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OLDENBURG - Für eine neue Stromautobahn von Niedersachsen und Schleswig-Holstein ins Ruhrgebiet steht nun das Genehmigungsverfahren bevor.

21.09.2022 - 19:52:26

Netzbetreiber leitet Genehmigungsverfahren für neue Stromautobahn ein. Wie der Netzbetreiber Amprion mitteilte, sind am Mittwoch die notwendigen Unterlagen für einen ein Kilometer breiten Korridor der Gleichstromverbindung bei der Bundesnetzagentur eingereicht worden. Diese sollten nun von der Behörde geprüft werden. Der vorgeschlagene Korridor bildet die Grundlage für die zu bauende Erdkabeltrasse, die zwischen 40 und 60 Meter breit sein soll. Für den grundsätzlichen Trassenverlauf soll eine Genehmigung bis 2025 vorliegen.

Die Stromautobahn, der sogenannte Korridor B, war 2021 im Bundesbedarfsplangesetz festgeschrieben worden, um die Energiewende voranzutreiben und Windstrom von der Nordsee ins Ruhrgebiet zu transportieren. Die Kapazität der beiden Erdkabelleitungen mit insgesamt vier Gigawatt soll ausreichen, um ab Anfang der 2030er Jahre fünf Kohlekraftwerke zu ersetzen. Das System besteht aus zwei Abschnitten: einem rund 440 Kilometer langen Abschnitt von Heide in Schleswig-Holstein nach Marl in NRW und einem rund 270 Kilometer langen Abschnitt von Wilhelmshaven in Niedersachsen bis nach Hamm.

@ dpa.de