Öl, Gas

NEW YORK - Angesichts der festgefahrenen Verhandlungen zur Wiederherstellung des Atompakts von 2015 mit dem Iran halten die europäischen Partner ein Scheitern für möglich.

14.12.2021 - 23:34:32

Berlin, Paris und London sehen mögliches Ende der Iran-Verhandlungen. "Die fortgesetzte nukleare Eskalation des Irans bedeutet, dass wir schnell das Ende des Weges erreichen", teilte Deutschland zusammen mit Frankreich und Großbritannien vor einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates am Dienstag in New York mit. Irans Atomprogramm sei niemals weiter fortgeschritten gewesen als zum gegenwärtigen Zeitpunkt.

Die deutsche UN-Botschafterin Antje Leendertse sagte in der Sitzung, dass die von Teheran unternommenen Schritte der letzten sechs Monate inkompatibel mit den Verabredungen des Atomabkommens seien. "Das Zeitfenster schließt sich schnell", sagte Leendertse.

Bei den gegenwärtig in Wien laufenden Gesprächen versuchen Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Russland und China zwischen dem Iran und den USA zu vermitteln. Washington stieg 2018 aus dem Atomabkommen aus. Als Reaktion auf neue US-Sanktionen ignorierte Teheran vereinbarte nukleare Beschränkungen, die die Entwicklung von Atomwaffen verhindern sollen. Der Iran schränkte in den vergangenen Monaten auch Inspektionen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ein.

Die Vereinigten Staaten forderten Teheran am Dienstag auf, in Wien wieder auf die Abmachungen des Atomdeals einzuschwenken: "Der Iran muss erst einmal Ernsthaftigkeit am Tisch zeigen und kurzfristig wieder zur Einhaltung des Abkommens kommen", sagte die amerikanische UN-Botschafterin Linda Thomas-Greenfield im Sicherheitsrat. Irans Botschafter Majid Takht-Ravanchi wies die Vorwürfe zurück: "Machen Sie keinen Fehler, wir stellen keine Vorbedingungen oder neue Bedingungen." Der Iran wolle lediglich zu den im Abkommen vereinbarten Zugeständnissen zurückkehren.

Zuvor hatte die UN-Beauftragte für politische Angelegenheiten, Rosemary DiCarlo, die USA aufgefordert, ihre Sanktionen gegen den Iran aufzuheben. Iran müsse gleichzeitig unternommene Schritte rückgängig machen, die nicht mit seinen Verpflichtungen aus dem Atomdeal übereinstimmten.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Nato schlägt Russland neue Krisengespräche vor. Nach Angaben von Generalsekretär Jens Stoltenberg wurde am Dienstag eine Einladung für eine Reihe von Treffen des Nato-Russland-Rats verschickt. Die Alliierten seien bereit, konkrete Vorschläge auf den Tisch zu legen, sagte der Norweger bei einer Pressekonferenz mit Bundeskanzler Olaf Scholz in Berlin. Seinen Angaben zufolge könnte über die Reduzierung von Risiken bei militärischen Aktivitäten, mehr Transparenz und eine Verbesserung der Gesprächskanäle gesprochen werden. Als weitere Themenbereiche nannte er Rüstungskontrolle, Abrüstung und den Ukraine-Konflikt. BERLIN - Die Nato hat Russland neue Krisengespräche vorgeschlagen. (Wirtschaft, 18.01.2022 - 17:20) weiterlesen...

Neuer Rekordwert in Dänemark - erstmals über 30 000 Neuinfektionen. In der täglichen Auflistung des nationalen Gesundheitsinstituts SSI kamen am Dienstag 33 493 nachgewiesene Fälle hinzu, darunter knapp 31 500 Neuinfektionen und 2000 erneute Infektionen. Damit sind seit Pandemiebeginn in dem EU-Land mit seinen knapp sechs Millionen Einwohnern knapp 1,2 Millionen Infektionen bestätigt worden. 3519 Menschen mit einer Corona-Infektion sind bisher in Deutschlands nördlichen Nachbarland gestorben. Zum Vergleich: Ende November hatte die tägliche Neuinfektionszahl bei etwa 5000 gelegen. KOPENHAGEN - Dänemark hat zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie mehr als 30 000 Corona-Infektionen an einem Tag verzeichnet. (Boerse, 18.01.2022 - 17:15) weiterlesen...

Impfnachweis wird angepasst - Zweitimpfung bei Johnson&Johnson nötig. Umgesetzt werden soll damit die Vorgabe der Europäischen Union, nach der Impfzertifikate in der EU künftig nur noch neun Monate nach der Grundimmunisierung gegen das Coronavirus gültig sind, wie ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Dienstag in Berlin sagte. Im Zuge dessen sollen in Deutschland demnach auch die Vorgaben für eine Impfung mit dem Vakzin von Johnson&Johnson geändert werden. BERLIN - Bis Anfang kommenden Monats sollen in Deutschland die digitalen Impfnachweise an jüngste EU-Vorgaben sowie an Erkenntnisse zur Wirksamkeit des Impfstoffs von Johnson&Johnson angepasst werden. (Wirtschaft, 18.01.2022 - 17:04) weiterlesen...

Buchholz: Riffe im Bereich des Ostseetunnels fast vollständig weg. "Die Bauarbeiten an den Riffflächen haben im Oktober bereits begonnen", sagte Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) am Dienstag. "Deshalb sind im Bereich des Tunnelgrabens die Riffe durch Baggerarbeiten fast vollständig nicht mehr vorhanden." In Landnähe seien die Riffe teilweise bereits mit Sand überschüttet worden. KIEL/LEIPZIG - Abseits der juristischen Auseinandersetzung um geschützte Riffe im Fehmarnbelt hat der Bauträger des Ostseetunnels zwischen Fehmarn und Dänemark bereits Fakten geschaffen. (Boerse, 18.01.2022 - 16:51) weiterlesen...

Scholz droht Russland erneut mit 'hohen Kosten' bei Einmarsch. Auf die Frage, ob es dann auch Konsequenzen für die Gaspipeline Nord Stream 2 geben werde, sagte Scholz am Dienstag, "dass alles zu diskutieren ist, wenn es zu einer militärischen Intervention gegen die Ukraine kommt". Eine mögliche gemeinsame koordinierte Reaktion werde vorbereitet und mit den Bündnispartnern besprochen. BERLIN - Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat Russland zur Reduzierung seiner Truppen an der Grenze zur Ukraine aufgefordert und erneut mit "hohen Kosten" für den Fall eines Einmarsches gewarnt. (Wirtschaft, 18.01.2022 - 16:42) weiterlesen...

Russland, China und der Iran wollen Militärmanöver abhalten. Ein Schiff der russischen Pazifikflotte sei dazu in der iranischen Hafenstadt Tschahbahar eingetroffen, teilte das Verteidigungsministerium am Dienstag in Moskau mit. Bei einem Treffen solle es um Planungen für die Übung der Kriegsschiffe im Persischen Golf geben. Ein Datum wurde zunächst nicht genannt. Der russischen Staatsagentur Ria Nowosti zufolge soll etwa die Bekämpfung von Piraten auf hoher See trainiert werden. Die drei Länder haben bereits in der Vergangenheit gemeinsame Manöver abgehalten. An diesem Mittwoch wird der iranische Präsident Ebrahim Raisi in Moskau zu Gesprächen mit Staatschef Wladimir Putin erwartet. MOSKAU - Russland, China und der Iran planen ein gemeinsames Militärmanöver. (Wirtschaft, 18.01.2022 - 16:41) weiterlesen...