Auto, Produktion

OSNABRÜCK - Auto-Ökonom Stefan Bratzel warnt vor einem Scheitern der Verkehrswende durch die rasant gestiegenen Strompreise.

02.09.2022 - 06:15:31

Branchenexperte warnt vor Scheitern von E-Mobilität durch Strompreise. "Die Strompreisexplosion könnte zu einer akuten Gefahr für die Verkehrswende werden, da müssen wir verdammt aufpassen", sagte der Gründer des Center of Automotive Management (CAM) der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ, Freitag). "Der Hochlauf der Elektromobilität droht zu scheitern, wenn der Stromer im Verbrauch teurer wird als Benziner oder Diesel, weil sich dann kaum noch jemand ein Elektroauto kaufen würde." Damit geriete der Umstieg in Richtung klimaschonender Verkehr ins Wanken, das müsse unbedingt verhindert werden.

Nötig sei "ein regulatives Korsett, das die Strompreise unter den Spritpreisen hält, so dass man im direkten Vergleich mit einem Elektroauto auf 100 Kilometern billiger unterwegs ist als mit einem Benziner oder Diesel", sagte Bratzel. "Es braucht diesen Preisabstand, um die Autofahrer für den Wechsel zu gewinnen und die Industrie nicht komplett zu verunsichern."

Eine Bedrohung für die Verkehrswende sieht Bratzel auch in der Rekordinflation. Bei schlechter Konjunktur würden größere Anschaffungen auf die lange Bank geschoben. "Auch das könnte den Markthochlauf verzögern, dazu führen, dass die Autofahrer länger mit ihren Dieseln oder Benzinern unterwegs sein werden."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

ANALYSE-FLASH: Berenberg hebt Renault auf 'Buy' und Ziel auf 34 Euro. Die russische Gasversorgung und ihre Auswirkungen auf das globale Wirtschaftsumfeld lägen zwar außerhalb des Einflussbereiches des Renault-Managements - Wertschöpfung für die Aktionäre durch unternehmensspezifische Maßnahmen allerdings nicht, schrieb Analyst Romain Gourvil in einer am Mittwoch vorliegenden Studie. HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat Renault von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 27 auf 34 Euro angehoben. (Boerse, 28.09.2022 - 08:08) weiterlesen...

VW-Tarif: IG Metall erwartet zähe Verhandlungen mit dem Autobauer. WOLFSBURG/BRAUNSCHWEIG - Angesichts der Krisenlage rechnet die IG Metall mit schwierigen Tarifgesprächen für rund 125 000 Beschäftigte von Volkswagen . Es zeichneten sich zähe Verhandlungen mit dem Gegenüber ab, sagte der Bezirksleiter der Gewerkschaft, Thorsten Gröger, der Deutschen Presse-Agentur. Verhandlungsauftakt für den nächsten VW -Haustarifvertrag ist ihm zufolge am 25. Oktober in Braunschweig. VW-Tarif: IG Metall erwartet zähe Verhandlungen mit dem Autobauer (Boerse, 28.09.2022 - 07:11) weiterlesen...

Sind Maut-Nachforderungen aus Ungarn rechtens? - BGH entscheidet. In dem Musterverfahren in Karlsruhe geht es darum, dass Reisende zur Kasse gebeten werden, wenn sie auf Autobahnen und bestimmten Schnellstraßen in Ungarn ohne elektronische Vignette unterwegs sind und dabei erwischt werden. Die dann fälligen Gebühren können sich auf ein Vielfaches des ursprünglichen Betrages belaufen. Im konkreten Fall wehrt sich der Autovermieter Hertz dagegen, fast 1000 Euro nebst erheblicher Zusatzgebühren für fünf Mautverstöße mit Mietwagen zu zahlen. (Az. KARLSRUHE - Maut-Nachforderungen aus Ungarn sind für Autofahrer ärgerlich und ziemlich teuer - ob sie auch rechtlich zulässig sind, entscheidet der Bundesgerichtshof (BGH) am Mittwoch (9.00 Uhr). (Boerse, 28.09.2022 - 06:39) weiterlesen...

IG Metall in NRW: Bereiten uns auf Arbeitskampf im November vor. Er erwarte von den Arbeitgebern ein Angebot - "das Zeitspiel ist vorbei, sie müssen jetzt eine Zahl nennen", zitierte die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" (Mittwoch) den IG-Metall-Verhandlungsführer Knut Giesler. Erfolge das nicht, werde es "schwierig, noch vor Ende der Friedenspflicht Ende Oktober zu einer Lösung zu kommen". NEUSS - Die IG Metall hat vor der zweiten Tarifrunde für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in NRW indirekt mit Warnstreiks ab November gedroht. (Boerse, 28.09.2022 - 06:15) weiterlesen...

Darf man eine vermietete Batterie aus der Ferne abschalten? BGH prüft. KARLSRUHE - Der Bundesgerichtshof verhandelt am Mittwoch (14.30 Uhr) über eine Klausel, die dem Vermieter einer Batterie für ein E-Auto erlaubt, diese per digitalem Fernzugriff abzuschalten. Die Verbraucherzentrale Sachsen sieht darin eine unangemessene Benachteiligung der Mieter. Die beklagte Bank des französischen Autoherstellers Renault (RCI Banque) hingegen beruft sich darauf, nach wirksamer Vertragskündigung ihre Leistung einzustellen. Dadurch verhindere sie, dass die Batterie wieder aufgeladen wird, was deren Ladekapazität verringere und den Wert mindere. Das Urteil wird voraussichtlich am 26. Oktober verkündet. (Az. XII ZR 89/21) Darf man eine vermietete Batterie aus der Ferne abschalten? BGH prüft (Boerse, 28.09.2022 - 05:53) weiterlesen...

Musterverfahren gegen Porsche SE geht in nächste Runde STUTTGART - Das Oberlandesgericht Stuttgart will am Mittwoch (9.00 Uhr) über den weiteren Fortgang der juristischen Auseinandersetzung gegen die VW vorwerfen, zu spät über den Abgasskandal informiert zu haben. (Boerse, 28.09.2022 - 05:53) weiterlesen...