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PARIS - Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat Frankreichs PrĂ€sident Emmanuel Macron den Ton gegenĂŒber Ungeimpften spĂŒrbar verschĂ€rft.

05.01.2022 - 09:45:30

Macron will Ungeimpfte 'nerven' und löst Kritik aus. "Ich habe große Lust, sie zu nerven, also werden wir fortfahren, dies bis zum Ende zu tun", zitierte ihn die Zeitung "Le Parisien" in einem Interview vom Mittwoch mit Blick auf Ungeimpfte. GrundsĂ€tzlich wolle er die Franzosen nicht nerven, aber die Gruppe derjenigen, die störrisch seien, verkleinere man so. "Ich werde sie nicht ins GefĂ€ngnis bringen, ich werde sie nicht zwangsimpfen", sagte der Staatschef mit Blick auf die Alternative einer Impfpflicht.

Macrons Aussage löste heftige Kritik der Opposition aus. Die extrem Rechte PrĂ€sidentschaftskandidatin des Rassemblement National, Marine Le Pen, nannte Macron seines Amtes unwĂŒrdig. Der Linkenpolitiker Jean-Luc MĂ©lenchon bezeichnete die Aussage als "schockierend". GrĂŒnen-Kandidat Yannick Jadot schrieb in einem Impfaufruf, die Menschen seien Macron egal. Sozialistenchef Olivier Faure sprach von einer Aussage, die nicht auf der Höhe eines PrĂ€sidenten sei.

Auch in Frankreichs Nationalversammlung gab es Debatten um Macrons Aussage. Erneut unterbrach die Kammer deshalb in der Nacht ihre Beratungen zur VerschĂ€rfung von Corona-Regeln fĂŒr Ungeimpfte. Macron hatte in seinen AusfĂŒhrungen ebendiese geplanten Regeln angesprochen. Die Regierung will, dass ab Mitte Januar nur noch Geimpfte Zugang etwa zu Restaurants, KulturstĂ€tten oder FernzĂŒgen haben. Ob der Zeitplan eingehalten werden kann, ist ungewiss. Nach der Nationalversammlung muss auch der Senat als Oberhaus des Parlaments das Gesetz billigen.

Die Infektionszahlen sind in Frankreich in den vergangenen Wochen immer weiter angestiegen. Erst am Dienstag wurde mit mehr als 270 000 gemeldeten Neuinfektionen an einem Tag ein Rekordwert verzeichnet. Landesweit lag die Inzidenz, also die Zahl der Ansteckungen innerhalb einer Woche pro 100 000 Menschen, zuletzt bei mehr als 1800.

@ dpa.de

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