Knaus Tabbert, DE000A2YN504

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12.08.2022 - 11:19:59

Original-Research: KnausTabbert AG : Kaufen

Original-Research: Bauer AG - von Montega AG

Einstufung von Montega AG zu Bauer AG

Unternehmen: Bauer AG

ISIN: DE0005168108

Anlass der Studie: Update

Empfehlung: Halten

seit: 12.08.2022

Kursziel: 10,50

Kursziel auf Sicht von: 12 Monaten

Letzte Ratingänderung: -

Analyst: Patrick Speck

Schwache Entwicklung im Bau-Segment hält an und belastet EBIT

BAUER hat gestern die Zahlen für Q2 vorgelegt, die im Vorjahresvergleich

leichtes Wachstum jedoch einen deutlichen Rückgang im operativen Ergebnis

zeigen.

Segment Maschinen wächst kräftig, Bau rückläufig: In Q2 stieg der

Konzernerlös moderat um 4,0% yoy auf 397,6 Mio. Euro (MONe: 404,0 Mio.

Euro), womit die Dynamik aus Q1 (+20,3%) nicht gehalten werden konnte. Der

Auftragseingang legte von niedriger Basis aus zwar um 23,1% yoy auf 453,3

Mio. Euro zu, lag damit aber deutlich unter dem Wert des Q1 (532,0 Mio.

Euro). Die Entwicklung der einzelnen Geschäftsbereiche verlief sehr

heterogen. Während das Segment Maschinen den Umsatz trotz der anhaltenden

Zero-Corona-Politik in China mit +16,2% yoy auf 157,4 Mio. Euro steigerte,

gingen die Erlöse im Bausegment um 4,4% yoy auf 170,8 Mio. Euro zurück.

Hierbei waren vor allem die Tochtergesellschaften in Malaysia, Katar und

Kanada von einer deutlichen Unterauslastung geprägt, sodass weitere

Kapazitätsanpassungen avisiert wurden. In Deutschland verzeichnete BAUER

nach eigenen Angaben eine solide Entwicklung. Das Segment Resources lag

annähernd auf Vorjahreslevel (+1,6% yoy auf 69,4 Mio. Euro), wobei die

lokale Präsenz in Südafrika aufgrund deutlich eingetrübter Marktaussichten

aufgegeben wurde.

Operatives Ergebnis schwach: Wenngleich BAUER den Rohertrag leicht

überproportional steigern und die Rohertragsmarge in Q2 auf 50,2% (+130 BP

yoy) verbessern konnte, wurde dies durch deutlicher gestiegene

Personalkosten (Quote: +140 BP yoy) und sonstige betriebliche Aufwendungen

(+130 BP yoy) konterkariert. Letztere resultierten u.a. aus höheren

Aufwendungen und Abschreibungen i.H.v. ca. 2 Mio. Euro im Rahmen des

Projekts zur Gründung eines Offshore-Windparks in Saint Brieuc. Das Segment

Bau blieb daher erneut defizitär (EBIT Q2: -2,0 Mio. Euro), während

Maschinen ein solides Profitabilitätsniveau halten und ein EBIT von 10,4

Mio. Euro (EBIT-Marge 6,6%) beisteuern konnte. Resources schaffte nach dem

überraschend schwachen Q1 die Rückkehr in die Gewinnzone (EBIT-Marge: 2,2%

vs. Q1: -2,5%). In Summe sank das operative Konzernergebnis jedoch auf 8,3

Mio. Euro (Vj.: 13,5 Mio. Euro). Auf Nettoebene verzeichnete BAUER aber

eine signifikante Steigerung auf 9,6 Mio. Euro (Vj.: -1,1 Mio. Euro). Dies

beruhte auf positiven Effekten aus Zinssicherungsgeschäften, die sich in

einem positiven Finanzergebnis von 12,7 Mio. Euro (Vj.: -6,2 Mio. Euro)

niederschlugen, sich in den Folgequartalen aber normalisieren sollten.

Guidance bestätigt, aber Erwartungen dürften sinken: Für 2022 erwartet

BAUER unverändert eine deutliche Steigerung der Gesamtkonzernleistung sowie

des EBITs (>5 Mio. Euro). Wir rechnen für das Segment Bau nun lediglich

mit einem EBIT knapp über Break-Even-Level, passen unsere Ergebnisschätzung

für Maschinen dagegen moderat nach oben an, zumal sich BAUER zuversichtlich

bezüglich der Lieferfähigkeit in H2 zeigte. In Summe reduzieren wir unsere

EBIT-Erwartungen für 2022 ff. spürbar, da wir im Bau mit einem anhaltend

schwierigen Marktumfeld rechnen. Des Weiteren erachten wir das

Mittelfristziel einer EBIT-Marge von 7 bis 9% derzeit als unrealistisch,

sodass wir auch von sinkenden Konsenserwartungen (EBIT 2022e: 51,4 Mio.

Euro; 2023e: 89,1 Mio. Euro) ausgehen.

Fazit: BAUER kennzeichnet eine sehr heterogene Entwicklung, bei der sich

der Bau weiter als Sorgenkind zeigt. Wir bestätigen das Rating "Halten" mit

neuem Kursziel von 10,50 Euro.

+++ Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Abschluss

bestimmter Börsengeschäfte. Bitte lesen Sie unseren RISIKOHINWEIS /

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sich als ausgelagerter Researchanbieter für institutionelle Investoren und

fokussiert sich auf die Erstellung von Research-Publikationen sowie die

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Family Offices primär aus Deutschland, der Schweiz und Luxemburg. Die

Analysten von Montega zeichnen sich dabei durch exzellente Kontakte zum

Top-Management, profunde Marktkenntnisse und langjährige Erfahrung in der

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