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GCI MANAGEMENT AG, DE0005855183

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28.11.2019 - 14:04:38

Original-Research: MS Industrie AG : Kaufen

Original-Research: MS Industrie AG - von GBC AG

Einstufung von GBC AG zu MS Industrie AG

Unternehmen: MS Industrie AG

ISIN: DE0005855183

Anlass der Studie: Research Comment

Empfehlung: Kaufen

Kursziel: 3,60 Euro

Kursziel auf Sicht von: 31.12.2020

Letzte Ratingänderung:

Analyst: Cosmin Filker, Matthias Greiffenberger

Schwierigeres Marktumfeld in 2020 erwartet, Prognosen für 2019 und 2020

reduziert, Neues Kursziel: 3,60 EUR, Rating weiterhin KAUFEN

Wie erwartet, sind in den ersten neun Monaten 2019 die Umsatzerlöse der MS

Industrie AG erheblich auf 174,67 Mio. EUR (VJ: 209,40 Mio. EUR)

zurückgegangen. Maßgeblich dafür war der im April 2019 erfolgte Verkauf der

Tochtergesellschaft MS Industries Inc., in der die Fertigung für den

Daimler-Weltmotor für den NAFTA-Raum gebündelt war und in 2018 Umsatzerlöse

in Höhe von knapp 100 Mio. USD (ca. 90 Mio. EUR) beigesteuert hatte. Dem

stehen jedoch Erträge aus dem Liefervertrag mit der Gnutti Carlo-Gruppe in

Höhe von ca. 10 Mio. USD (ca. 9,1 Mio. EUR) gegenüber, so dass für die

ersten drei Quartale 2019 von einem Wegfall eines Umsatzvolumens von etwa

40 Mio. EUR auszugehen ist. Bereinigt hätte die MS Industrie AG sogar ein

leichtes Umsatzwachstum auf etwa 214,5 Mio. EURerzielt.

Auch die Ergebnisentwicklung war in den ersten neun Monaten von der

Veräußerung der US-amerikanischen Daimler-Fertigung geprägt. Insbesondere

das Entkonsolidierungsergebnis (vor Steuern) in Höhe von 21,33 Mio. EUR

hatte dabei zu deutlichen Ergebnissteigerungen geführt. Bereinigt um diesen

einmaligen Sondereffekt hätte die Gesellschaft aber einen EBIT-Rückgang auf

0,43 Mio. EUR (VJ: 7,70 Mio. EUR) ausgewiesen. Hier machen sich einerseits

die weggefallenen, margenstarken Umsätze der veräußerten Daimler-Fertigung

in den USA bemerkbar. Auf der anderen Seite sind die personellen

Kapazitätsanpassungen noch nicht vollständig umgesetzt worden, so dass beim

Personalaufwand eine überproportionale Entwicklung vorlag.

Insgesamt ist die aktuelle Umsatzentwicklung der MS Industrie AG vor dem

Hintergrund einer sich verstärkenden Abschwächung der Nachfrage nach

Nutzfahrzeugen in Europa zu sehen. Gemäß ACEA (Vereinigung der europäischen

Automobil-Hersteller) legte zwischen Januar und September 2019 die Anzahl

der Neuzulassungen schwerer Nutzfahrzeuge (>16 Tonnen) zwar um 5,3 % zu,

im

Juli (-25,1 %), August (-21,8 %) und September (-13,8 %) hatte aber eine

deutlich rückläufige Entwicklung eingesetzt. Insgesamt ist das Marktumfeld

für die MS Industrie AG damit als zunehmend herausfordernd zu sehen. Gemäß

Unternehmensangaben gibt es derzeit Indizien, wonach sich die

OEM's auf ein deutlich schwierigeres Marktumfeld im kommenden Geschäftsjahr

2020 vorbereiten.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Management der MS Industrie AG

Umsatzerlöse in Höhe von 225 Mio. EUR (bisher: 230 Mio. EUR) und eine

deutlich rückläufige Entwicklung des von Sondereffekten geprägten EBIT

sowie ein leicht negatives Nachsteuerergebnis vor Sondereffekten. Im

kommenden Geschäftsjahr wird sich der Wegfall der nordamerikanischen

Daimler-Umsätze erstmals ganzjährig auswirken. Darüber hinaus sind die,

insbesondere für die Fahrzeugbranche, niedrigeren Konjunkturerwartungen zu

berücksichtigten, so dass die MS-Gruppe, bei von uns unterstellten

fehlenden Impulsen aus dem Ultraschall-Bereich, einen deutlichen

Umsatzrückgang ausweisen müsste. Erst ab dem Geschäftsjahr 2021 ist mit

einem leichten Anstieg der Abrufzahlen durch den Hauptkunden Daimler zu

rechnen. Darüber hinaus sollte die Gesellschaft erstmalig Umsätze mit dem

neuen Kunden der VW-Gruppe erwirtschaften, so dass wir dann einen spürbaren

Erlösanstieg unterstellen.

Analog zur Unternehmens-Guidance rechnen wir für das laufende Geschäftsjahr

mit einem leicht niedrigeren Umsatzniveau, sowie, vor dem Hintergrund der

sich noch nicht vollständig auswirkenden Einsparungen beim Personal, mit

einem niedrigeren Ergebnisniveau. Bereinigt um das einmalige

Entkonsolidierungsergebnis (nach Steuern) in Höhe von rund 19,5 Mio. EUR

erwarten wir für das laufende Geschäftsjahr 2019 ein negatives

Nachsteuerergebnis in Höhe von -2,04 Mio. EUR. Aufbauend auf den

niedrigeren Umsatz- und Ergebnisprognosen haben wir unsere Prognosen für

das kommende Geschäftsjahr 2020 ebenfalls reduziert. Unsere 2021er

Schätzungen haben wir hingegen unverändert gelassen. Wie dargestellt, gehen

wir hier von einem Anstieg bei den Daimler-Abrufzahlen aus und

berücksichtigen zudem die erstmaligen Umsatzbeiträge des neuen Kunden.

Im Rahmen unseres angepassten DCF-Bewertungsmodells haben wir eine neues

Kursziel in Höhe von 3,60 EUR ermittelt. Das insbesondere im zweiten

Halbjahr 2019 deutlich reduzierte Kursniveau auf aktuell 2,05 EUR bietet

jedoch noch ein hohes Kurspotenzial und daher vergeben wir unverändert das

Rating KAUFEN.

Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden:

http://www.more-ir.de/d/19513.pdf

Kontakt für Rückfragen

Jörg Grunwald

Vorstand

GBC AG

Halderstraße 27

86150 Augsburg

0821 / 241133 0

research@gbc-ag.de

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Offenlegung möglicher Interessenskonflikte nach § 85 WpHG und Art. 20 MAR Beim oben analysierten Unternehmen ist folgender möglicher Interessenkonflikt gegeben: (5a,7,11); Einen Katalog möglicher Interessenkonflikte finden Sie unter:

http://www.gbc-ag.de/de/Offenlegung

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Datum und Zeitpunkt der Fertigstellung der Studie: 28.11.19 (12:00 Uhr)

Datum und Zeitpunkt der ersten Weitergabe: 28.11.19 (14:00 Uhr)

übermittelt durch die EQS Group AG.

Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw.

Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung

oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.

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@ dpa.de