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NEW YORK - Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus und mehr als 100 weitere namhafte Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik und Kunst setzen sich für die kostenlose Verteilung von Impfstoffen gegen das Corona-Virus weltweit und für alle Menschen ein.

28.06.2020 - 17:54:24

Nobelpreisträger Yunus startet Aufruf für freien Corona-Impfstoff. In einem am Sonntag gestarteten Aufruf werben sie dafür, dass Impfstoffe gegen das Sars-CoV-2-Virus als "globales, öffentliches Gut" (Global Common Good) angesehen und damit allen zur Verfügung stehen werden. Sie appellieren zugleich an die kollektive Verantwortung für alle schutzbedürftigen Menschen ohne jegliche Diskriminierung.

In dem Aufruf heißt es unter anderem, die Effizienz künftiger Impfkampagnen werde von der weltweiten Verfügbarkeit des Impfstoffes abhängen. Doch die Pandemie zeige die Stärken und Schwächen jedes einzelnen Landes sowie die Schwierigkeiten, Zugang zum Gesundheitssystem zu haben. Die Unterzeichner rufen Regierungen, UN-Chef António Guterres, die Weltgesundheitsorganisation WHO sowie Stiftungen, Forschungslabore und andere Einrichtungen dazu auf, sich dieser Sichtweise anzuschließen. Jeder sei eingeladen, sich dem Aufruf auf der Webseite Vaccinecommongood.org anzuschließen.

Neben dem aus Bangladesch stammenden Yunus tragen der Pressemitteilung des Yunus Centre zufolge mehr als 100 bekannte Persönlichkeiten den Aufruf mit, darunter 18 Nobelpreisträger sowie 32 frühere Staats- und Regierungschefs. Zu den Unterstützern zählen etwa Südafrikas EX-Erzbischof Desmond Tutu, Aktivistin Malala, IOC-Präsident Thomas Bach, der ehemalige sowjetische Staats- und Parteichef Michael Gorbatschow und Tenor Andrea Bocelli.

Einen Impfstoff gegen das Corona-Virus, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann, gibt es bislang nicht. Rund sechs Monate nach Beginn der Coronavirus-Pandemie gibt es US-Wissenschaftlern zufolge bereits mehr als zehn Millionen bestätigte Infektionen und knapp 500 000 Todesfälle. Das ging am Sonntag aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor.

@ dpa.de

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