Ernährung, Regierungen

ODESSA - Nach dem Ende der russischen Seeblockade hat erstmals wieder ein Frachtschiff in einem ukrainischen Hafen angelegt.

08.08.2022 - 18:18:05

Nach Ende der Seeblockade: Erster Frachter in Ukraine angekommen. "Der Schüttgutfrachter Fulmar S ist im Hafen Tschornomorsk angekommen und bereit zum Beladen", teilte das ukrainische Infrastrukturministerium am Sonntag auf seinem Telegram-Kanal mit. Die in den letzten Tagen aus den ukrainischen Häfen ausgelaufenen Schiffe hingen dort bereits seit Kriegsbeginn fest. Die Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs und der damit verbundenen Getreidelieferungen aus der Ukraine sind wichtig für die Stabilisierung der Lebensmittelpreise weltweit.

in der vergangenen Woche sei das dritte Geschäftsquartal von Siemens Energy etwas holprig verlaufen, schrieb Berenberg-Analyst Philip Buller. Dagegen sei die Entwicklung des Geschäftsbereichs Gas & Strom, der zwei Drittel des Umsatzes ausmache, grundsätzlich solide gewesen. Positiv überrascht habe zudem, dass trotz der Warnung von Siemens Gamesa die operativen Prognosen für das Gesamtjahr unverändert beibehalten worden seien, hob Buller hervor. Das deute darauf hin, dass das Gas- und Stromgeschäft besser als erwartet laufe und die Prognosen in gewisser Hinsicht konservativ seien. Er hatte daher eher mit Kursgewinnen für die Aktie gerechnet.

Analyst Gael de-Bray von der Deutschen Bank lobte ebenfalls das starke Gas & Strom-Geschäft und den beibehaltenen operativen Ausblick. Auf diesen beiden Details hätten die Analysten ihr Hauptaugenmerk gelegt, da alles andere wegen des Vorab-Berichts und der Gewinnwarnung von Siemens Gamesa mehr oder weniger bereits bekannt gewesen sei. Der Experte hält es für ermutigend, dass Siemens Energy trotz der gesenkten Prognose der Windturbinen-Tochter noch das untere Ende der Prognosespanne für die vergleichbare Umsatzentwicklung und die bereinigte operative Ergebnismarge vor Sondereinflüssen erreichen will. Zudem gehe der Konzern davon aus, dass der freie Barmittelfluss vor Steuern im Bereich eines positiven mittleren dreistelligen Millionenbetrags liegen werde.

Den freien Barmittelfluss lobte auch Simon Toennessen vom Analysehaus Jefferies und verwies darüber hinaus auch auf die überraschend starke Auftragsentwicklung. Das operative Ergebnis (Ebita), so ergänzte er, habe zwar unter erheblichen Restrukturierungskosten im Zusammenhang mit Russland gelitten - darum bereinigt liege es aber ebenfalls über den Erwartungen.

Nicht zuletzt äußerte sich auch Analyst Akash Gupta von JPMorgan sehr positiv. Auch er lobte die Entwicklung der Öl- und Gassparte im dritten Geschäftsquartal und dass der Konzern auftragsseitig sowie mit dem um Sonderfaktoren bereinigten operativen Ergebnis die durchschnittlichen Analystenschätzungen übertroffen habe. Etwas kritisch merkte er noch an, dass die Umstrukturierungskosten im Zusammenhang mit Russland und die enttäuschenden Zahlen von Siemens Gamesa zu einem unerwartet deutlichen konsolidierten Quartalsverlust geführt hätten.

@ dpa.de

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