Internet, Software

OSLO - Die norwegische Datenaufsichtsbehörde hat die Dating-App Grindr wegen Verstoßes gegen Datenschutzbestimmungen mit einer Millionenstrafe belegt.

15.12.2021 - 13:29:27

Millionenstrafe gegen Dating-App Grindr in Norwegen. Weil sich das soziale Netzwerk nicht an die Zustimmungsregeln für die Weiterleitung von persönlichen Daten in der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) gehalten habe, müsse es eine Verwaltungsstrafe von 65 Millionen Kronen (6,4 Mio Euro) zahlen, teilte die Behörde Datatilsynet am Mittwoch mit.

"Unsere Schlussfolgerung ist, dass Grindr Benutzerdaten für verhaltensbezogene Werbung ohne Rechtsgrundlage an Dritte weitergegeben hat", erklärte Tobias Judin, Leiter der internationalen Abteilung der Datenaufsicht.

Der norwegische Verbraucherrat hatte 2020 gemeinsam mit der in Wien ansässigen Datenschutzorganisation Noyb Beschwere gegen Grindr eingelegt. Es handelt sich um die höchste Geldstrafe, die die norwegische Datenaufsicht bislang verhängt hat - trotz der Tatsache, dass die Summe geringer ist als die 100 Millionen Kronen, von der die Behörde Grindr im Januar in Kenntnis gesetzt hatte. Angesichts von bereitgestellten Informationen zur Größe und finanziellen Lage des Unternehmens sowie Veränderungen sei eine Verringerung der Strafe gerechtfertigt, schrieb Datatilsynet.

Grindr ist eine beliebte und weit verbreitete Dating-App für schwule und bisexuelle Männer sowie Transsexuelle. Das Unternehmen kann innerhalb von drei Wochen Berufung einlegen. Die DSGVO ist zwar eine Verordnung der EU, sie gilt aber für den gesamten Europäischen Wirtschaftsraum EWR - und damit auch für das Nicht-EU-Land Norwegen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

WDH/ROUNDUP: Deutsche Firmen wollen bei britischen Windparks mitanpacken (Schreibfehler im ersten Satz behoben) (Boerse, 17.01.2022 - 14:27) weiterlesen...

Deutsche Firmen wollen bei britischen Windparks mitanpacken. Der Karlsruher Energiekonzern EnBW und die britische BP bekamen nach Angaben vom Montag den Zuschlag für einen fast drei Gigawatt starken Windpark vor der schottischen Ostküste. Sie zahlen laut Crown Estate Scotland, das den Meeresboden verwaltet, eine Optionsgebühr von 85,9 Millionen Pfund (rund 103 Mio Euro). KARLSRUHE/LONDON - Am Ausbau der Windkraft vor der britischen Küste dürfen sich nach einer Aktion auch deutsche Unternehmen beteiligen. (Boerse, 17.01.2022 - 13:44) weiterlesen...

Gebührenstreit - Amazon UK akzeptiert wieder Visa-Kreditkarten. Ursprünglich waren die Gebühren dem Online-Versandhändler zu hoch gewesen, doch nun sprechen beide Konzerne davon, eine gemeinsame Lösung zu finden. Amazon-Kunden in Großbritannien können auch weiterhin mit Visa bezahlen. (Wirtschaft, 17.01.2022 - 13:14) weiterlesen...

Gebührenstreit: Amazon UK akzeptiert wieder Visa-Kreditkarten. LONDON - Der Online-Gigant Amazon will in Großbritannien anders als angekündigt weiter Kreditkarten von Visa als Zahlungsmittel akzeptieren. Wegen eines Streits über aus Amazon-Sicht zu hohe Gebühren hatte der Online-Händler im November angekündigt, die Karten vom 19. Januar an nicht mehr zu anzunehmen. Nun zeichnet sich eine Einigung ab. Gebührenstreit: Amazon UK akzeptiert wieder Visa-Kreditkarten (Boerse, 17.01.2022 - 12:54) weiterlesen...

CREALOGIX ernennt zwei neue Managing Directors für Mittel- und Nordeuropa. CREALOGIX ernennt zwei neue Managing Directors für Mittel- und Nordeuropa CREALOGIX ernennt zwei neue Managing Directors für Mittel- und Nordeuropa (Boerse, 17.01.2022 - 10:05) weiterlesen...

Luca-App ändert Geschäftsmodell und senkt Preise. Die Länder müssen sich nicht mehr für ein volles Jahr auf die Nutzung des Luca-Systems verpflichten, sondern können sich Monat für Monat entscheiden, ob die Gesundheitsämter die Luca-Daten nutzen können, teilte die Betreibergesellschaft Cultur4Life am Montag in Berlin mit. BERLIN - Die Macher der umstrittenen Luca-App zur Bekämpfung der Corona-Pandemie sind den Bundesländern in den laufenden Verhandlungen um eine Vertragsverlängerung entgegengekommen. (Boerse, 17.01.2022 - 09:42) weiterlesen...