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Regierungen, Medizintechnik

NAIROBI / LONDON - Wegen der Corona-Pandemie könnten in diesem Jahr mehr als doppelt so viele Menschen in Afrika südlich der Sahara an Malaria sterben als im Vorjahr.

07.08.2020 - 13:45:28

Zahl der Malaria-Toten in Afrika könnten sich wegen Corona verdoppel. Zu diesem Ergebnis kommen britische Forscher und Kollegen im Fachblatt "Nature Medicine". In Afrika wurden inzwischen mehr als eine Million Corona-Fälle verzeichnet. Um die Pandemie einzudämmen, haben die Länder etliche Maßnahmen ergriffen, die aber auch Konsequenzen für die Bekämpfung von Malaria - etwa die Verteilung von Moskitonetzen - haben.

Sollten die Aktivitäten zur Prävention von Malaria stark beeinträchtigt werden, könne es 2020 rund 779 000 Malaria-Tote geben, warnten die Autoren der Studie. Maßnahmen wie die Verteilung von Netzen oder der Zugang zu Malaria-Medikamenten müssten priorisiert werden, forderten sie. Bereits im April hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor einem drastischen Anstieg der Malaria-Toten in diesem Jahr gewarnt.

Im Jahr 2018 gab es nach WHO-Angaben 228 Millionen Malaria-Fälle und geschätzte 405 000 Menschen starben. Die meisten Todesfälle - 380 000

- waren demnach in Afrika südlich der Sahara. Malaria wird durch

Parasiten hervorgerufen, die durch den Stich einer Stechmücke übertragen werden.

@ dpa.de

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