Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Regierungen, Finanzdienstleister

PARIS - Nach Marathongesprächen zwischen Frankreichs Premier und Gewerkschaftsvertretern im Streit um die Rentenreform ist weiter keine schnelle Lösung in Sicht.

10.01.2020 - 17:52:25

Renten-Streit in Frankreich - Dauerstreiks gehen vorerst weiter. Man habe zwar den Willen zur Öffnung gespürt, sagte der Generalsekretär des größten Gewerkschaftsbundes CFDT, Laurent Berger, nach einem Treffen mit Premier Édouard Philippe am Freitag. Am Ende werde aber alles an Taten gemessen. "Wir haben heute Abend keine Antworten bekommen." Damit dürften die seit mehr als fünf Wochen anhaltenden Dauerstreiks weitergehen. Für das Wochenende sind im ganzen Land neue Proteste gegen die Reform geplant.

Philippe hatte seit Freitagmorgen die Sozialpartner in Einzelgesprächen empfangen. Dabei sollte es vor allem um eine Konferenz zur dauerhaften Finanzierung des Rentensystems gehen. Dieser Vorschlag war von der gemäßigten Gewerkschaft CFDT gekommen. Die ursprüngliche Idee dahinter war, die Verhandlungen über den Inhalt der Reform von den Verhandlungen über ihre Finanzierung zu trennen. Andere Gewerkschaftsvertreter sehen das kritisch.

Knackpunkt der Verhandlungen ist aber eine Regelung, nach der die Franzosen erst mit 64 Jahren volle Rentenbezüge erhalten sollen. Die gemäßigten Gewerkschaften fordern die Regierung auf, dieses Vorhaben zu streichen. Gewerkschaftsboss Berger betonte erneut, dass diese Regelung "ungerecht" sei und vom Tisch müsse. Er sagte, dass der Premier wohl bald auf die Forderungen der Gewerkschaften antworten werde. Der Chef der Hardliner-Gewerkschaft CGT, Philippe Martinez, machte deutlich, dass er die Reform als Ganzes weiterhin ablehne.

Am Donnerstag demonstrierten erneut Hunderttausende gegen die Reformpläne im ganzen Land. Die Polizei geriet erneut in die Kritik - ihnen wird vorgeworfen, gewalttätig gegen einige Demonstranten vorgegangen zu sein. Ein Video zeigt einen Polizisten, der mutmaßlich aus nächster Nähe mit einem Hartgummigeschoss auf einen Demonstranten zielt. Die Pariser Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet. Die Polizei gibt an, sich nur gegen gewalttätige Demonstranten gewehrt zu haben

Im Pariser Justizpalast protestierten unterdessen Anwälte gegen die Reform. Sie legten sich unter anderem auf den Fußboden. In Marseille besetzten Demonstranten zeitweise Gleise des Bahnhofs Saint-Charles. In Nancy, Dijon, Nantes und der südfranzösischen Hafenmetropole wurden am Morgen Bus- und Tramdepots blockiert. Die Streiks im Pariser Nahverkehr und im landesweiten Bahnverkehr gingen wie gehabt weiter.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

China verbietet Plastiktüten in Läden. Die staatliche Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC) verkündete am Sonntag in Peking einen schrittweisen, "ehrgeizigen Plan" zur Verringerung von Plastikmüll in den nächsten fünf Jahren. Danach dürfen ab Ende dieses Jahres in großen Metropolen in Supermärkten und anderen Geschäften keine Plastiktüten mehr herausgegeben werden. Ende 2022 gilt das Verbot auch in kleineren Städten. Ende dieses Jahres werden auch Strohhalme aus Plastik landesweit verboten. PEKING - China verbietet Plastiktüten in Supermärkten und den Einsatz von Einwegprodukten aus Kunststoff in Hotels und Restaurants. (Boerse, 19.01.2020 - 18:05) weiterlesen...

Streikfront bröckelt in Frankreich - Proteste gehen aber weiter. Es bestehe die Chance, dass es am Montag wieder aufwärts gehe, sagte Gewerkschaftsfunktionär Laurent Djebali der Zeitung "Le Parisien". Die Streiks und Proteste gegen die Rentenreform lähmen das Land bereits seit Anfang Dezember. Auch am Wochenende gab es wieder Proteste gegen das geplante Projekt - Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bekam die Wut höchstpersönlich zu spüren. PARIS - In Frankreich zeichnet sich nach mehr als sechs Wochen Dauerstreiks ein Ende der massiven Behinderungen im Pariser Nahverkehr ab. (Boerse, 19.01.2020 - 18:03) weiterlesen...

China verbietet Plastiktüten in Supermärkten. Die staatliche Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC) verkündete am Sonntag in Peking einen ehrgeizigen Plan zur Verringerung von Plastikmüll in den nächsten fünf Jahren. Danach dürfen ab Ende dieses Jahres in großen Metropolen in Supermärkten und anderen Geschäften keine Plastiktüten mehr herausgegeben werden. Ende 2022 gilt das Verbot auch in kleineren Städten. Ende dieses Jahres werden auch schon Strohhalme aus Plastik landesweit verboten. PEKING - China verbietet Plastiktüten und andere Einwegprodukte aus Kunststoff in Supermärkten großer Städte. (Boerse, 19.01.2020 - 17:03) weiterlesen...

Brandenburger Regierungssprecher: Tesla stimmt Grundstückskauf zu. Der Vorstand des Unternehmens hat am Samstag dem Kaufvertrag mit dem Land Brandenburg zum Erwerb des rund 300 Hektar großen Grundstücks zugestimmt, wie der Regierungssprecher Florian Engels am Sonntag mitteilte. Auf dem Gelände will Tesla seine Fabrik bauen. POTSDAM - Die Ansiedlung des US-Elektroautobauers Tesla in Grünheide (Oder-Spree) ist einem Brandenburger Regierungssprecher zufolge einen weiteren Schritt näher gerückt. (Boerse, 19.01.2020 - 16:57) weiterlesen...

Trotz Reiseverbot: Venezuelas Oppositionsführer Guaidó in Kolumbien. "Wir heißen Präsident Guaidó in Kolumbien willkommen", schrieb Kolumbiens Staatschef Iván Duque am Sonntag auf Twitter. "Heute Nachmittag haben wir ein Arbeitstreffen." Zudem soll Guaidó am Montag an einem regionalen Ministertreffen zum Thema Terrorismus in Bogotá teilnehmen, bei dem auch US-Außenminister Mike Pompeo erwartet wird. BOGOTÁ - Trotz eines Reiseverbots ist der selbst ernannte Interimspräsident und Oppositionsführer Juan Guaidó aus seiner Heimat Venezuela ins Nachbarland Kolumbien gereist. (Boerse, 19.01.2020 - 16:29) weiterlesen...

EU kürzt Beitrittshilfen für Türkei. Wie der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell dem EU-Parlament mitteilte, fließt dieses Jahr nur ein Viertel der ursprünglich einmal vorgesehenen Summe. Gründe sind unter anderem der Gasstreit mit Zypern im Mittelmeer und die türkische Militäroffensive in Syrien. Über Borrells Mitteilung an das EU-Parlament hatte zuerst die Funke Mediengruppe (Samstag) berichtet. BRÜSSEL/BERLIN - Die EU hat die sogenannten Vorbeitrittshilfen an die Türkei für 2020 drastisch gekürzt. (Wirtschaft, 19.01.2020 - 16:01) weiterlesen...