegen (25) und vor Großbritannien (20).

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Möbelkette Poco will unter neuem Eigentümer Wachstumskurs fortsetzen. Geplant sei die Eröffnung von drei weiteren Warenhäusern in Deutschland noch in diesem Jahr, so dass die Zahl der Märkte insgesamt auf 126 steigen werde, teilte eine Poco-Sprecherin am Donnerstag mit. Die XXXLutz-Gruppe hatte sich zuvor mit dem Handelskonzern Steinhoff über die Übernahme der Anteile an Poco geeinigt. Ein Personalabbau unter den rund 8500 Beschäftigten sei nicht geplant, hieß es. WIEN/BERGKAMEN - Nach der Übernahme durch den österreichischen Möbelhändler XXXLutz will die deutsche Möbelkette Poco Ihren Wachstumskurs fortsetzen. (Boerse, 26.04.2018 - 13:39) weiterlesen...

Linde-Fusionspartner Praxair verdient kräftig. Umsatz und Ergebnisse legten im Jahresvergleich zweistellig zu und übertrafen die Erwartungen der Analysten. Zudem zeigte sich Praxair-Chef Steve Angel am Donnerstag bei der Vorlage der Quartalszahlen weiter zuversichtlich bezüglich der geplanten Fusion mit dem deutschen Konkurrenten. DANBURY - Der US-Gasekonzern Praxair hat vor der anstehenden Fusion mit dem Rivalen Linde einen guten Start ins neue Jahr hingelegt. (Boerse, 26.04.2018 - 13:38) weiterlesen...

Lufthansa stoppt steilen Steigflug - Aktie in Turbulenzen (Boerse, 26.04.2018 - 13:35) weiterlesen...

Paketdienst UPS startet mit mehr Gewinn ins Jahr. Im ersten Quartal stand unter dem Strich ein Gewinn von gut 1,3 Milliarden US-Dollar (1,1 Mrd Euro) und damit 15 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie UPS am Donnerstag in Atlanta mitteilte. Der Umsatz legte überraschend stark um 10 Prozent auf 17,1 Milliarden Dollar zu. Das war jeweils mehr als von Analysten erwartet. ATLANTA - Wachsende Paketmengen und höhere Preise haben dem US-Paketdienst UPS zum Jahresstart einen Gewinnsprung verschafft. (Boerse, 26.04.2018 - 13:35) weiterlesen...

Scheuer untermauert Vorbehalte gegen Motor-Umbauten bei Diesel. "Mein Ministerium hat rechtliche, technische und finanzielle Bedenken gegen die Diesel-Umrüstung", sagte der CSU-Politiker der "ADAC Motorwelt". Jede solche Regelung würde dazu führen, dass man nicht nachgerüstete Autos kennzeichnen und aus Städten aussperren müsste. BERLIN - Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat seine Vorbehalte gegen Umbauten an den Motoren älterer Diesel zur Senkung des Schadstoffausstoßes untermauert. (Boerse, 26.04.2018 - 13:24) weiterlesen...

Lkw-Experten sehen Batterieantrieb skeptisch. Die Batterie für einen Elektro-Lastwagen sei sehr teuer, wiege mehrere Tonnen, brauche viel Platz und bedeute für die Speditionen selbst beim Aufbau eines großen Schnellladenetzes lange Stehzeiten, erklärte Bernd Heid von der Unternehmensberatung McKinsey am Donnerstag auf dem "Handelsblatt"-Nutzfahrzeugforum in München. MÜNCHEN - Im Lkw-Verkehr sehen Experten auch in absehbarer Zukunft keine echte Alternative für den Dieselmotor. (Boerse, 26.04.2018 - 13:24) weiterlesen...