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PARIS / LONDON - Die zunehmenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben die europäischen Aktienmärkte am Montag weiter belastet.

06.01.2020 - 11:36:25

Aktien Europa: Weitere Verluste im Zuge der Iran-Krise. Statt auf Aktien konzentrierten sich Investoren zuletzt auf weniger riskante Anlageklassen wie Staatsanleihen, bestimmte Rohstoffe wie Gold oder sichere Währungen wie den Schweizer Franken.

um 1,27 Prozent abwärts. Der Londoner FTSE 100 gab um 0,88 Prozent nach.

Der Iran hatte Rache geschworen für den Tod des iranischen Generals Ghassem Soleimani in Bagdad, der als bekanntestes Gesicht des iranischen Militärs im Ausland galt und von vielen Landsleuten als Märtyrer betrachtet wird. Die USA hatten sich zu der gezielten Tötung bekannt. US-Präsident Donald Trump warnte seinerseits die Führung in Teheran vor entsprechenden Schritten und drohte mit Angriffen auf iranische Kulturstätten.

"Anleger müssen sich jetzt die Frage stellen, ob es am Markt weiter abwärts geht oder ob dies ein geeigneter Zeitpunkt für günstige Käufe ist", schrieb CMC-Markets-Analyst Michael Hewson in einem Kommentar. Er wies in diesem Zusammenhang auch auf das erste Teilabkommen zwischen den USA und China hin, das Mitte Januar unterzeichnet werden soll und damit den großen Unsicherheitsfaktor Handelskrieg vorerst etwas abmildern könnte.

Konjunktursensible Branchen wie Autowerte, Chemieunternehmen, Banken und Tech-Firmen hatten am Montag allerdings zunächst das Nachsehen. So ging es bei den Chipwerten deutlich bergab, mit der niederländischen ASML als Schlusslicht im Eurostoxx 50. Die Aktie verlor gegen Mittag rund 3 Prozent. Zuletzt machten hier Medienberichte die Runde, wonach sich die US-Regierung gegen eine Technologie-Auslieferung der Niederländer an chinesische Kunden stemme. Ebenfalls auf den hinteren Plätzen landeten die Chemieriesen Bayer und BASF mit einem Abschlag von jeweils rund zweieinhalb Prozent.

Einziger Gewinner war gegen Mittag der Öl- und Gassektor, der seit einiger Zeit wieder von steigenden Rohölpreisen profitiert. Im Eurostoxx 50 führten etwa die italienische Eni und Enel sowie die französische Total und Engie die Liste an. Goldman-Sachs-Analyst Michele della Vigna wies in einer Branchenstudie darüber hinaus auch auf weitere strukturelle Vorteile hin, die auf eine voraussichtlich mehrjährige Phase von steigenden Erträgen schließen lassen.

Der Schweizer Telekomkonzern Sunrise fand ebenfalls Anklang bei den Investoren, nachdem Fortschritte bei der Neubesetzung diverser Spitzenpositionen bekannt geworden sind. Das Unternehmen bekommt nun auch einen neuen Finanzchef, nachdem dessen Vorgänger Ende vergangener Woche als neuer CEO ernannt wurde. Der stark in die Kritik geratene Verwaltungsratspräsident Peter Kurer wird zudem in der Generalversammlung im April 2020 nicht mehr zur Neuwahl antreten, ebenso wenig Vizepräsident Peter Schöpfer. Die Aktie gewann zuletzt gut zweieinhalb Prozent dazu.

@ dpa.de