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Thyssenkrupp, DE0007500001

Neue Thyssenkrupp-Chefin: Kein Ausverkauf des Traditionskonzerns

10.10.2019 - 12:17:42

Neue Thyssenkrupp-Chefin: Kein Ausverkauf des Traditionskonzerns. ESSEN - Die neue Thyssenkrupp -Vorstandsvorsitzende Martina Merz ist Befürchtungen entgegengetreten, sie plane eine radikale Verkleinerung des angeschlagenen Industrie- und Stahlkonzerns. "Es geht darum, die Geschäfte zu stärken und uns zu verbessern. Es geht nicht um einen Ausverkauf", heißt es in einem Brief des Vorstands an die Mitarbeiter, der der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch vorlag. Merz hatte den Vorstandsvorsitz bei Thyssenkrupp am 1. Oktober übernommen. Zuvor war sie Aufsichtsratsvorsitzende.

FRANKFURT - Die niedrigen Zuckerpreise bereiten den Anlegern von Südzucker einmal mehr Kopfschmerzen. Als Belastung hinzu kam eine geringere Absatzmenge wegen der mauen Rübenernte im Zuge der Trockenheit, so dass das operative Ergebnis des Konzerns im ersten Geschäftshalbjahr hinter den Erwartungen des Marktes zurückgeblieben war.

In der Folge rauschten die Südzucker-Aktien am Donnerstagvormittag um mehr als 8 Prozent auf 13 Euro ab und waren damit das Schlusslicht im Nebenwerte-Index SDax . Mittlerweile bewegen sich die Anteilscheine wieder auf dem Niveau von Ende April.

Der Kursrutsch fiel Händlern zufolge auch deshalb so deutlich aus, weil tags zuvor der Bioethanol-Produzent Cropenergies, eine Tochter von Südzucker, mit einem Gewinnsprung von gestiegenen Ethanolpreisen profitiert hatte. Die Investoren hätten damit auch auf ein besseres Gesamtergebnis für den Zuckerkonzern gesetzt.

Südzucker habe nun zwar die Verluste im Zuckergeschäft in anderen Bereichen auffangen können und dies sei die gute Nachricht, schrieb Analyst Marc Gabriel vom Düsseldorfer Bankhaus Lampe. Aber selbst mit einem etwas besseren operativen Konzerngewinn im Geschäftsjahr 2019/20 sieht Gabriel die Schätzungen für das kommende Jahr weiter in Gefahr, da die Zuckerpreise wohl kaum so anzögen, wie es der Markt derzeit annehme. Anleger sollten an der Seitenlinie bleiben.

Auch der Experte Oliver Schwarz vom Analysehaus Warburg Research blickt skeptisch in die Zukunft. Er verwies darauf, dass Südzucker seine Jahresprognose trotz der besseren Aussichten für das Ethanolgeschäft bestätigt habe. Für ihn deutet dies darauf hin, dass die Preise für Zuckerkontrakte nicht die bereits recht konservativen Erwartungen von Südzucker übertroffen haben. Kurzfristig dürfte sich daran wohl auch nichts ändern, da etwa 85 Prozent aller Zuckerkontrakte für das neue Wirtschaftsjahr bereits unterzeichnet seien.

Für den Preisverfall bei Zucker macht die Branche vor allem den Wegfall der Europäischen Zuckermarktordnung im September 2017 verantwortlich, die zuvor den Zuckermarkt mit Zöllen, Quoten und Subventionen weitgehend geschützt hatte. Nun aber strömt viel Zucker von großen Anbauländern wie Indien oder Brasilien in die EU und drückt so den Preis.

Die Aktien von Südzucker sind bereits seit Anfang 2017 auf Talfahrt, als sich die Konsequenzen des Auslaufens der Marktordnung langsam abzeichneten. Die Papiere verloren bis Ende 2018 mehr als die Hälfte an Wert, bevor sie angesichts der allgemeinen Markterholung wieder etwas zulegten./la/knd/jha/

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