Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Flugzeugbau, Regierungen

PARIS - Nach dem heftigen U-Boot-Streit hat Frankreich weitere Erwartungen formuliert und seine Industrie sich verteidigt.

23.09.2021 - 19:23:29

Konzern verteidigt sich - Frankreich will Taten sehen. Der Chef des französischen Marine-Konzerns Naval Group, Pierre Éric Pommellet, führte das Scheitern des 56 Milliarden Euro schweren U-Boot-Geschäfts mit Australien auf politische und nicht sachliche Entscheidungen zurück. Frankreich sei ebenso gut wie die USA und Großbritannien in der Lage, nuklear angetriebene U-Boote zu liefern, sagte er der Zeitung "Le Figaro" (Donnerstag). Frankreichs Außenminister Jean-Yves Le Drian forderte bei einem Treffen mit seinem US-Kollegen Antony Blinken indes konkrete Schritte von den USA, um neues Vertrauen aufzubauen. Ein Ende der Krise zwischen den beiden Ländern werde Zeit brauchen.

Die USA hatten vergangene Woche ohne Absprache mit den Verbündeten einen Sicherheitspakt mit Australien und Großbritannien im Indopazifik ins Leben gerufen und damit eine tiefe diplomatische Krise mit Frankreich ausgelöst. Der Pakt ließ den U-Boot-Vertrag Australiens mit Frankreichs platzen, was in Paris zu wütenden Reaktionen führte. Le Drian hatte sich mit ungewöhnlich scharfen Worten über das Vorgehen beschwert. Frankreichs Botschafter in den USA und Australien wurden zu Konsultationen zurückgerufen.

Im Rahmen der Allianz entschied Australien sich für die Beschaffung atombetriebener U-Boote mit Hilfe aus den USA und Großbritannien. Im Geschäft mit Frankreich war es um dieselbetriebene U-Boote gegangen. Der Naval-Chef sagte, man verfüge aber als einziges Unternehmen der Welt über das Know-how, um sowohl konventionelle als auch Atom-U-Boote herzustellen.

In den kommenden Wochen will das Unternehmen nun die verbleibenden Kosten zusammenstellen, die Australien an Naval zu zahlen hat. Wie es aus dem Verteidigungsministerium in Paris geheißen hatte, sind im Zuge des Auftrags bereits rund 900 Millionen Euro geflossen. Insgesamt hatte das über mehrere Jahrzehnte laufende Projekt ein Volumen von 56 Milliarden Euro, die aber nur teilweise an Naval gegangen wären.

Pommellet sagte der Zeitung "Le Figaro", das Unternehmen habe keinerlei Vorwarnung erhalten, dass Australien sich zugunsten nuklear angetriebener U-Boote mit amerikanischer und britischer Unterstützung umentscheidet. Im Gegenteil, am Tag der Bekanntgabe der neuen Sicherheitsallianz habe es zunächst aus Australien noch grünes Licht für einen Etappenbericht und die nächste Stufe des U-Boot-Projekts gegeben. Später am Tag habe das australische Verteidigungsministerium dann das Aus für das Projekt verkündet.

Der Verlust des Auftrags sei ein Schlag, bedeute aber nicht den Untergang von Naval, sagte Pommellet. Es gehe um zehn Prozent des laufenden Auftragsvolumens, das im Übrigen aus Bestellungen der französischen Marine sowie Aufträgen aus Indien, Brasilien, Ägypten, Belgien und den Niederlanden bestehe.

Am Mittwoch hatte es in dem Streit ein Telefonat auf Spitzenebene gegeben. Darin vereinbarten US-Präsident Joe Biden und Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron ein persönliches Treffen im Oktober. Der zurückgeholte französische Botschafter soll außerdem wieder nach Washington. Das Telefonat der beiden Präsidenten wertete Le Drian als ersten Schritt zur Versöhnung.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Steinmeier für Einlenken Londons im Brexit-Streit um Nordirland. Die EU-Kommission habe "sehr, sehr weitreichende Vorschläge gemacht", sagte er am Donnerstag bei einem Staatsbesuch in der Nähe von Dublin. "Und ich kann nur hoffen, dass diese Vorschläge in London nicht nur auf Gehör stoßen, sondern auch akzeptiert werden", betonte er. DUBLIN - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich für eine rasche Einigung im festgefahrenen Streit um Brexit-Regeln für Nordirland stark gemacht. (Boerse, 28.10.2021 - 16:27) weiterlesen...

Studie: Zwölf-Euro-Mindestlohn würde Millionen Beschäftigten helfen. Derzeit gebe es in Deutschland etwa 8,6 Millionen Arbeitsverhältnisse, in denen die Entlohnung unter zwölf Euro brutto liege, heißt es in der am Donnerstag publizierten Analyse der Hans-Böckler-Stiftung. Es geht um 7,3 Millionen Hauptjobs und 1,3 Millionen Nebenjobs. Niedriglohn-Jobs gibt es vor allem in der Gebäudebetreuung, in der Gastronomie und im Einzelhandel. DÜSSELDORF - Von einem Zwölf-Euro-Mindestlohn, den die angestrebte Ampelkoalition im Bund anpeilt, könnten einer Studie zufolge Millionen Bundesbürger profitieren. (Wirtschaft, 28.10.2021 - 16:26) weiterlesen...

Fake-Impfzertifikate: Experten vermuten Schwachstellen in Praxen. Möglicherweise sei es Unberechtigten dort gelungen, an die privaten Schlüssel für das Verschlüsselungssystem Fido zu gelangen, sagte am Donnerstag Thomas Uhlemann von der Sicherheitsfirma Eset. BERLIN - Die gefälschten digitalen Impfzertifikate, die derzeit mit gültigen Signaturen im Internet kursieren, könnten nach Einschätzung von Experten auf Sicherheitslücken in Arztpraxen oder Apotheken zurückzuführen sein. (Boerse, 28.10.2021 - 16:23) weiterlesen...

Brexit-Streit: Frankreich setzt britisches Fischerboot fest. Ein britisches Fischerboot sei von der französischen Küstenwache wegen fehlender Lizenzen in einen Hafen begleitet worden, nun übernehme die Justiz den Fall, twitterte die französische Meeresministerin Annick Girardin in der Nacht zum Donnerstag. Im Raum stünden eine Geldstrafe und die Beschlagnahme des Fangs. LONDON/PARIS - Der Streit zwischen Frankreich und Großbritannien um Fischerei-Genehmigungen im Ärmelkanal spitzt sich zu. (Wirtschaft, 28.10.2021 - 16:22) weiterlesen...

Klimaschutz: G20 will rasch handeln - aber konkrete Ziele fehlen noch (Wirtschaft, 28.10.2021 - 16:15) weiterlesen...

Biden streicht Investitionspaket auf 1,75 Billionen Dollar zusammen. Vorgesehen seien seinen Plänen nach nun Ausgaben von 1,75 Billionen US-Dollar, sagten hochrangige Mitarbeiter des Weißen Hauses am Donnerstag in Washington. Ursprünglich hatte Biden ein doppelt so großes Paket im Umfang von 3,5 Billionen Dollar angepeilt. Moderate Demokraten hatten sich jedoch gegen derart hohe Ausgaben gesperrt und den Präsidenten in monatelangen Verhandlungen gezwungen, sich von Teilen seiner Pläne zu verabschieden. WASHINGTON - Auf Druck aus Teilen seiner Partei hat US-Präsident Joe Biden sein geplantes Paket für Investitionen in Soziales und Klimaschutz dramatisch zusammengestrichen. (Wirtschaft, 28.10.2021 - 15:52) weiterlesen...