Ernährung, Produktion

(Ortsname im dritten Satz korrigiert)

22.12.2021 - 16:15:27

WDH/Erst gefroren, dann gepresst - Eiswein an Nahe, Mosel und in Franken

BODENHEIM - Kälteeinbruch in dieser Woche hat Winzern an der Nahe, an der Mosel und in Franken die ersten Eisweine dieses Winters ins Fass gebracht. "Das war wirklich ein Weihnachtsgeschenk", sagte der Präsident des Fränkischen Weinbauverbands, Artur Steinmann, am Mittwoch. In Sommerhausen am Main wurde die letzte Ernte des Jahres am frühen Morgen bei minus acht Grad eingefahren - der Winzer hofft auf etwa 150 Liter der Weinspezialität.

Für eine Eisweinlese müssen die Trauben durchgefroren sein. Dazu braucht es mindestens minus sieben Grad Kälte über mehrere Stunden. Die überreifen Trauben werden gefroren gelesen und gepresst. Eiswein ist besonders süß, weil ein großer Teil des Wassers in den gefrorenen Früchten zurückbleibt und der Zuckergehalt sehr hoch ist. Konzentriert erhalten bleiben die aromatischen Inhaltsstoffe der Beeren.

Der erste Eiswein des Winters wurde bereits am Dienstag im Weingut Korrell Johanneshof in Bad Kreuznach-Bosenheim gelesen. Die Trauben hatten nach Angaben des Winzers an der Nahe den hohen Wert von 142 Grad Oechsle - die Oechsle-Grade geben das Mostgewicht des Zuckergehalts und anderer gelöster Stoffe im Traubensaft an. Im Anbaugebiet Mosel konnte unter anderem das Weingut Dr. Hermann in der Gemeinde Erden Eiswein lesen, wie das Deutsche Weininstitut in Bodenheim bei Mainz mitteilte.

"Insgesamt verspricht die im Vergleich zu den Vorjahren frühzeitige Eisweinlese mit sehr gesundem Lesegut qualitativ hochwertige Eisweinspezialitäten", erklärte das Weininstitut. Für diesen Winter haben 152 Betriebe in Rheinland-Pfalz eine Gesamtfläche von rund 107 Hektar für eine mögliche Eiswein-Lese angemeldet. Im Vorjahr waren es nur 93 Betriebe mit zusammen 72 Hektar. Eiswein ist für Betriebe immer mit Risiko verbunden. Im Weinjahrgang 2019 hatten Winzer in Rheinland-Pfalz vergeblich auf Frost gewartet. Wird es nicht kalt genug, bedeutet das für den Winzer einen Totalverlust.

@ dpa.de

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