Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Haushalt, Steuern

NECKARSULM - Viele Lebensmittelhändler zögern im Moment noch damit, die Mehrwertsteuererhöhung im vollen Umfang an die Kunden weiterzugeben.

05.01.2021 - 15:42:59

Lebensmittelhandel zögert bei Mehrwertsteuererhöhung. Der Discounter Lidl teilte am Dienstag mit, in den über 3200 Filialen der Kette blieben "die Preise bei vielen Produkten weiterhin um bis zu drei Prozent reduziert, obwohl seit dem Jahreswechsel wieder die reguläre Mehrwertsteuer von 19 bzw. 7 Prozent gilt".

Zuvor hatte die zur Edeka-Gruppe gehörende Discount-Kette Netto mit dem Slogan "Mehrwertsteuer-Erhöhung? Nicht bei Netto" geworben. Die Supermarktkette Rewe hatte vor dem Jahreswechsel angekündigt, dass die Rückkehr zu den regulären Mehrwertsteuersätzen angesichts Tausender Etiketten pro Markt, die neu gedruckt und angebracht werden müssten, nur schrittweise "in den ersten Tagen des Januars" umgesetzt werde.

Dass die Mehrwertsteuer ein Thema ist, mit dem sich die Händler gerne profilieren, zeigte sich bei der Senkung im vergangenen Sommer. Damals wartete Lidl den Stichtag für die Steuersenkung gar nicht ab, sondern senkte schon mehr als eine Woche vorher die Preise. Erzrivale Aldi konterte und stockte die Mehrwertsteuersenkung zu einem Preisnachlass von drei Prozent auf das gesamte Sortiment auf. Der zusätzliche Rabatt kostete den Discounter nach eigenen Angaben einen dreistelligen Millionenbetrag.

Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) warnte die Händler am Dienstag davor, die aktuellen Preisaktionen auf Kosten der Bauern auszutragen. "Dass die drei Prozent Mehrwertsteuer nicht direkt wieder an die Verbraucher weitergereicht werden, darf nicht auf dem Rücken der landwirtschaftlichen Erzeuger und ihrer Marge geschehen!", verlangte sie.

Das Branchenfachblatt "Lebensmittel Zeitung" sieht allerdings Anzeichen dafür, dass "in den kommenden Wochen überall die Preise um die gestiegene Mehrwertsteuer erhöht werden". Aldi Süd teilte am Dienstag mit, das Unternehmen habe die Preise nach dem Auslaufen der Mehrwertsteuersenkung "zu Jahresbeginn wieder entsprechend angepasst". Deutschlands größter Lebensmittelhändler Edeka verfolgt die Entwicklung aufmerksam: "Wir beobachten den Wettbewerb und werden unseren Kunden auch künftig wettbewerbsfähige Preise bieten", erklärte ein Sprecher.

Die Bundesregierung hatte im Frühsommer beschlossen, den Mehrwertsteuersatz vom 1. Juli bis zum 31. Dezember von 19 auf 16 Prozent zu senken. Der ermäßigte Satz, der für viele Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs gilt, wurde von 7 auf 5 Prozent reduziert. Das sollte die Konjunktur anschieben und die Bürger motivieren, teure Anschaffungen trotz Krise ein paar Monate vorzuziehen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

CDU-Politiker Jung bringt Neuauflage des Corona-Bonus ins Spiel. "Es gibt gute Gründe dafür, eine solche Regelung auch in diesem Jahr wieder umzusetzen. Darüber werden wir in der Koalition beraten", sagte Jung der "Welt am Sonntag". Der Steuerbonus bringe einen Anreiz, herausragenden Einsatz von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Krise zu honorieren. BERLIN - Der Vizevorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Andreas Jung, erwägt, Corona-Bonuszahlungen von Arbeitgebern auch für die zweite Jahreshälfte steuerfrei zu stellen. (Wirtschaft, 24.01.2021 - 09:16) weiterlesen...

Richtermangel am Bundesfinanzhof nach Querelen mit Justizministerium. Am Bundesfinanzhof in München fehlen vier der elf Vorsitzenden Richter inklusive Präsident und Vizepräsident, obwohl der Richterwahlausschuss in Berlin Anfang Oktober eine Richterin und drei Richter als Nachfolger der pensionierten Stelleninhaber gewählt hatte. Doch sind alle vier bislang nicht vom Bundespräsidenten ernannt, vorher können sie ihre Stellen nicht antreten. "Für den Bundesfinanzhof liegen hier derzeit keine Ernennungsvorschläge vor", erklärte ein Sprecher des Bundespräsidialamts in Berlin auf Anfrage. MÜNCHEN/BERLIN - Wegen ungelösten politischen Gezerres leidet Deutschlands höchstes Finanzgericht an Personalmangel. (Wirtschaft, 23.01.2021 - 12:02) weiterlesen...

Biden wirbt mit Nachdruck für neues Billionen-Konjunkturpaket. "Wir müssen entschlossen und mutig handeln", forderte Biden am Freitag, seinem dritten Tag im Amt. Angesichts der Corona-Krise sei es nötig, die Wirtschaft anzukurbeln, um langfristige Schäden abzuwenden, sagte Biden. WASHINGTON - US-Präsident Joe Biden hat mit Nachdruck für eine schnelle Verabschiedung des von ihm vorgeschlagenen Konjunkturpakets in Höhe von rund 1,9 Billionen US-Dollar (knapp 1,6 Billionen Euro) geworben. (Wirtschaft, 22.01.2021 - 22:01) weiterlesen...

Regierung dementiert 500-Pfund-Prämie für alle Corona-Positiven. Es sei keine Ausweitung der Sonderzahlung geplant, sagte ein Sprecher des Premierministers Boris Johnson am Freitag. Derzeit bekommen Menschen, die Sozialleistungen erhalten und nicht von zu Hause arbeiten können, 500 Pfund bei einer Corona-Erkrankung. LONDON - Die britische Regierung hat Medienberichte zurückgewiesen, denen zufolge alle positiv auf Corona getesteten Menschen in England je 500 Pfund (gut 560 Euro) erhalten sollen. (Wirtschaft, 22.01.2021 - 14:10) weiterlesen...

Brüssel genehmigt 'Novemberhilfen' für zwölf Milliarden Euro. Die Unterstützung von Unternehmen in der Corona-Krise sei mit den EU-Regeln vereinbar, erklärte Kommissionsvizepräsidentin Margrethe Vestager am Donnerstagabend in Brüssel. BRÜSSEL - Die EU-Kommission hat deutsche "Novemberhilfen" im Umfang von zwölf Milliarden Euro genehmigt. (Wirtschaft, 21.01.2021 - 20:08) weiterlesen...

Europaparlament fordert Überarbeitung der Liste der Steueroasen. Derzeit sei das Dokument verwirrend und ineffizient, hieß es in einer am Donnerstag angenommenen Entschließung. Die Liste umfasse nur Gebiete, welche etwa zwei Prozent der globalen Steuereinbußen ausmachten. Länder mit einer Körperschaftsteuer von null Prozent sollen automatisch auf der Liste landen, forderten die Abgeordneten. BRÜSSEL - Die Steueroasen-Liste der Europäischen Union soll nach dem Willen des Europaparlaments bis Ende des Jahres reformiert werden. (Wirtschaft, 21.01.2021 - 17:18) weiterlesen...