S&P 500, US78378X1072

NEW YORK - An der Wall Street haben sich auch am Donnerstag die Kursbewegungen in Grenzen gehalten.

09.08.2018 - 22:40:37

Aktien New York: Anleger wagen erneut keine großen Sprünge. Wie bereits in Europa standen neben den Handelsstreitigkeiten und den Sanktionen Washingtons gegen Russland noch einige Quartalsberichte im Blick.

schloss am Donnerstag 0,14 Prozent tiefer bei 2853,58 Punkten.

Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 büßte zwischenzeitliche Gewinne wieder ein und gab am Ende um 0,03 Prozent auf 7466,96 Punkte nach. Für etwas Schwung hatte zwischenzeitlich gesorgt, dass die Aktien des Online-Händlers Amazon und des Computerkonzerns Apple wieder auf Rekordjagd waren.

Unter den Einzelwerten legten die Aktien des Unterhaltungskonzerns Fox nach anfänglichen Verlusten moderat zu. Ein florierendes Kabel- und Filmgeschäft mit dem Kinohit "Deadpool 2" hatte 21st Century Fox zwar im Frühjahr gute Ergebnisse verschafft, allerdings hatte das TV-Geschäft geschwächelt. Fox steht ansonsten derzeit mit dem Walt-Disney-Deal im Fokus. Bis auf sein Nachrichten-Flaggschiff Fox News und seine großen Sportsender will der Murdoch-Konzern alle Geschäfte an Disney abgeben.

Yelp-Papiere sprangen um mehr als ein Viertel hoch. Das Empfehlungsportal für Restaurants und Geschäfte im Internet hatte zur Vorlage seiner Zahlen zum zweiten Quartal ein bereinigtes operatives Ergebnis für das Gesamtjahr in Aussicht gestellt, das über den Markterwartungen lag.

Um rund 2 Prozent abwärts hingegen ging es für die Papiere des Anlagenherstellers für die Chipindustrie Applied Materials . Analyst Joseph Moore von der US-Bank Morgan Stanley rechnet mit einer Abschwächung des Speicherchipgeschäfts.

Ebenfalls im Technologiesektor sackten die Anteilscheine von Seagate Technology um mehr als 7 Prozent ab. Damit zählten sie zu den Schlusslichtern im Nasdaq 100. Die Investmentbank Goldman Sachs hatte den Verkauf der Aktien empfohlen. Der Festplattenhersteller habe zuletzt zwar sein Produktangebot verbessert, sein Geschäft bleibe aber sehr zyklisch. Zudem drängten zunehmend Konkurrenten in den Markt, die alternative Halbleiterlaufwerke anböten, schrieb Analyst Mark Delaney.

Elon Musks Erwägungen, Tesla von der Börse zu nehmen, blieben derweil das große Thema an den Finanzmärkten. Die Frage nach der vom Tech-Milliardär als gesichert bezeichneten Finanzierung eines solchen Deals bleibt weiter offen, was rechtlich Brisanz birgt. Das "Wall Street Journal" berichtete unter Berufung auf Insider, dass die US-Börsenaufsicht den Vorfall bereits prüfe. Die Aktien des Elektroauto-Bauers weiteten ihre Vortagesverluste aus und fielen um fast 5 Prozent. Damit büßten die Papiere ein gutes Stück ihres Kurssprungs vom Dienstag wieder ein.

An der Dow-Spitze kletterten die Papiere des Chemiekonzerns DowDupont um rund 2 Prozent. Zwischenzeitlich waren sie auf den höchsten Stand seit Mitte Juni gestiegen. Schlusslicht im Index waren die Anteilsscheine des Computer-Urgesteins IBM mit einem Minus von 1,44 Prozent.

Am US-Rentenmarkt stiegen richtungweisende zehnjährige Staatsanleihen um 7/32 Punkte auf 99 18/32 Punkte und rentierten mit 2,924 Prozent. Erzeugerpreisdaten hatten etwas auf die Rendite gedrückt. Der Euro wurde zuletzt bei 1,1529 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte den Euro-Referenzkurs auf 1,1593 (Mittwoch: 1,1589) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8626 (0,8629) Euro./la/he

Von Lutz Alexander, dpa-AFX

@ dpa.de

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