Monsanto, US61166W1018

NEW YORK - Die Mega-Übernahme des US-Saatgutriesen Monsanto durch Bayer steht einem Pressebericht zufolge vor dem Durchbruch.

10.04.2018 - 12:00:47

US-Kartellwächter genehmigen Monsanto-Übernahme durch Bayer. Die Kartellwächter des US-Justizministeriums hätten entschieden, die mehr als 60 Milliarden Dollar (rund 49 Mrd Euro) schwere Transaktion unter Auflagen zu genehmigen, schrieb das "Wall Street Journal" am Montag unter Berufung auf eingeweihte Kreise. Die beiden Unternehmen hätten zuvor dem Verkauf zusätzlicher Vermögenswerte zugestimmt.

Bislang handele es sich allerdings nur um eine grundsätzliche Übereinkunft, wie es im "WSJ" weiter hieß. Wann es zu einer abschließenden Genehmigung komme, sei noch unklar. Das Justizministerium wollte sich zunächst nicht äußern. Anleger verteilten aber schon einmal Vorschusslorbeeren: Die Aktien beider Konzerne legten deutlich zu.

Monsanto und Bayer wollen den Deal noch im zweiten Quartal über die Bühne bringen. Die Zustimmungen weiterer Staaten wie Russland, Kanada und Mexiko stehen noch aus. Diese dürften aber nach dem Ja der EU und der USA kaum ein Problem darstellen, vermutet Analyst Jeremy Redenius von Bernstein Research.

Um die US-Wettbewerbswächter zu überzeugen, stimmten Bayer und Monsanto offenbar dem Verkauf zusätzlicher Vermögenswerte zu. Dabei geht es laut der Zeitung um weitere Bayer-Aktivitäten bei Saatgut und Saatgutbehandlung sowie im Bereich der Digitalen Landwirtschaft. Käufer sei der deutsche Konkurrent BASF .

BASF hatte sich mit Bayer bereits im Herbst auf die Übernahme bestimmter Pflanzenschutzmittel und verschiedener Saatgut-Arten für 5,9 Milliarden Euro geeinigt. Zusätzlich soll das Gemüsesaatgut-Geschäft komplett an die Ludwigshafener gehen, wie im Zuge der EU-Zustimmung mitgeteilt worden war. Außerdem will Bayer BASF eine Lizenz für die Nutzung von digitalen Anwendungen einräumen.

Die Kartellwächter der EU prüfen die Verkäufe an BASF einzeln. BASF habe den Kartellbehörden Zugeständnisse angeboten, mit denen der Konzern wettbewerbsrechtliche Bedenken zerstreuen will, wie die EU-Kommission am Dienstag auf ihrer Internetseite mitteilte.

@ dpa.de