JPMorgan, US46625H1005

NEW YORK - Die größte US-Bank JPMorgan Chase profitiert weiter von guten Geschäften an den Finanzmärkten und ihrer breiten Aufstellung.

13.07.2018 - 14:11:37

JPMorgan verdient mehr als erwartet - Auch Erträge überraschen positiv. Im zweiten Quartal legte der Gewinn zwar nicht mehr so stark zu wie zum Jahresbeginn - mit einem Anstieg um 18 Prozent auf 8,3 Milliarden Dollar (7,1 Mrd Euro) fiel er aber höher aus, als Experten erwartet hatten. Auch bei den Erträgen überraschte die Großbank positiv. Diese legten um sechs Prozent auf 28,4 Milliarden Dollar zu, wie die Bank am Freitag in New York mitteilte.

derzeit an der Börse wert ist.

Die Bank wuchs dabei sowohl im Investmentbanking als auch im Geschäft mit den Privatkunden. In letzterem profitierte die größte US-Bank vor allem von der gut laufenden Konjunktur in den Vereinigten Staaten - so zog zum Beispiel die Kreditvergabe deutlich an. Im Privatkundenbereich verdiente die Bank mit 3,4 Milliarden Dollar rund die Hälfte mehr als vor einem Jahr. Im Investmentbanking legte der Überschuss um 18 Prozent auf 3,2 Milliarden Dollar zu. In beiden Bereichen legten auch die Erträge zweistellig zu. Bankchef Jamie Dimon zeigte sich hochzufrieden, warnte aber auch vor einem zunehmend stärker werdenden internationalen Wettbewerb.

An der Börse lag das Augenmerk aber erst einmal bei den starken Zahlen für das vergangene Quartal. Die Aktie lege vorbörslich zu. JPMorgan ist mit einem Börsenwert von 364 Milliarden Dollar (313 Mrd Euro) die wertvollste Bank der Welt. Auch hier zeigt sich deutlich der Unterschied zur Deutschen Bank, die immer so gerne auf Augenhöhe mit der US-Bank gespielt hätte - inzwischen aber den Anschluss verloren hat.

Während der Kurs der JPMorgan-Aktie sich seit Ende der Finanzkrise mehr als verdoppelt hat, büßte derjenige des Deutsche-Bank-Papiers seitdem fast 90 Prozent ein. Inzwischen ist die Deutsche Bank an der Börse gerade mal noch 20 Milliarden Euro wert und muss sich hier eher mit Fintechs wie Wirecard denn den US-Größen messen lassen.

@ dpa.de