ErnÀhrung, Chemie

NEW YORK - Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell ist Russlands Vorwurf entgegengetreten, die EuropĂ€ische Union schrĂ€nke den Export russischer DĂŒngemittel in EntwicklungslĂ€nder ein.

20.09.2022 - 16:10:25

EU-Chefdiplomat: Russland-Sanktionen zielen nicht auf DĂŒnger-Handel. Die EU-Sanktionen richteten sich gegen "die russische Kriegswirtschaft, nicht Nahrung oder Landwirtschaft", sagte Borrell am Montagabend (Ortszeit) am Rande der UN-Vollversammlung in New York.

Kremlchef Wladimir Putin hatte der EU zuletzt EinschrĂ€nkungen des russischen DĂŒngemittelexports vorgeworfen. Die EuropĂ€ische Union lasse zwar fĂŒr sich selbst die Einfuhr russischer DĂŒngemittel zu, aber nicht in andere Staaten.

Borrell entgegnete: "Wie könnten wir verhindern, dass DĂŒnger an Drittstaaten geht, wenn wir noch importieren?" Andererseits wollten viele Unternehmen keine GeschĂ€fte mehr mit Russland machen. "Nicht wegen der Sanktionen, sondern wegen der Unsicherheiten, wenn man GeschĂ€fte mit einem Regime macht, das Zivilisten in einem Nachbarland tötet und kidnappt." Der EU-Beauftragte betonte: "Wir mĂŒssen die russische Propaganda und ihre irrefĂŒhrenden ErzĂ€hlungen weiterhin zurĂŒckdrĂ€ngen."

Russland und die Ukraine hatten am 22. Juli mit den Vereinten Nationen und der TĂŒrkei eine Lösung fĂŒr die Ausfuhr von Millionen Tonnen Getreide aus dem Kriegsland Ukraine gefunden. Zeitgleich wurde eine Vereinbarung mit Russland ĂŒber die Erleichterung der Ausfuhren von Getreide und DĂŒnger unterzeichnet. Die beiden Abkommen sind formal eigenstĂ€ndig, werden aber als komplementĂ€r gesehen.

Die Vereinten Nationen hatten vergangene Woche teilweise Probleme eingerĂ€umt: WĂ€hrend die Ausfuhr von Nahrungsmitteln aus der Ukraine ĂŒber einen Korridor im Schwarzen Meer deutlich an Fahrt aufgenommen habe, stocke vor allem der Export russischer DĂŒnger. Die UN-Beauftragte Rebeca Grynspan nannte Unsicherheit in der privaten Wirtschaft, dass eine Ausfuhr vermeintlich europĂ€ische Sanktionen verletzten könnte - dies habe zu ZurĂŒckhaltung gefĂŒhrt.

@ dpa.de

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