Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

HANNOVER RUECKVERSICHERUNG AG, DE0008402215

MÜNCHEN - Tornados und schwere Gewitter haben in der ersten Jahreshälfte in Nordamerika weit überdurchschnittliche Schäden angerichtet.

23.07.2020 - 11:11:27

Munich Re: Indizien für Klimawandel mehren sich. Die Geoforscher des Rückversicherers Munich Re sehen darin ein Indiz des Klimawandels. Weltweit verursachten Naturkatastrophen von Anfang bis Januar Juni Gesamtschäden von rund 68 Milliarden Dollar, etwas weniger als im dreißigjährigen Durchschnitt, wie das Unternehmen am Donnerstag in München mitteilte. Dabei kamen 2 900 Menschen ums Leben, ebenfalls deutlich weniger als im Schnitt der vergangenen Jahre.

Überdurchschnittlich betroffen waren jedoch die USA und Kanada, wo Stürme Schäden von 27 Milliarden Dollar verursachten. Dabei stach die Serie schwerer Tornados hervor, die am Osterwochenende über den Südosten der USA gezogen war. So gab es im Bundesstaat Mississippi einen gigantischen Tornado mit einem Sturmrüssel von gut dreieinhalb Kilometer Durchmesser.

"Wir beobachten seit vielen Jahren, dass in manchen Teilen der Welt die Häufigkeit und die Stärke schwerer Unwetter zunimmt", sagte Chef-Geowissenschaftler Ernst Rauch der Deutschen Presse-Agentur. "Das gilt insbesondere für Gewitter mit Starkregen, Tornados und Hagel in Nordamerika und Teile Europas." Einzelne meteorologische Ereignisse seien zwar kein Beweis - "aber die beobachteten Trends liefern Indizien, dass das mit dem Klimawandel zu tun hat."

Bauweise und Landnutzung könnten erheblich dazu beitragen, die Schäden zu verringern. Anders als in Europa sind viele Einfamilienhäuser in den USA und Kanada jedoch aus Holz gebaut: "Die in Nordamerika weit verbreitete Leichtbauweise ist den höheren Gefahren oft noch nicht angepasst", sagte Rauch dazu.

Die Munich Re dokumentiert seit Jahrzehnten die Naturkatastrophen rund um den Globus, da dies für die Einschätzung der Risiken für die Versicherungsbranche von großer Bedeutung ist. Die Fachleute des Unternehmens errechnen sowohl die Gesamtschäden als auch den Anteil, den die Versicherungen übernehmen. Dieser lag in der ersten Jahreshälfte bei 27 Milliarden Dollar - weniger als die Hälfte der weltweiten Gesamtschäden.

In Europa war Anfang Februar der Wintersturm Sabine - außerhalb Deutschlands Ciara genannt - mit Schäden von 1,8 Milliarden Dollar die teuerste Naturkatastrophe, nach historischen Maßstäben kein herausragendes Ereignis. "Europa war bisher unauffällig", sagte Rauch dazu. "Wir hatten einen milden Winter ohne wirklich schwere Stürme."

In der Karibik und an der Ostküste der USA ist in diesem Jahr jedoch aufgrund der natürlichen Klimaschwankungen auch die Wahrscheinlichkeit schwerer Hurrikane höher. Von Bedeutung ist die unter dem Begriff El Niño bekannte natürliche Klimaschwankung im Pazifik, von Fachleuten "El Niño-Southern Oscillation" (ENSO) genannt. Während El-Niño-Phasen ist die Hurrikanaktivität im Nordatlantik eher gedämpft, doch in diesem Spätsommer könnte der ENSO-Index in "La Niña"-Bedingungen übergehen. "Das bedeutet eine erhöhte Wahrscheinlichkeit schwerer Hurrikane, ist aber keine Vorhersage", sagte Rauch. "Es gibt einen statistischen Zusammenhang, aber keine 1:1 Korrelation."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Hannover Rück CFO Roland Vogel wechselt in den Ruhestand - Clemens Jungsthöfel von HDI Global übernimmt. Hannover Rück CFO Roland Vogel wechselt in den Ruhestand - Clemens Jungsthöfel von HDI Global übernimmt Hannover Rück CFO Roland Vogel wechselt in den Ruhestand - Clemens Jungsthöfel von HDI Global übernimmt (Boerse, 07.08.2020 - 07:33) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: Jefferies hebt Hannover Rück auf 'Buy' und Ziel auf 165 Euro. Der deutsche Rückversicherer sei der am schnellsten wachsende in Europa, schrieb Analyst Philip Kett in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. NEW YORK - Das Analysehaus Jefferies hat Hannover Rück von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 137 auf 165 Euro angehoben. (Boerse, 06.08.2020 - 15:40) weiterlesen...

KORREKTUR: Ein Mensch stirbt bei Tornado durch Tropensturm 'Isaias'. (Am Ende des ersten Absatzes wurde korrigiert: Durch den Sturm seien rund 355 000 rpt 355 000 Menschen ohne Strom...") KORREKTUR: Ein Mensch stirbt bei Tornado durch Tropensturm 'Isaias' (Boerse, 06.08.2020 - 15:40) weiterlesen...

Tropensturm 'Isaias' fegt über US-Ostküste - New York rüstet sich (Mehr Details) (Boerse, 06.08.2020 - 15:40) weiterlesen...

Tropensturm 'Isaias' fegt über US-Ostküste - New York rüstet sich (Aktualisierung: Tornado ergänzt 5./6. Absatz) (Boerse, 06.08.2020 - 15:40) weiterlesen...

Hurrikan 'Isaias' trifft an US-Ostküste auf Land. Der Hurrikan traf in der Nacht zum Dienstag (Ortszeit) mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Stundenkilometern nahe der Küstenstadt Ocean Isle Beach auf Land, wie das Nationale Hurrikanzentrum der US-Klimabehörde NOAA auf Twitter mitteilte. Das entspricht einem Hurrikan der Stufe eins, der niedrigsten Kategorie. WASHINGTON - Wirbelsturm "Isaias" ist im US-Bundesstaat North Carolina auf Land gestoßen. (Boerse, 06.08.2020 - 15:40) weiterlesen...