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MÜNCHEN - Für Deutschlands Medienbranche ist es eine viel beachtete Premiere nach der Corona-Auszeit: Mit den Medientagen München findet in der nächsten Woche eine der traditionell größten Branchenkonferenzen erstmals wieder als echtes Treffen statt.

21.10.2021 - 10:34:29

Neue Perspektiven: Münchner Medientage loten Zukunft der Branche aus. Die Macher erwarten beim fünftägigen Hybrid-Marathon von Montag (25.10.) an rund 3000 Menschen vor Ort und parallel rund 7000 Teilnehmende im Netz. Das Motto: "New Perspectives - neue Perspektiven".

& Co. Höchst aktuellen Gesprächsstoff bieten auch die Turbulenzen rund um den Chefwechsel bei "Bild" im Konzern Axel Springer.

Auch zur 35. Auflage versuchen die Organisatoren, möglichst viele dieser Trends und Themen unter ein recht weit gespanntes Dach zu bringen. "Die Stärke der Medientage ist ganz klar, dass wir die Branche breit angehen", sagt Sutor. "Wir haben in der digitalen Welt eine ganz starke Vermischung aller Medien. Niemand ist eine Insel." Das sei in diesem Jahr gerade mit dem veränderten Nutzungsverhalten durch Corona und noch mehr Digitalisierung besonders zu sehen.

Beim Auftakt-Gipfel eröffnet Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder am Montag (25.10.) den Branchentreff. Medienpolitik ist für den einstigen Journalisten gern Chefsache - und Söder hier wie generell immer für eine Überraschung gut.

Unter den Top-Gästen zum Start ist die neue Intendantin des Bayerischen Rundfunks (BR), Katja Wildermuth. Im Wettbewerb der Öffentlich-Rechtlichen und der Privaten lotet BLM-Chef Schmiege mit ihr gerade neue zarte Formen der Kooperation statt Konfrontation aus - womöglich auch ein Thema für den ARD-Vorsitzenden Tom Buhrow bei seinem Auftritt im weiteren Verlauf der Medientage.

In der Fülle der insgesamt rund 140 Veranstaltungen mit etwa 370 Podiumsgästen wollen die #MTM21 Akzente setzen: "Wir bieten bewusst jeweils Schwerpunkttage etwa zu TV, Streaming, Audio", sagt Sutor. Weiterer Höhepunkt und Medientreff in der Woche in München: Am Donnerstagabend wird der Bayerische Printpreis der Verlagsbranche vergeben - erneut mit Söder.

Wer wie die Medientage Vielfalt bei Programm und Perspektiven zum Prinzip macht, muss darauf auch bei den Geschlechtern achten. "Das ist eine Verpflichtung eines solchen Kongresses", sagt Sutor. "Wir bemühen uns natürlich, bei den Vorträgen und auf den Podien ein ausgeglichenes Verhältnis zu haben." Auch die Mitveranstalter wüssten das. "Aber wir haben es wieder nicht vollständig geschafft. Wir haben das eine oder andere Panel nur mit Männern. Wir können es auch nicht erzwingen als Konferenz."

@ dpa.de

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