Knorr-Bremse, DE000KBX1006

MÜNCHEN - Vom beschleunigten Börsengang des Münchner Bremsenherstellers Knorr-Bremse sollen nach Willen der Gewerkschaft IG Metall auch die Mitarbeiter profitieren.

11.10.2018 - 15:05:25

IPO: Gewerkschaft fordert Sonderausschüttung für Knorr-Bremse-Mitarbeiter. "Danach soll jeder und jede Beschäftigte 7000 Euro Sonderausschüttung erhalten", forderten die Arbeitnehmervertreter am Donnerstag. "Das Unternehmen ist außerordentlich erfolgreich, dies liegt auch am weit überproportionalen Engagement der Kolleginnen und Kollegen", sagte der IG-Metall-Beauftragte für Knorr-Bremse, Sebastian Roloff.

Der vor dem Börsengang stehende Lkw- und Zugzulieferer hatte angekündigt, die Angebotsperiode am vergangenen Mittwoch enden zu lassen - einen Tag früher als geplant. Der endgültige Ausgabepreis für die Papiere sei von der Eigentümerholding KB zusammen mit ihren Tochtergesellschaften auf 80 Euro je Stück festgelegt worden, teilte die Knorr-Bremse AG am Mittwochabend mit.

Bei Platzierung aller gut 48 Millionen Aktien läge der Umfang des Börsengangs bei 3,9 Milliarden Euro. Dem Unternehmen soll allerdings kein Geld zufließen. Eigentümer Heinz Hermann Thiele und seine Familie verkaufen bei dem Gang aufs Parkett bis zu 30 Prozent der Anteile.

Knorr-Bremse stellt Bremsen für Züge und Lkw her. Daneben hat das Unternehmen unter anderem Zugtüren, Heizungs- und Lüftungssysteme im Angebot. Knorr-Bremse hatte zur Jahresmitte knapp 29 000 Mitarbeiter, davon rund 80 Prozent außerhalb Deutschlands.

@ dpa.de