Allianz SE, DE0008404005

NEW YORK / MÜNCHEN - Die US-Regierung erlegt der Allianz nach Fondsverlusten in Milliardenhöhe wegen Betrugsvorwürfen eine harte Strafe auf: Der Münchner Konzern muss Strafe in mindestens dreistelliger Millionenhöhe zahlen, außerdem darf die verantwortliche Vermögensverwaltung Allianz Global Investors ihr US-Geschäft nicht mehr in der bisherigen Form weiterführen.

17.05.2022 - 18:39:28

USA erlegen Allianz für Fondsverluste harte Strafe auf. Deswegen wird die US-Gesellschaft der AGI in den USA ihr dortiges Geschäft mit etwa 120 Milliarden Dollar Kundengeldern auf einen "neuen US-Partner" übertragen, wie die Allianz am Dienstag in München mitteilte.

mit sich. Denn die Allianz hatte bereits 5,6 Milliarden Euro zurückgelegt, den Großteil davon für Vergleiche mit den Großkunden - institutionellen Anlegern, zu denen laut US-Medienberichten unter anderem die Gewerkschaft Teamsters gehörte.

Die Kunden hatten die AGI 2020 verklagt, weil der Vermögensverwalter während des Börsenbebens zu Beginn der Corona-Pandemie bei bestimmten Fonds von der vereinbarten Strategie abgewichen sei. Das Unternehmen hatte die Anschuldigungen zunächst zurückgewiesen. Doch die US-Behörden stufen die Verluste als Kriminalfall ein.

Die Allianz zählt zu den größten Vermögensverwaltern der Welt, Ende vergangenen Jahres hatten Kunden den beiden Tochtergesellschaften AGI und Pimco fast 2 Billionen Euro anvertraut. Die AGI ist die kleinere der beiden Gesellschaften, wesentlich größer ist das US-Unternehmen Pimco, das jedoch weder an den Verlusten noch an den folgenden rechtlichen Auseinandersetzungen beteiligt war. Wer der neue US-Partner der AGI sein soll, ließ die Allianz offen. AGI soll eine Beteiligung an der neuen Einheit übernehmen, außerdem soll es eine wechselseitige Kooperation im internationalen Vertrieb geben.

@ dpa.de