Ernährung, Getränke

NEW YORK - UN-Generalsekretär António Guterres hat den Weltsicherheitsrat dazu aufgefordert, mit Maßnahmen gegen bewaffnete Konflikte auch die drastisch gestiegene Zahl der Hungernden zu bekämpfen.

19.05.2022 - 18:02:27

UN-Chef: 60 Prozent der Unterernährten leben in Konfliktzonen. Es bestehe ein direkter Zusammenhang zwischen Hunger und Konflikt: Ein Großteil der 140 Millionen Menschen, die im vergangenen Jahr unter Hunger litten, lebten in Krisenländern, sagte Guterres am Donnerstag bei einer Sitzung des mächtigsten UN-Gremiums zum Thema Nahrungsmittelknappheit in New York.

"Lassen Sie keinen Zweifel aufkommen: Wenn dieser Rat über Konflikte debattiert, debattieren Sie über Hunger." Rund sechzig Prozent der unterernährten Menschen weltweit lebten in Konfliktgebieten. "Ich fordere Sie auf, maximale Maßnahmen zu ergreifen, um Ihre Rolle zu erfüllen", so Guterres an die 15 Ratsmitglieder. Das Treffen in New York fand auf Initiative der USA statt. Am Mittwoch hatte es zu dem Thema bereits ein Außenministertreffen bei den Vereinten Nationen gegeben, an dem auch Bundesaußenministerin Annalena Baerbock teilnahm.

Den Vereinten Nationen zufolge hat der weltweite Hunger einen neuen Höchststand erreicht. Die Zahl der Menschen mit starker Ernährungsunsicherheit habe sich in den vergangenen zwei Jahren von 135 auf heute 276 Millionen erhöht. Mehr als eine halbe Million Menschen sei vom Hungertod bedroht - fünf Mal mehr als noch 2016. Der Krieg in der Ukraine fache die Entwicklung, die durch Klimakrise und Covid-Pandemie getrieben werde, weiter an. Zusammen produzieren die Ukraine und Russland nach UN-Angaben fast ein Drittel des Weizens und der Gerste der Welt und die Hälfte des Sonnenblumenöls.

@ dpa.de

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