Öl, Gas

NEW YORK / LONDON / WIEN - Die Ölpreise sind am Donnerstag stark gefallen.

06.12.2018 - 12:08:23

Ölpreise wieder auf Talfahrt - Noch keine Einigung bei Opec-Treffen. Im Verlauf des Vormittags haben die Notierungen die Verluste aus dem frühen Handel deutlich ausgebaut und zu einer neuen Talfahrt angesetzt, nachdem sich eine Einigung auf einer Förderkürzung bei einem Opec-Treffen in die Länge zieht. Am Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 58,63 US-Dollar. Das waren 2,93 Dollar weniger als am Mittwoch. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 2,47 Dollar auf 50,42 Dollar.

Am Rohölmarkt sind alle Augen auf das Opec-Treffen in Wien gerichtet. Dort treffen sich Energieminister, um über ihre Förderung im kommenden Jahr zu beratschlagen. Angesichts des Einbruchs der Erdölpreise in den vergangenen Wochen wäre alles andere als eine spürbare Förderkürzung eine Überraschung. Seit Anfang Oktober sind die Ölpreise um bis zu 30 Prozent gefallen.

Am späten Vormittag hatte der saudische Ölminister Khalid Al-Falih vor Journalisten gesagt, dass es noch keine Einigung auf eine Förderkürzung gebe. Derzeit würden verschiedene Kürzungsszenarien in einem Volumen von 0,5 Millionen bis 1,5 Millionen Barrel pro Tag diskutiert. Nach Einschätzung des einflussreichen saudischen Opec-Vertreters könnte es auf eine Förderkürzung um 1 Million Barrel pro Tag hinauslaufen.

Die Opec-Staaten und die mit ihnen verbündeten Länder außerhalb der Opec, darunter Russland, scheinen sich bereits auf die Notwendigkeit einer Produktionsverringerung über einen Zeitraum von sechs Monaten ab Januar verständigt zu haben. Dies hatte der Energieminister Omans, Mohammed Al Rumhi, am Mittwochabend in Wien gesagt. Allerdings bestehe noch keine Einigkeit über das Ausmaß der Kürzung.

"Eine Schlüsselrolle nimmt dabei Russland ein", heißt es in einer Einschätzung von Rohstoffexperten der Commerzbank. Wie Delegierte berichteten, würde die in der "OPEC+" zusammengefassten Förderländer nur um 1 Million Barrel pro Tag kürzen, wenn Russland an seiner bisherigen Position einer Reduktion um 150 000 Barrel pro Tag festhalte.

Erklärt sich Russland dagegen bereit, seinen Kürzungsbeitrag auf 250 000 Barrel pro Tag zu erhöhen, könnte die OPEC+ die Produktionsmenge um 1,3 bis 1,4 Millionen Barrel pro Tag kürzen. "Letzteres wäre ausreichend, damit der Ölmarkt im nächsten Jahr wieder ins Gleichgewicht kommt, also ein Überangebot vermieden wird", schreiben die Commerzbank-Experten.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Ex-Ölminister von Venezuela in Untersuchungshaft gestorben. Er sei einer chronischen Krankheit erlegen, teilte die Staatsanwaltschaft des in einer tiefen politischen und wirtschaftlichen Krise steckenden Landes am Mittwoch (Ortszeit) auf Twitter mit. Demnach war Martínez zuletzt auf einer Krankenstation versorgt worden. CARACAS - Der wegen Korruptionsverdacht inhaftierte frühere Ölminister Venezuelas, Nelson Martínez, ist tot. (Boerse, 13.12.2018 - 13:17) weiterlesen...

Ölpreise drehen in die Verlustzone. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete gegen Mittag 60,01 US-Dollar. Das waren 14 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 18 Cent auf 50,97 Dollar. NEW YORK/LONDON - Die Ölpreise haben am Donnerstag die leichten Gewinne aus dem frühen Handel abgegeben und sind in die Verlustzone abgerutscht. (Boerse, 13.12.2018 - 13:06) weiterlesen...

IEA hält zu hohes Ölangebot auch 2019 für möglich. Es gebe nach wie vor ein Potential für eine Überversorgung im nächsten Jahr, hieß es in dem am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht der Agentur, in der sich führende Industriestaaten zusammengeschlossen haben. Demnach berge der jüngste Anstieg der Ölreserven sogar die Gefahr "einer signifikanten Überversorgung im nächsten Jahr". PARIS - Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) könnte das Ölangebot trotz der angekündigten Förderkürzung durch wichtige Ölstaaten auch 2019 zu hoch sein. (Boerse, 13.12.2018 - 11:01) weiterlesen...

Ölpreise legen etwas zu. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 60,43 US-Dollar. Das waren 28 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 15 Cent auf 51,31 Dollar. SINGAPUR - Die Ölpreise sind am Donnerstag leicht gestiegen. (Boerse, 13.12.2018 - 08:03) weiterlesen...

Ölpreise legen zu. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am späten Nachmittag 61,12 US-Dollar. Das waren 92 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 86 Cent auf 52,51 Dollar. NEW YORK/LONDON - Die Ölpreise haben am Mittwoch an ihre Gewinne vom Vortag angeknüpft. (Boerse, 12.12.2018 - 17:53) weiterlesen...

USA: Rohöllagerbestände sinken schwächer als erwartet. Sie gingen um 1,2 Millionen auf 442,0 Millionen Barrel zurück, wie das US-Energieministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Analysten hatten einen Rückgang um 3,5 Millionen Barrel erwartet. WASHINGTON - Die Rohölbestände in den USA sind in der vergangenen Woche schwächer gefallen als erwartet. (Boerse, 12.12.2018 - 16:45) weiterlesen...