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Regierungen, Medizintechnik

PARIS - In Frankreich spitzt sich die Corona-Lage weiter zu.

28.01.2021 - 22:05:01

Minister in Frankreich warnt vor Ausbreitung der Corona-Mutationen. "Was wir vermeiden wollen, ist eine Epidemie innerhalb der Epidemie", sagte Gesundheitsminister Olivier Véran in einer Pressekonferenz am Donnerstag. Es gebe ein ansteigendes Plateau mit mehr als 20 000 positiven Corona-Fällen pro Tag. Die Mutationen des Virus seien in Frankreich aktiv im Umlauf. Jeden Tag würden mehr als 2000 Patienten mit einer Virusmutation infiziert, sagte Véran. Die britische Variante breite sich dabei am meisten aus.

"Der Druck im Gesundheitswesen und die Anspannung im Krankenhaus nehmen zu", warnte Véran. Im Großen und Ganzen sei die abendliche Ausgangssperre ab 18.00 Uhr zwar wirksam, aber sie reiche nicht aus, um das Virus einzudämmen - vor allem mit Blick auf die Mutationen. Er kündigte Entscheidungen in den kommenden Tagen an. Man sei sich der Folgen für die Psyche der Menschen und die Wirtschaft sehr wohl bewusst. Auf der positiven Seite gebe es nun die Impfkampagne, auf der negativen Seite seien mittlerweile aber die ansteckenderen Varianten aufgetreten.

Regierungssprecher Gabriel Attal hatte bereits am Mittwoch einen dritten strengen Lockdown ins Spiel gebracht. Nach einem Treffen von Premierminister Jean Castex mit anderen Politikern sagte er am Donnerstagabend, man sei sich einig, dass zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden müssten. Erwartet wird, dass sich Präsident Emmanuel Macron in den kommenden Tagen dazu äußern wird.

Seit knapp zwei Wochen gilt in Frankreich eine abendliche Ausgangssperre. Ab 18.00 Uhr dürfen die Menschen nicht mehr einkaufen, vor der Tür spazieren gehen oder an der frischen Luft Sport machen. Ausnahmen gelten zum Beispiel für den Arbeitsweg.

@ dpa.de

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