Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

ALTIRA AG, DE0001218063

^

01.04.2021 - 10:44:26

Original-Research: FinLab AG : Kaufen

Original-Research: FinLab AG - von Montega AG

Einstufung von Montega AG zu FinLab AG

Unternehmen: FinLab AG

ISIN: DE0001218063

Anlass der Studie: Update

Empfehlung: Kaufen

seit: 01.04.2021

Kursziel: 29,50

Kursziel auf Sicht von: 12 Monaten

Letzte Ratingänderung: -

Analyst: Sebastian Weidhüner

Beteiligungsportfolio von FinLab zeigt sich stabil - Kernbeteiligung Heliad

treibt Neubewertungsrücklage und Kursziel

FinLab hat jüngst den Geschäftsbericht für das Jahr 2020 veröffentlicht und

durch hohe Buchwertgewinne (Neubewertungsrücklage) infolge einer

erfreulichen Entwicklung der Kernbeteiligung Heliad u.E. ihre attraktive

Positionierung in der 'Corona-Krise' verdeutlicht.

[Tabelle]

Die Erträge aus Beteiligungen waren u.a. aufgrund niedrigerer

Gewinnausschüttungen und Dividenden um -25,3% yoy auf 2,0 Mio. Euro

rückläufig. Zudem ergab sich aus einem stark geminderten Finanzergebnis von

6,0 Mio. Euro (Vorjahr: 38,1 Mio. Euro) ein Rückgang beim Jahresüberschuss

um 84,6% yoy, weshalb aus dem eigenen FinTech-Portfolio in 2020 lediglich

ein geringfügiger NAV-Anstieg resultiert.

Die börsennotierte Kernbeteiligung Heliad Equity Partners entwickelte sich

in 2020 mit einem Kursplus von +109,9% hingegen außerordentlich stark. Sie

wird über die FVOCIMethode (Fair Value Through Other Comprehensive Income)

bewertet, sodass sich der Kursanstieg in einer um 19,8 Mio. Euro (Vorjahr:

-2,9 Mio. Euro) erhöhten Neubewertungsrücklage niederschlägt. Zum Großteil

resultiert dies wiederum aus der operativ starken Performance des

Online-Brokers flatexDEGIRO, an dem Heliad 5,3% und FinLab somit indirekt

2,4% der Aktien hält. Nach dem Rekordjahr 2020 mit 75 Mio. abgewickelten

Transaktionen (+140% yoy) und einer auf 1,25 Mio. (+57% yoy) angestiegenen

Kundenbasis profitierte das Unternehmen zuletzt von den massiv gestiegenen

Handelsaktivitäten. Auf Grundlage von 11,4 Mio. ausgeführten Transaktionen

und 130.000 Neukunden im Januar avisiert das Management bis Ende 2021 ein

Wachstum der Kundenbasis auf insgesamt 1,8 bis 2,0 Mio. Durch die

Fortsetzung des Aktienkursanstiegs (+24,4% YTD) erhöht sich der

Heliad-Potenzialwert in unserem Bewertungsmodell auf 69,4 Mio. Euro (zuvor:

44,3 Mio. Euro).

Der Eintritt von Deposit Solutions in den rund 16 Bio. US-Dollar großen

amerikanischen Einlagenmarkt mit dem Zinsportal 'SaveBetter.com' eröffnet

u.E. weitere Wachstumschancen und somit eine perspektivisch höhere

Bewertung in kommenden Finanzierungsrunden. Das Produktangebot umfasst

zunächst verzinste Sparkonten und soll zukünftig durch sogenannte

Certificates of Deposit (analog zum europäischen Festgeld) ergänzt werden.

Der Marktstart erfolgte mit den drei Partnerbanken Continental Bank (Salt

Lake City), Ponce Bank (New York) und der Central Bank of Kansas City.

Wirtschaftliche Auswirkungen aus dem über die Greensill Bank eröffneten

Insolvenzverfahren bestehen u.E. nicht, da aus Branchenkreisen zu hören

ist, dass eine reibungslose und schnelle Abwicklung über die

Einlagensicherung auch weiterhin für Vertrauen und Zufriedenheit bei den

Endkunden sorgt. Von der Bilanzsumme (3,5 Mrd. Euro) entfielen zuletzt ca.

3 Mrd. Euro auf Privateinlagen, von denen Greensill einen Anteil u.a. über

Vergleichs- und Zinsplattformen wie 'Zinspilot' (Deposit Solutions) und

'Weltsparen' (Raisin GmbH) einsammelte, wodurch Diskussionen über eine

strengere Regulierung solcher Plattform-Geschäfte aufkamen, da Zinsportale

durch die Einlagensicherungen von einer risikoaffineren

Entscheidungsfindung der Privatanleger profitieren könnten. Wir erachten

weitere Beschränkungen der FinTechs jedoch nicht als wahrscheinlich, weil

sie ausschließlich eine Vermittlungsfunktion ausüben und die

Prüfungsverantwortung von Finanzinstituten sowie Kontroll- und

Sanktionsinstrumente den dafür zuständigen Organisationen (u.a. BaFin,

Prüfungsverband deutscher Banken) obliegen.

Auch das übrige FinTech-Portfolio verzeichnete eine insgesamt solide

Entwicklung. So erhielt z.B. nextmarkets Anfang März in einer

Serie-B-Finanzierungsrunde 30 Mio. USDollar für die weitere europäische

Expansion sowie den Ausbau des Produktportfolios. Privatanleger können nun

bereits in acht Ländern (Deutschland, Österreich, Großbritannien, Portugal,

Niederlande, Frankreich, Spanien und Italien) über 7.000 Aktien und 1.000

ETFs gebührenfrei handeln, sodass im vergangenen Jahr mehr als 1 Mio.

Transaktionen realisiert wurden. Das Frankfurter Fintech Cashlink arbeitet

darüber hinaus mit WIWIN, einer Plattform für nachhaltiges Investieren, im

Bereich tokenbasierter Wertpapiere durch den Einsatz der

Blockchain-Technologie zusammen. Cashlink unterstützt dabei die technische

Umsetzung softwarebasiert. Künftig möchten die beiden Unternehmen ihren

gemeinsamen Prozess auch als White Label-Lösung anbieten.

Ferner wurde mit dem Ausscheiden des langjährigen Ankeraktionärs Christian

Angermayer, der zuvor über sein Family Office 29% der FinLab-Aktien hielt,

eine Veränderung in der Aktionärsstruktur verkündet. Der bis dahin bereits

größte Anteilseigner Bernd Förtsch übernahm laut Unternehmen hiervon

außerbörslich Stücke und hält nun 'deutlich über 50%', jedoch unter 75% der

Unternehmensanteile.

Fazit: FinLab befindet sich operativ weiterhin auf einem sehr guten Weg.

Wir haben die jüngsten Veränderungen des Beteiligungsportfolios in unserer

NAV-Berechnung berücksichtigt und die Heliad-Entwicklung inkludiert. Das

derzeitige Bewertungsniveau stellt u.E. nach wie vor eine attraktive

Einstiegsgelegenheit dar. Der indirekte Anteil an der

flatexDEGIRO-Beteiligung mitsamt dem Heliad-Kassenbestand (in Summe ca. 63

Mio. Euro), die eigene Beteiligung an Deposit Solutions auf Grundlage der

letzten Finanzierungsrunde aus September 2019 (ca. 72 Mio. Euro) sowie die

liquiden Mittel zum Geschäftsjahresende 2020 i.H.v. 6,2 Mio. Euro

übersteigen bereits die derzeitige Marktkapitalisierung um 5,8%. Das übrige

Beteiligungsportfolio sowie laufende Erträge aus den Fondsmandaten sind

dabei noch nicht miteinbezogen. Nach Anpassung unseres Bewertungsmodells

ergibt sich ein neues Kursziel von 29,50 Euro (zuvor: 25,00 Euro) bei

unverändertem Rating 'Kaufen'.

+++ Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Abschluss

bestimmter Börsengeschäfte. Bitte lesen Sie unseren RISIKOHINWEIS /

HAFTUNGSAUSSCHLUSS unter http://www.montega.de +++

Über Montega:

Die Montega AG ist eines der führenden bankenunabhängigen Researchhäuser

mit klarem Fokus auf den deutschen Mittelstand. Das Coverage-Universum

umfasst Titel aus dem MDAX, TecDAX, SDAX sowie ausgewählte Nebenwerte und

wird durch erfolgreiches Stock-Picking stetig erweitert. Montega versteht

sich als ausgelagerter Researchanbieter für institutionelle Investoren und

fokussiert sich auf die Erstellung von Research-Publikationen sowie die

Veranstaltung von Roadshows, Fieldtrips und Konferenzen. Zu den Kunden

zählen langfristig orientierte Value-Investoren, Vermögensverwalter und

Family Offices primär aus Deutschland, der Schweiz und Luxemburg. Die

Analysten von Montega zeichnen sich dabei durch exzellente Kontakte zum

Top-Management, profunde Marktkenntnisse und langjährige Erfahrung in der

Analyse von deutschen Small- und MidCap-Unternehmen aus.

Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden:

http://www.more-ir.de/d/22263.pdf

Kontakt für Rückfragen

Montega AG - Equity Research

Tel.: +49 (0)40 41111 37-80

Web: www.montega.de

E-Mail: research@montega.de

übermittelt durch die EQS Group AG.

Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw.

Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung

oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.

°

@ dpa.de