Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Alphabet C-Aktie, US02079K1079

MÜNCHEN / MENLO PARK - Einige Funktionen von Facebook -Apps verletzen dem Münchner Landgericht zufolge Patente des Smartphone-Pioniers Blackberry .

08.12.2019 - 13:16:25

Facebook könnte Apps nach Patent-Urteil ändern müssen. Facebook könnte dadurch gezwungen sein, die App des Online-Netzwerks, der Chatdienste WhatsApp und Messenger sowie der Fotoplattform Instagram zu ändern, um sie in Deutschland weiter anbieten zu können. Ein Facebook-Sprecher sagte, das Unternehmen halte bereits entsprechende Software-Updates bereit. Außerdem fechte man die Gültigkeit der Blackberry-Patente vor dem Bundespatentgericht an.

Blackberry kann die Entscheidung des Landgerichts vorläufig vollstrecken lassen, wenn die Firma eine Sicherheitsleistung hinterlegt. Das ist eine übliche Vorgehensweise bei Patentverfahren, um den Schaden des beklagten Unternehmens auszugleichen, wenn es am Ende doch Recht bekommen sollte. Blackberry war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen und es gibt keine Informationen dazu, ob die Entscheidung vollstreckt werden soll. Von dem Fall hatte zunächst die "Süddeutsche Zeitung" am Freitag berichtet.

Das Verfahren in München spiegelt einen Patentstreit zwischen Blackberry und Facebook in den USA. Dort verklagte Blackberry das Online-Netzwerk im März 2018 mit dem Vorwurf, sieben Patente zu verletzten. Darunter ist zum Beispiel die Idee, ein App-Symbol mit einem Zähler für die Anzahl ungelesener Nachrichten zu versehen. Oder auch, Leute in Fotos zu markieren und dabei in einer Suchzeile Namensvorschläge zu bekommen. Facebook warf Blackberry wenige Monate später in einer Gegenklage ebenfalls Patentverletzungen vor.

Auch im Verfahren in Deutschland seien nur "einige wenige spezifische Funktionen" der Apps betroffen, betonte Facebook. Das Online-Netzwerk prüfe eine Berufung.

"Durch die Urteile ist faktisch das Anbieten und Liefern der vorgenannten Anwendungen in der BRD zur Benutzung in der BRD verboten, soweit sie die klagegegenständlichen Patente nutzen", sagte eine Sprecherin des Gerichts der "Süddeutschen Zeitung". Facebook könne dem Verbot nachkommen, indem es Apps "überhaupt nicht mehr anbietet und liefert oder diese vorher so modifiziert, dass die konkret angegriffene Funktionalität abgeändert wird".

Blackberry war ein Vorreiter in den frühen Jahren des Smartphone-Marktes, verlor aber den Anschluss, als Touchscreen-Geräte wie Apples iPhone und Telefone mit dem Google -System Android populär wurden. Inzwischen entwickelt Blackberry keine eigenen Smartphones mehr, sondern lässt einen chinesischen Anbieter Telefone unter seinem Markennamen bauen. Die kanadische Firma konzentriert sich stattdessen auf das Software-Geschäft mit Unternehmen - und sieht in seinem über Jahrzehnte angesammelten Patent-Portfolio eine Gelegenheit, den Kassenstand aufzubessern. So verklagte Blackberry neben Facebook auch die Macher der populären Foto-App Snapchat.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Viel Kritik an Tech-Riesen auf der DLD-Konferenz. Der Europa-Politiker Axel Voss (CDU) warnte, der Kontinent könne zu einer "Digital-Kolonie" der USA oder Chinas werden. Die Menschen sollten Eigentümer ihrer Daten sein - und heutige Schwergewichte, die die Infrastruktur kontrollieren, müssten aufgespalten werden, sagte der Piraten-Politiker und Mitgründer der Website Pirate Bay, Peter Sunde. Die philippinische Journalistin Maria Ressa warf Netzwerken wie Facebook vor, ihre Plattformen förderten den Aufstieg autoritärer Politiker. MÜNCHEN - Kritiker amerikanischer Technologieriesen haben zum Auftakt der Innovationskonferenz DLD in München eine grundlegende Neuordnung der Digitalwirtschaft gefordert. (Boerse, 19.01.2020 - 14:51) weiterlesen...

Merck-Chef Oschmann: Stehen vor beispiellosen technischen Entwicklungen. Doch die Aufgaben, die dafür gelöst werden müssten, seien ebenso enorm, sagte der Chef des Darmstädter Pharma- und Technologiekonzerns am Sonntag auf der Innovationskonferenz DLD in München. MÜNCHEN/DARMSTADT - Technologische Entwicklungen wie Quantencomputer bieten der Menschheit nach Ansicht von Merck-Chef Stefan Oschmann Chancen für beispiellosen Fortschritt. (Boerse, 19.01.2020 - 14:41) weiterlesen...

'CO2-negativ bis 2030': Microsoft startet große Klima-Initiative. Spätestens zum Jahr 2030 wolle der Softwarekonzern der Atmosphäre mehr Kohlendioxid entziehen als man produziere, kündigte Microsoft-Chef Satya Nadella am Donnerstag in Redmond an. Und bis zum Jahr 2050 wolle Microsoft all den Kohlenstoff aus der Umwelt entfernen, den das Unternehmen seit seiner Gründung im Jahr 1975 entweder direkt oder durch den Stromverbrauch verursacht habe. REDMOND - Microsoft will im großen Stil zur Reduzierung von klimaschädlichen Treibhausgasen beitragen. (Boerse, 16.01.2020 - 18:52) weiterlesen...

Google torpediert Datensammlung über Cookies bei Online-Werbung. Nach dem Vorgehen von Apple und des Firefox-Entwicklers Mozilla gegen sogenannte Cookies von Datensammlern, will auch Google sie bei seinem Webbrowser Chrome in den kommenden zwei Jahren herausdrängen. Chrome dominiert den Markt der Programme zum Navigieren im Web mit einem Anteil von mehr als 60 Prozent. Damit dürfte damit das Ende dieser Art von Datensammlung besiegelt sein. MOUNTAIN VIEW - Für die Werbewirtschaft wird es in Zukunft schwieriger, Informationen über das Verhalten von Nutzern beim Surfen im Web zu sammeln. (Boerse, 15.01.2020 - 14:21) weiterlesen...