Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Ernährung, Regierungen

NAIROBI - Im Kampf gegen die Heuschreckenplage in Ostafrika wurden große Erfolge erzielt, doch die Gefahr ist Experten zufolge noch lange nicht gebannt.

10.09.2020 - 13:11:30

Erfolge gegen Heuschrecken in Kenia - Gefahr noch nicht gebannt. In Kenia "konnten wir eine große Zahl von Schwärmen kontrollieren", sagte am Donnerstag Dominique Burgeon, der Leiter der Notfallabteilung der UN-Landwirtschaftsorganisation (FAO), der Deutschen Presse-Agentur. Von einst 29 Bezirken seien derzeit nur noch zwei oder drei von den Wüstenheuschrecken betroffen. "Aber die Arbeit ist noch nicht vorbei." Denn in mehreren Ländern in Ostafrika, der arabischen Halbinsel und in Asien gibt es noch immer Schwärme - und dies bedroht die ganze Region.

Seit Ende letzten Jahres fallen Millionen von Wüstenheuschrecken über ganze Landstriche her und zerstören Äcker und Weiden. Ein Schwarm von etwa einem Quadratkilometer kann an einem Tag so viel fressen wie 35 000 Menschen. Sobald ein Land befallen wird, sind die Nachbarländer auch nicht sicher - denn als ausgewachsene Tiere können die Insekten mit günstigem Wind mehr als 130 Kilometer am Tag fliegend zurücklegen.

Kenia, zusammen mit Äthiopien und Somalia, bildete vor Monaten noch das Kerngebiet der Plage. Doch in dem Land habe man die Insekten erfolgreich durch das Sprühen von Pestiziden eindämmen können, sagte Burgeon nach einem Besuch mit anderen FAO-Vertretern im Norden Kenias. Rund 157 000 Hektar Land seien inzwischen besprüht worden. Lange gab es die Befürchtung, dass die Heuschrecken die Äcker kurz vor der Erntezeit angreifen würden - in der Region herrscht ohnehin große Lebensmittelunsicherheit. Doch durch das Sprühen konnten in Kenia rund 315 000 Tonnen Getreide geschützt werden, was für etwa 2,1 Millionen Menschen für ein Jahr ausreicht, wie Burgeon erklärte.

Allerdings ist die Heuschreckenplage noch lange nicht besiegt: In Teilen von Äthiopien und Somalia gebe es laut der FAO derzeit Schwärme. "Diese Schwärme können sich multiplizieren", warnte Kenneth Mwangi vom regionalen Klimazentrum ICPAC. Denn vor allem in Äthiopien sowie im Sudan regnet es derzeit sehr viel, was zu mehr Vegetation und somit mehr Futter für die Insekten führt. Wenn sich die Winde drehen - was im Oktober erwartet wird - könnten sich die Heuschrecken den Experten zufolge wieder gen Kenia ausbreiten.

Die größte Sorge von FAO-Experte Burgeon ist aber der Jemen. Wegen des Konflikts sei die Bekämpfung der Heuschrecken in dem Land besonders schwer. Die Insektenplage gebe es dort schon seit zwei Jahren. "Und Heuschrecken, die sich dort entwickeln, können sich zum Horn von Afrika und nach Südwest-Asien ausbreiten." Auch in Indien und Pakistan gibt es der FAO zufolge weiterhin Wüstenheuschrecken, aber in beiden Ländern konnte die Plage etwas eingedämmt werden.

Die Bemühungen dürfen aus Expertensicht nicht nachlassen. Mwangi erklärt, aus Erfahrung habe man gelernt: "Es dauert etwa zwei Jahre, die Lage komplett unter Kontrolle zu bringen."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Merkel berät mit CDU-Regierungsmitgliedern über weitere Strategie. Bei dem Strategietreffen im Kanzleramt sollte es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin um offene Themen gehen, die die Union in dieser Legislaturperiode noch umsetzen will. Konkrete Ergebnisse werde es nicht geben, hieß es vor den Beratungen. Auch eine Information der Öffentlichkeit im Anschluss war demnach nicht geplant. BERLIN - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ist am Sonntag mit den CDU-Mitgliedern ihres Kabinetts und Fraktionschef Ralph Brinkhaus zusammengekommen. (Wirtschaft, 27.09.2020 - 15:56) weiterlesen...

Medien: Zentralregierung könnte wegen Corona in Madrid durchgreifen. Dies werde dann unvermeidlich, wenn die Regionalregierung nicht einlenke und die Maßnahme selbst ergreife, berichteten die Zeitung "El País" und der Fernsehsender RTVE am Samstagabend unter Berufung auf Regierungskreise. Das würden die Gesetze für den Fall einer akuten Gesundheitskrise erlauben. MADRID - Angesichts der drastisch steigenden Zahl der Corona-Infektionen im Großraum Madrid prüft die spanische Regierung Medienberichten zufolge, die Hauptstadt auch gegen den Willen der Regionalregierung weitgehend abzuriegeln. (Wirtschaft, 27.09.2020 - 14:52) weiterlesen...

Steigende Corona-Zahlen: Party-Obergrenze und mehr Masken gefordert. Vor einem neuen Treffen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Regierungschefs der Länder setzte sich der Landkreistag am Wochenende für einheitliche Obergrenzen für private Feiern ein. Der Städte- und Gemeindebund verlangt eine Ausweitung der Maskenpflicht bei hohen Infektionszahlen auf belebte Plätze und Weihnachtsmärkte. Doch nicht alle Bundesländer sehen gleichermaßen Handlungsbedarf. BERLIN - Angesichts steigender Corona-Zahlen fordern Kommunen und Landkreise neue bundesweite Beschränkungen im öffentlichen Leben. (Wirtschaft, 27.09.2020 - 14:45) weiterlesen...

Anti-Braunkohle-Proteste im Rheinland - Demonstranten im Tagebau. Die Polizei war mit einem Großaufgebot von Beamten aus mehreren Bundesländern im Einsatz. Sie sollten die Demonstranten daran hindern, in den Tagebau Garzweiler einzudringen. Aufgerufen zu den Aktionen hatte das Bündnis Ende Gelände und andere Organisationen. Ende Gelände sprach von 3000 Teilnehmern an den Aktionen. ERKELENZ/AACHEN - Im rheinischen Braunkohlerevier haben Klimaschutz-Aktivisten am Samstag für ein sofortiges Ende der Stromerzeugung aus Kohle und Gas demonstriert. (Boerse, 26.09.2020 - 21:37) weiterlesen...

Söder fordert Zulassungsverbot für Verbrenner ab 2035. "Ich bin sehr dafür, dass wir uns ein Enddatum setzen, ab dem Zeitpunkt, an dem fossile Verbrenner mit fossilen Kraftstoffen nicht mehr neu zugelassen werden können", sagte Söder am Samstag in einer Rede auf einem großen Online-Parteitag der CSU. "Wir sollten da ein Enddatum definieren", sagte der bayerische Ministerpräsident und fügte hinzu: "Das, wie es in Kalifornien gewesen ist, erscheint mir ein sehr gutes Datum dafür zu sein." Dies wäre dann ein Beitrag, um zu zeigen, "wann das fossile Zeitalter bei uns zu Ende geht". MÜNCHEN - CSU-Chef Markus Söder fordert ein Zulassungsverbot für Autos mit Verbrennungsmotoren nach kalifornischem Vorbild - das hieße also ab dem Jahr 2035. (Wirtschaft, 26.09.2020 - 17:44) weiterlesen...

Johnson fordert Einigkeit im Corona-Kampf - mehr Geld für die WHO. "Wir wissen, dass wir so nicht weitermachen können. Wenn wir uns nicht vereinen und unser Feuer gegen unseren gemeinsamen Feind wenden, wissen wir, dass jeder verlieren wird", sagte Johnson am Samstag in seiner Video-Ansprache bei der Generaldebatte der UN-Vollversammlung. NEW YORK - Angesichts von Spannungen zwischen den USA und China im Kampf gegen das Coronavirus hat der britische Premierminister Boris Johnson zur Einigkeit aufgerufen. (Wirtschaft, 26.09.2020 - 17:40) weiterlesen...